Alles abgefordert, alles abgeliefert

Die Stimmen zum Sieg beim 1. FC Union Berlin
Florian Kohfeldt freut sich nach hundert Minuten Leidenschaft über den Sieg (Foto: nordphoto).
Profis
Samstag, 14.09.2019 / 18:44 Uhr

Yannik Cischinsky, Christoph Pieper und Lukas Kober

90 Minuten voller Adrenalin, voller hitziger Diskussionen, Intensität, Leidenschaft und Kampf. Der 2:1-Auswärtssieg des SV Werder beim 1. FC Union Berlin hatte alles zu bieten, worüber Fans beider Teams vermutlich noch ein paar Tage lang diskutieren werden. „Ich war selten so stolz auf meine Mannschaft, wie heute“, sagte Florian Kohfeldt nach der dramatisch spannenden Partie (zum Spielbericht). WERDER.DE fasst die Reaktionen auf den „heißen Tanz an der Alten Försterei“ zusammen.

Zum Spielverlauf:

Davy Klaassen: „Es war sehr hart, viel zu verteidigen, viel zu ackern. Das war ein Sieg von sehr großer Bedeutung. Es war ein wichtiges Spiel, ein wichtiger Sieg, weil wir in einen Schwung kommen wollen nach den beiden Auftaktniederlagen. Es war ein emotionales, verrücktes Spiel. Wir haben gezeigt, dass wir kämpfen können, auch wenn heute nicht immer alles gut war.“

Nuri Sahin: „Ich habe es heute in der Kabine gesagt: Es gibt keine Ausreden, das wäre sonst peinlich. Wir haben uns gesagt, dass wir nur auf uns schauen. Jeder hat sich gegen einen Gegner, der wenig Fußball spielt, reingehauen. Deshalb bin ich stolz auf die Mannschaft und die Jungs.“

Theodor Gebre Selassie: „Es war so schwer heute. Wir mussten heute wirklich alles abliefern, aber jetzt geht es uns gut.“

Florian Kohfeldt: „Wir haben heute mit einigen Spielern gespielt, die auf anderen Positionen zum Einsatz kamen, neu bei uns sind, die das erste Mal Bundesliga gespielt haben oder zum ersten Mal in der Startelf standen. Mit welcher Aufopferungsbereitschaft, Cleverness und Mentalität wir diesen Sieg geholt haben, nötigt mir größten Respekt ab. Wir sind mit allem was wir haben gegen die Widrigkeiten angegangen. Wir haben nicht unverdient gewonnen und waren immer noch die bessere Mannschaft.“

Frank Baumann: „Ich möchte ein Riesenkompliment an die Mannschaft aussprechen. Ich bin sehr stolz. Diese Leistung kann man nicht hoch genug bewerten. Auch heute hatten wir gegen diverse Widerstände zu kämpfen. Wir haben relativ wenige, klare Chancen zugelassen und insgesamt gut verteidigt. Dadurch ist es uns auch gelungen, in einigen Situationen den Druck rauszunehmen.“

Zur Atmosphäre im Stadion:

Pure Freude: Florian Kohfeldt herzt Leonardo Bittencourt (Foto: nordphoto).

Davy Klaassen: „Es ist ein schönes Stadion, aber viele von uns haben schon Extremeres gespielt. Für die Fans ist es schön, es war ein spannendes Spiel, dass alles geboten hat, aber wir kommen nicht zum Genießen, sondern gewinnen. Das ist uns gelungen.“

Niclas Füllkrug: „Es ist einfach sehr laut, weil sich alles auf engem Raum abspielt und alle mitpfeifen, wie bei den Elfmetern. Davon darf man sich nicht anstecken lassen, weder ich mich, noch als Schiedsrichter. Es war trotzdem ein geiles Spiel.“

Leonardo Bittencourt: „Wenn du gewinnst, macht das Spaß. Vor allem, wenn sich die Mannschaft in jeden Zweikampf reinwirft. Es ging heute um die Frage, wie gehen wir mit der Atmosphäre um? Wie gehen wir mit dem Gegner um? Ich bin extrem stolz, dass wir die Punkte heute mitnehmen.“

Christian Groß: „Wir wussten, dass es ein hitziges Spiel mit vielen Emotionen wird. Wir haben alles reingeschmissen, nur so konnten wir gewinnen.“

Florian Kohfeldt: „Es war ein tolles Erlebnis hier zu spielen, die Fans, das Stadion und die Atmosphäre angeht. Das ist purer Fußball. Ich freue mich schon darauf, hier nächstes Jahr zu spielen.“

Frank Baumann: „Der Schiedsrichter hatte nicht seinen allerbesten Tag. Beide Seiten werden sagen, dass es Situationen gab, die man diskutieren kann. Er hat jedenfalls nicht dazu beigetragen, dass es ruhiger wird.“

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Zu den Werder-Elfmetern:

Davy Klaassen: „Ich meine es war ein Elfmeter. Ich habe die Berührung gespürt, also bin ich gefallen. Vielleicht hat er die Hände weggezogen, das kann ich nicht beurteilen, weil ich das TV-Bild noch nicht gesehen habe, aber vielleicht zieht er sie auch zu spät weg. Ich habe beide geschossen, weil ich der erste Elfmeterschütze bin. Ich finde, der zweite Elfer war auch nicht schlecht, leider war er schon früh in der Ecke. Zum Glück hat ‚Fülle‘ meinen Fehlschuss wettgemacht.“

Niclas Füllkrug: „Als Stürmer möchtest du immer treffen. Außerdem ist es schwer, zwei Elfmeter in einem Spiel zu schießen. Da musst du neue Gedanken haben. Deshalb habe ich mich angeboten, aber war sich sicher, also hat er geschossen.“

Florian Kohfeldt: "Niclas weiß, dass Davy erster Schütze ist, aber er ist einfach ein geiler Typ, der hungrig auf Tore ist. Deshalb wollte er schießen."

Zum kommenden Duell mit Leipzig:

Es war ein hartes Stück Arbeit: Marco Friedl im Duell mit Unions Becker (Foto: nordphoto).

Davy Klaassen: „Wir sind nicht ängstlich vor Leipzig. Wir wollen den Heimsieg.“

Niclas Füllkrug: „Natürlich freuen wir uns über jeden, der bis dahin zurückkommt. Wir hoffen, dass wir gegen Leipzig zwei, drei Spieler mehr sind. Aber das ist die Stunde für die, die sonst nicht so im Rampenlicht stehen.“

Florian Kohfeldt: "Es ist natürlich extrem bitter, dass durch die Gelb-Rote jetzt auch noch Nuri ausfällt."

 

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