"Das Kribbeln ist immer noch da"

Michael Zetterer über seinen Weg zum Pflichtspieldebüt

Michael Zetterer im Mediengespräch.
Michael Zetterer stand erstmals nach sechseinhalb Jahren für den SVW auf dem Feld (Foto: nordphoto).
Profis
Mittwoch, 28.07.2021 / 14:18 Uhr

Von Anne Gossner

Michael Zetterer feierte am Samstag gegen Hannover 96 nach sechseinhalb Jahren sein Pflichtspieldebüt für die Grün-Weißen. Nach dem Schlusspfiff waren die Emotionen des Werder-Keepers deutlich spürbar und auch wenige Tage nach dem Auftaktspiel, hat sich an diesen Gefühlen nicht viel geändert: "Das Kribbeln hat immer noch nicht ganz nachgelassen. Das war ein sehr schönes Gefühl und die Vorfreude auf das nächste Spiel ist riesig. Diese ganze Situation ist sehr besonders für mich", so der Keeper im Mediengespräch am Mittwoch (zum Video).

Der 26-Jährige spricht außerdem über seinen langen Weg zum Pflichtspieldebüt, die Konkurrenzsituation im Werder-Tor und die kommende Spielzeit in der Zweiten Liga. 

Verletzungspech, aber ein starker Wille

Zetterer: "Der Wille in mir hat das geschafft (Foto: nordphoto).

Durch den verletzungsbedingten Ausfall von Jiri Pavlenka, der nach wie vor mit Rückenproblemen zu kämpfen hat, rückte letzte Woche plötzlich Michael Zetterer in den Fokus. Vor seinen Leihen an den niederländischen Klub PEC Zwolle und SK Austria Klagenfurt hatte sich der 26-Jährige gleich zweimal schwere Verletzungen an der Hand zugezogen und war lange ausgefallen. Zum Saison-Auftakt der Grün-Weißen konnte er sich mit einem Einsatz letztendlich einen lang ersehnten Wunsch erfüllen. "Das war insgesamt ein sehr langer Weg, länger als ich gedacht hatte. Nach dem ganzen Verletzungspech macht man sich dann schon Gedanken, ob das alles nochmal was wird. Aber ich wollte den Weg trotzdem gehen. Und auch wenn es eine schwere Zeit war, der Wille in mir hat das geschafft."

In der Vorbereitung auf die neue Zweitliga-Saison hat es Zetterer geschafft, sich gegenüber Torwartkollege Stefanos Kapino durchzusetzen. Wie lange er weiterhin im Tor der Grün-Weißen stehen wird, ist aufgrund der Verletzung von Jiri Pavlenka nicht absehbar. Angst vor einem Konkurrenzkampf hat der 26-Jährige dabei aber nicht: "Das nötige Selbstbewusstsein habe ich auf jeden Fall. Ich versuche so viele Argumente für mich aufzustellen, wie ich kann und die nötige Leistung zu bringen. Am Ende bleibt es eine Trainerentscheidung."

"Ich bin froh, Teil des Neubeginns zu sein!"

Michael Zetterer im Spiel gegen Hannover 96.
Hielt mit vielen Paraden den Ausgleich gegen H96 fest: Michael Zetterer (Foto: nordphoto).

Bereits am kommenden Samstag geht es um 20.30 Uhr (live auf SPORT1, Sky und im betway Live-Ticker auf WERDER.DE) gegen Fortuna Düsseldorf. Sollte bis dahin nichts Unvorhergesehenes mehr passieren, wird der 26-Jährige auch in diesem Spiel wieder auf dem Platz stehen. "Für uns alle ist klar, dass wir wieder in die 1. Liga wollen und Werder gehört da auch ganz klar hin. Aber wir sind in einem Prozess und müssen die weiteren Entwicklungen im Verein abwarten. Ich kann nur betonen, dass ich froh bin, ein Teil des Neubeginns zu sein."

Abschließend betont der gebürtige Münchner, dass er auf seiner Reise mit vielen Verletzungen immer auf seine Familie zählen konnte. Wer das Trikot nach seinem ersten Pflichspiel-Einsatz bekommt, ist demnach im Hause Zetterer längst vereinbart. "Meine Eltern waren am Samstag auch im Stadion und ich habe mit meinem Papa schon lange ausgemacht, dass er das Trikot bekommt. Es wird sicher einen besonderen Platz bei meinen Eltern finden", lacht Zetterer.

 

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