SPIELRAUM für mehr Bewegung

Werders ganzheitliches Konzept gegen Bewegungsarmut bei Kindern und Jugendlichen

Eren Dinkci kickt auf dem Bolzplatz in Tenever
Botschafter und aktiver Teil von SPIELRAUM: Werder-Profi Eren Dinkci (Foto: Holzmann).
WERDER BEWEGT
Montag, 11.10.2021 / 10:00 Uhr

Es sind Zahlen, die alarmieren. Nur jedes zweite Kind in Deutschland ist ausreichend aktiv. Jede:r achte Schulanfänger:in ist übergewichtig. Sportvereine verlieren ihre Mitglieder, ohnehin gibt es immer weniger Sportvereine. Der SV Werder Bremen setzt dieser gesellschaftlichen Entwicklung etwas entgegen: das SPIELRAUM-Konzept.

Die Grün-Weißen haben ihr vielfältiges Engagement für Teilhabe am Sport zusammengefasst. Mit der Neuauflage des SPIELRAUM-Konzeptes bündelt der SV Werder seine jahrelange Expertise und verschiedene Programme. „SPIELRAUM ist weit mehr als ein soziales Programm, sondern eine umfassende Sportidee, bei der wir systematisch mehr Kindern und Jugendlichen in Bremen und Niedersachsen den Sportzugang ermöglichen wollen“, sagt Werders Präsident und Geschäftsführer Dr. Hubertus Hess-Grunewald. „Die Förderung des Sports, auch als verbindendes Element, ist Zweck unseres Vereins. Es ist daher unsere gesellschaftliche Verantwortung, der Bewegungsarmut bei Kindern und Jugendlichen etwas entgegen zu setzen und zu handeln.“

Bestehende Angebote gehen unter dem Dach SPIELRAUM auf

Werders Fußballfrauen Ina Timmermann und Michelle Ulbrich engagieren sich aktiv im SPIELRAUM (Foto: Holzmann).

In Bremen werden deutschlandweite Tendenzen wie unter dem Brennglas sichtbar. Die Kinder- und Jugendarmutsquote ist in der Hansestadt auf 31 Prozent angestiegen. Es ist die höchste in Deutschland. Weder in der Freizeit, noch in der Schule bewegen sich Kinder ausreichend. In KiTas besteht ein dringender Bedarf an Fachpersonal im Bereich frühkindliche Bewegungserziehung, zwei Drittel des Sportunterrichts werden von fachfremdem Personal durchgeführt und noch immer haben Kinder mit Beeinträchtigung selten die Chance zur Teilhabe im organisierten Sport. Ähnliches gilt für Kinder mit Fluchterfahrung.

„Wir sind seit mehr als einem Jahrzehnt im Bremer Stadtgebiet sowie in Niedersachsen aktiv und haben uns ein starkes Netzwerk aufgebaut“, sagt Michael Arends, Team-Leitung Gesellschaftliches Engagement beim SV Werder. „Ohnehin sind wir mit offenen Angeboten auf Bolzplätzen aktiv, bieten in den KiTas und Grundschulen die Ballschule an, haben beispielsweise die Fair-Play Schulfußballiga ‚Community Champions League‘ für weiterführende Schulen ins Leben gerufen und geben Menschen mit Beeinträchtigungen wöchentlich die Chance, aktiv Sport zu treiben. All diese Programme gehen nun gebündelt unter dem Dach des SPIELRAUM-Konzepts auf.“

SPIELRAUM kurz erklärt:

Was ist das Ziel? Werder will möglichst vielen Kindern und Jugendlichen eine Sportbiografie ermöglichen, sie für den SVW und Sport begeistern und die Gesellschaft durch Sport positiv verändern. Ein Schlüssel dazu liegt im SPIELRAUM.

Was ist ein SPIELRAUM? SPIELRAUM bezeichnet einen Sozialraum. Um Kinder zu erreichen, braucht es die räumliche Nähe. Gemeinsam mit Netzwerkpartnern arbeitet Werder hier daran, Kindern und Jugendlichen den Zugang zum Sport zu ermöglichen. In jedem SPIELRAUM bilden KiTas, Grund- und weiterführende Schulen sowie soziale Träger und Sportvereine ein Netzwerk. Werder hat in Bremen und Niedersachsen insgesamt zwanzig SPIELRÄUME definiert.

Was passiert im SPIELRAUM? Hier haben Kinder und Jugendliche mit und ohne Beeinträchtigung und/oder Fluchterfahrung Zugang zum Sport, zum Beispiel durch wöchentliche Bewegungsangebote oder regelmäßige Events. 365 Tage im Jahr. Darüber hinaus bildet und qualifiziert Werder gemeinsam mit Netzwerkpartnern junge Menschen aus, um selbst Verantwortung zu übernehmen und neuen jungen Generationen das Sporttreiben zu ermöglichen. Involviert werden dabei auch Profi- und Nachwuchsspieler:innen des SVW, zum Beispiel Manuel Mbom und Eren Dinkci.

SPIELRAUM ist Teil der Initiative SPORT VERNETZT

Manuel Mbom spielt mit den Kindern in der KiTa Hastedt.
Botschafter von SPIELRAUM: Werder-Profi Manuel Mbom (Foto: Holzmann).

„In meiner Kindheit habe ich viel Zeit auf dem Bolzplatz um die Ecke verbracht und mit meinen Freunden gekickt“, sagt der gebürtige Bremer Dinkci. „SPIELRAUM bedeutet für mich Bolzplätze mit Leben zu füllen und Spaß am Kicken und Bewegung zu vermitteln. Mir war sofort klar, dass ich das unterstützen möchte.“ Michelle Ulbrich, Spielerin der 1. Frauen-Bundesligamannschaft der Grün-Weißen, ergänzt: „SPIELRAUM gibt mir die Möglichkeit, neben meiner Karriere als Profifußballerin, Kinder und Jugendliche in KiTas und Schulen wöchentlich in Bewegung zu bringen. Das erfüllt mich mit großer Freude und Stolz.“

Der SV Werder Bremen ist mit seinem SPIELRAUM Konzept Teil der von ALBA Berlin gegründeten Initiative SPORT VERNETZT, einer Allianz nationaler Sportvereine, die gemeinsam an einer systematischen und vernetzten Sportidee für Kinder und Jugendliche arbeiten, um die Sportlandschaft für vorhandene und kommende gesellschaftliche Herausforderungen zu rüsten und zukunftsfähig zu verändern. „Wir freuen uns, dass wir den SV Werder Bremen und das SPIELRAUM Konzept in unserer Initiative SPORT VERNETZT als starken Partner an der Seite haben, um gemeinsam Impulse für die Sportlandschaft der Zukunft zu setzen.“ sagt Henning Harnisch, Vizepräsident der ALBA Jugend und Projektleiter der Initiative. Der SV Werder Bremen setzt sich bereits seit 2002 für die Sport- und Bewegungsförderung sowie den Netzwerkaufbau in Bremen und Niedersachsen ein.

Erfahre noch mehr über SPIELRAUM!

Unter der Dachmarke „WERDER BEWEGT“ bündelt der SV Werder Bremen seine sozialen Aktivitäten in der Region. Im Rahmen des SPIELRAUM-Konzepts ist der SVW momentan in insgesamt 20 SPIELRÄUMEN aktiv. Daran beteiligt sind 20 KiTas, 50 Grundschulen, 45 weiterführenden Schulen und 8 aktivierte Bolzplätze. Zusammen mit neun sogenannten SPIELRAUM Partnervereinen bewegt der SVW dabei ca. 3000 Kinder & Jugendliche wöchentlich. SPIELRAUM orientiert sich dabei an der Grassroots Idee, deren Kerngedanke es ist, Sport für jeden Menschen, unabhängig seiner individuellen Fähigkeiten und Herkunft und der vorhandenen Infrastruktur, zugänglich und erlebbar zu machen. 2020 wurde der SV Werder Bremen in diesem Rahmen von der UEFA mit dem Grassroots Award in der Kategorie „Best Professional Football Club 2020“ ausgezeichnet.

Die CSR-Arbeit des SV Werder Bremen wird mit Unterstützung unserer CSR-Partner umgesetzt. Seit Jahren fördern sie die Projekte und Programme von WERDER BEWEGT-LEBENSLANG und leisten so einen wertvollen Beitrag zur Umsetzung des sozialen und gesellschaftlichen Engagements der Grün-Weißen. Informationen zu unseren Sponsoren finden Sie hier.

 

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