"Minimierung von Wahrscheinlichkeiten"

Dr. Hellermann über die Isolierung der Nationalspieler und das erweiterte Hygienekonzept

Teamarzt Dr. Daniel Hellermann auf dem Weg zur Arbeit.
Dr. Daniel Hellermann ist Hygieneverantwortlicher des SV Werder (Foto: nordphoto).
Profis
Mittwoch, 31.03.2021 / 19:05 Uhr

Ihre neue Heimat am Osterdeich ist die Gästekabine – zumindest vorübergehend. Werders Nationalspieler, die in diesen Tagen nach Bremen zurückkehren, werden für alles, was nicht unter freiem Himmel stattfindet, vom Rest des Teams separiert. „Wir versuchen mit dieser Maßnahme, die von uns kommt und mit dem Bremer Gesundheitsamt abgestimmt ist, die Wahrscheinlichkeit infektiöser Kontakte weiter zu minimieren und infizierte Spieler zu erkennen, ehe sie indoor Kontakt zur Mannschaft haben“, erklärt Dr. Daniel Hellermann, Mannschaftsarzt und Hygienebeauftragter des SV Werder.

Nach den Länderspielreisen könne es Corona-Fälle geben. Das habe die Vergangenheit mit Blick auf andere Vereine gezeigt. Durch diese Maßnahme würden diese schneller herausgefiltert. In der Gästekabine kümmert sich daher eine Physiotherapeutin um die Nationalspieler, die ebenfalls vom restlichen Team autark agiert. Neben einem PCR-Test werden auch für Sargent, Schmid und Co. tägliche Schnelltests durchgeführt. Sie geben zumindest Aufschluss über die Infektiosität am Testtag. Auf dem Platz dürfen die Rückkehrer gemeinsam mit der Mannschaft trainieren, hier ist eine Infektionsgefahr bei Weitem nicht so gegeben wie in geschlossenen Räumen, verdeutlicht Hellermann im Gespräch mit Medienvertretern.

Transparente Zusammenarbeit, detaillierte Absprachen

Dr. Daniel Hellermann behandelt Ömer Toprak.
Teamarzt und Hygieneverantwortlicher: Dr. Daniel Hellermann (Foto: nordphoto).

Bis zur Abreise am Samstag in Richtung Stuttgart bleibt die Teilung des Teams aufrechterhalten, die zurückgekehrten Nationalspieler in Quasi-Quarantäne. Eine hundertprozentige Sicherheit bietet aber auch dieses Vorgehen nicht, betont der Hygieneverantwortliche. „Alle Maßnahmen sind als Minimierung von Wahrscheinlichkeiten zu verstehen. Es sind Bemühungen, ein eventuelles Infektionsgeschehen klein zu halten“, erklärt Hellermann, der seit Monaten in enger Abstimmung mit dem Bremer Gesundheitsamt ist.

Vertreter des Amtes waren zu Beginn der Pandemie ins Stadion eingeladen. Sie haben die Räumlichkeiten wie Kabinentrakt oder Kraftraum genau inspiziert. Hellermann: „Es wurde sehr transparent kommuniziert und detailliert besprochen, wo Masken zu tragen sind. Der Kontakt ist sehr gut und wir haben immer einen Ansprechpartner.“

"Alles was möglich ist, versuchen wir umzusetzen."

Marco Friedl und Maximilian Eggestein stehen auf dem Platz.
Die FFP2-Maske gehört für die Werderaner zum ständigen Begleiter (Foto: nordphoto).

Mit dem 01. April greift auch für den SV Werder das erweiterte Hygienekonzept der DFL. Im Wesentlichen werden demnach bei hohem Pandemielevel an jedem Tag mit Trainings- oder Reisetätigkeit alle Spieler sowie der gesamte Staff mit Antigen-Schnelltest auf eine Infektion überprüft. Die Grün-Weißen haben damit bereits am Mittwoch begonnen. Ein Team von fünf medizinisch vorerfahrenen Mitarbeiter:innen führen die Tests durch.

Für Hellermann sind vor allem zwei Faktoren entscheidend dafür, dass der SV Werder Bremen mit bislang einem positiven Corona-Testergebnis vergleichsweise gut durch die einjährige Pandemie gekommen ist: eine hohe Disziplin und eine breit angelegte Teststrategie, die auch Personen rund um die vorgeschriebene Testgruppe wie Busfahrer oder Koch umfasst. „Wir sind gut aufgestellt im Verein und haben es geschafft, alle dafür zu sensibilisieren, was neben gesundheitlichen Aspekten alles daran hängt, dass die Maßnahmen umgesetzt werden. Alle sind mit FFP2-Masken ausgestattet und tragen diese konsequent“, resümiert Dr. Hellermann. „Alles was möglich ist, versuchen wir umzusetzen.“

 

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