Mit Emotionalität in die letzte Chance

Der Vorbericht zum Köln-Spiel
Ein Heimsieg ist die einzige verbleibende Chance auf den Ligaverbleib für Leonardo Bittencourt und seine Teamkollegen (Foto: nordphoto).
Vorbericht
Freitag, 26.06.2020 / 13:28 Uhr

Von Mirko Vopalensky

Der SV Werder braucht zwingend einen Sieg, wenn am Samstag, 27.06.2020, um 15.30 Uhr (live bei Sky, im Werder Live-Radio und ab 14.30 Uhr im betway Live-Ticker auf WERDER.DE) der 1. FC Köln im wohninvest WESERSTADION zu Gast ist. Mit einem Heimerfolg am 34. Spieltag könnten sich die Grün-Weißen auf den Relegationsplatz vorschieben und somit die Chance auf den Klassenerhalt in der Bundesliga wahren. Eine Chance, die der SVW unbedingt nutzen will, wenngleich der SVW auf Hilfe aus Berlin angewiesen ist: "Es gibt nichts Wichtigeres als dieses Spiel. Die Mannschaft ist hochmotiviert", blickt Werder-Trainer Florian Kohfeldt entschlossen auf den Samstag.

Das Personal: Die Fragezeichen hinter dem Einsatz von Theodor Gebre Selassie und Milos Veljkovic können wegradiert werden. Die zuletzt angeschlagenen Spieler werden gegen den FC voraussichtlich auflaufen können. Mit Kevin Vogt und Ömer Toprak stehen am Samstag zudem zwei Rückkehrer im Kader (zur Extrameldung). Dies trifft allerdings nicht auf Sebastian Langkamp zu, der mit einer Oberschenkelzerrung ausfällt. Offen ist hingegen weiterhin der Einsatz von Milot Rashica. Es gilt, das Abschlusstraining am Freitag abzuwarten.

Die Balance finden

Florian Kohfeldt setzt auf die Emotionalität (Foto: nordphoto).

Der Cheftrainer zum Spiel: Der SV Werder ist in dieser Partie mehr denn je auf Tore angewiesen. Gewiss ist jedoch auch, dass sich die Kölner Mannschaft von Trainer Markus Gisdol "nicht überrollen lassen" wird. Es gilt also, das gesunde Mittelmaß zu finden, das den Weg zum Erfolg ebnet. "Wir werden das Spiel mit einer Balance angehen", sagt Florian Kohfeldt. Besonderen Wert legt er in der Spielvorbereitung auf den Aspekt der Emotionalität: "Wir werden vor dem Spiel Emotionalität schüren und einheizen. Wir müssen diese Emotion, die in uns ist, auf den Platz transportieren", sagt der 37-Jährige und betont: "Messer zwischen die Zähne und raus da! Wir werden zum letzten Moment kämpfen." Dabei sei die angesprochene Emotionalität nicht mit Druck zu verwechseln. Diesen möchte Kohfeldt nicht zusätzlich erhöhen, schließlich gelte es für die Mannschaft trotz der angespannten Situation darum, Fußball zu spielen.

Das letzte Duell: Es war für die grün-weißen Anhänger wahrlich kein verfrühtes Weihnachtsgeschenk; das Hinspiel zwischen dem SVW und dem FC. Ganz im Gegenteil: Werder verabschiedete sich am 21. Dezember mit einer 0:1-Niederlage im RheinEnergieSTADION in die Winterpause (zum Spielbericht). Jhon Cordoba sorgte bereits in der ersten Halbzeit für das Tor des Tages. Werder wehrte sich mit aller Macht in Form einer großen Schlussoffensive gegen den Misserfolg und durfte auch kurzzeitig den Ausgleich durch Yuya Osako bejubeln - bis dieser aufgrund einer knappen Abseitsstellung aberkannt wurde.

"Nicht aussichtslos"

Die letzte Chance nutzen - das Ziel für Maximilian Eggestein und den SVW (Foto: nordphoto).

Es bleibt festzuhalten: Der SV Werder Bremen hat es am letzten Spieltag der Saison 2019/20 nicht selbst in der Hand, den ersten Bundesliga-Abstieg seit 40 Jahren zu verhindern. Denn wenn Konkurrent Fortuna Düsseldorf sein Auswärtsspiel beim 1. FC Union Berlin gewinnt, verpufft ein möglicher Bremer Heimsieg. Es muss also auf Schützenhilfe der "Eisernen" gehofft werden, um die zwei Punkte Rückstand aufholen zu können. Doch die Mannschaft vom Osterdeich hat eben diese reelle Chance, sich an Fortuna Düsseldorf vorbei und auf den Relegationsrang vorzuschieben. Und die soll genutzt werden: "Es ist nicht aussichtslos. Wir müssen zwei Punkte und gegebenenfalls vier Tore aufholen. Dementsprechend sind wir hochmotiviert", hält Trainer Florian Kohfeldt fest.

Keine Verabschiedungen: "Wir haben uns entschieden, am Samstag keine Spieler zu verabschieden. Wir wissen nicht, ob es das definitiv letzte Saisonspiel für uns ist und wollen das in einem würdigen Rahmen vornehmen. Ein leeres Stadion ist nicht der optimale Ort, um verdiente Spieler zu verabschieden", äußerte sich Frank Baumann, Werders Geschäftsführer Fußball. Der prominenteste Abgang ist sicherlich Claudio Pizarro, der ohnehin in Form eines Abschiedsspiels im wohninvest WESERSTADION einen würdigen Abschied erhalten wird.

Der Schiedsrichter: Die Ansetzung des Schiedsrichtergespanns gibt der Deutsche Fußball-Bund (DFB) aufgrund der aktuellen Situation erst am Spieltag nach einer negativen Corona-Testung der Unparteiischen vom Vortag bekannt.

Alles zum Spiel: Wie immer ganz nah dran! Ab 14.30 Uhr berichtet WERDER.DE mit dem betway Live-Ticker von der Bundesliga-Partie. Zusätzlich können die kompletten 90 Minuten im neuen Werder Live-Radio (#WERDERfm, ab 15.20 Uhr auf Sendung) verfolgt werden. Sky zeigt das Spiel des SVW live als Einzelspiel und in der Konferenz. Zudem können alle Abonennten von WERDER.TV die Partie unmittelbar nach Spielende im re-live sowie ebenfalls kurz nach Abpfiff die Highlights der Begegnung sehen. Jetzt Abonnent werden!

 
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