Bitter und tragisch - Füllkrug fehlt

Florian Kohfeldt bedauert den "traurigen" Ausfall von Niclas Füllkrug (Foto: nordphoto).
Profis
Sonntag, 22.09.2019 / 09:00 Uhr

Von Yannik Cischinsky

Der Schreck war den Teamkollegen auch am Tag danach noch anzumerken. „Das war schon ein Schock für uns und gerade für Niclas extrem bitter“, sagte Philipp Bargfrede nach dem Spiel gegen Leipzig. Schon auf dem Trainingsplatz war allen klar, das ist eine ernsthafte Verletzung. Am Abend stand die Diagnose: Kreuzbandriss (siehe Extrameldung). „Wir haben es abends erfahren und waren geschockt“, blickte Michael Lang zurück. „Das ist sehr traurig für ihn und er wird uns auf jeden Fall fehlen.“

Für Cheftrainer Florian Kohfeldt und sein Trainerteam war es nach den diversen Verletzungen der vergangenen Monate der nächste harte Schlag, den es zu verarbeiten gilt. „Es tut mir so leid für ihn: Als Niclas da lag, habe ich eine halbe Stunde gebraucht, um mich zu beruhigen“, erklärte Florian Kohfeldt, der sich noch genau an die Gespräche mit dem Stürmer erinnert, bevor dieser zum SVW wechselte. „Ich weiß noch genau, wie wir damals bei ihm in der Küche saßen. Er wollte alles dafür tun, um hier anzugreifen. Ich kenne ihn schon so lange, in so einem Moment versuchst du ihn zu trösten, aber der Junge ist erst mal sechs bis acht Monate nicht bei uns. Das ist für mich auch eine persönliche Tragik.“

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Genau aus diesem Grund wollten die Grün-Weißen auch für ihn am Samstag die drei Punkte holen. „Wir wollten eine Trotzreaktion zeigen und mit der ‚Jetzt-erst-recht-Mentalität‘ siegen. Leider konnten wir keinen Sieg für ihn holen“, erklärte ‚Comebacker‘ Bargfrede, der selbst mehrere schwere Knieverletzungen auskurieren musste. Es misslang (zum Spielbericht).

Mit Maximilian Eggestein und Philipp Bargfrede kehrten zwar zwei Verletzte auf den Platz zurück, auch Milot Rashica stand wieder im Aufgebot, und dennoch: Niclas Füllkrugs schwere Verletzung war nur der jüngste herbe Schlag in der mehrmonatigen Verletzenmisere. „Das Bittere ist, dass es immer etwas anderes ist. Ich würde gerne sagen, jetzt ist es vorbei“, so Kohfeldt.

Die schwerwiegenden Ausfälle gilt es als Team aufzufangen. Wie in den letzten Wochen war auch nach dem 0:3 gegen Leipzig zu spüren, dass sich keiner hinter den Ausfällen versteckt. Vielmehr wächst das Team noch enger zusammen, geht gestärkt aus der Situation hervor und junge Spieler wie Benjamin Goller nutzen die Chance, um mit guten Leistungen auf sich aufmerksam zu machen. „Ich fühle mich überhaupt nicht frustriert, weil uns nach wie vor eine gute Mannschaft zur Verfügung steht. Wir werden nicht verzagen und weitermachen“, so Kohfeldt.

 

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