Spaßvogel mit Ambitionen

Kevin Möhwald im Facebook-Livechat mit den Fans
Wie immer ein gut gelaunter Gesprächspartner: Kevin Möhwald im Facebook-Livechat (Foto: WERDER.DE).
Profis
Samstag, 06.07.2019 / 18:52 Uhr

Notiert von Lukas Kober

Es ist Trainingslager-Tag drei und Werder-Mittelfeldmann Kevin Möhwald hat schon schwere Beine, wie er unumwunden zugibt. Glücklicherweise hat er nicht nur genug Kraft für die zwei täglichen Trainingseinheiten im Zillertal, sondern schlurft auch noch ein paar Stufen hinab, in eine ruhige Ecke des Mannschaftshotels, um sich einen Laptop zu schnappen und sich im Facebook-Livechat mit den Werde-Fans auszutauschen. Was Spaßvogel "Möh", wie er von seinen Teamkollegen genannt wird, so zu erzählen hatte, fasst WERDER.DE für euch zusammen:

Kevin Möhwald über ...

... das neue Trikot: Bisher habe ich nur das grüne und das weiße Trikot gesehen. Beide sind meiner Meinung nach sehr schön. Ich finde durch das schlichte Design ist die Optik sehr edel. Ich freue mich schon auf das dritte Trikot.

... sein Gefühl beim SV Werder: Ich fühle mich sehr wohl in Bremen. Das war direkt vom ersten Tag an so. Der Verein und das ganze Umfeld sind sehr familiär und die Mannschaft hat es mir total einfach gemacht, hier anzukommen. Auch als ich verletzt war, hatte ich stetig Kontakt zu den Kollegen, obwohl ich neu war. Das zeigt einem Spieler, dass er direkt anerkannt wird, das man sich dann wohlfühlen kann.

Kevin Möhwald und Nuri Sahin sind auch neben dem Platz gut befreundet (Foto: nordphoto).

... seinen besten Kumpel in der Mannschaft: Ich verstehe mich wirklich mit allen gut. In der Freizeit mache ich viel mit Nuri Sahin, Davy Klaassen und Sebastian Langkamp. Aber wie gesagt, ich verstehe mich mit allen gut. Wir haben einfach eine sehr gute Mannschaft, mit vielen Charakteren. Da macht es Spaß, zum Training zu kommen und mit den Jungs auf dem Platz zu stehen.

... seinen Spitznamen: Mein Spitzname in der Mannschaft ist "Möh". Ich glaube, das passt am besten. Alle anderen kann man streichen.

.... seinen Zimmerkollegen: Ich bin mit Marco Friedl auf einem Zimmer, wenn er denn mal da ist. Das ist ein Typ, mit dem ich gerne auf dem Zimmer bin. Ich bin froh, wenn er aus dem Urlaub wieder da ist und sich endlich wieder dazu entschließt, Fußball zu spielen (schmunzelt).

... sein persönliches Ziel für die kommende Saison: Mein persönliches Ziel bei Werder ist, noch mehr Einsatzzeit zu bekommen. Ich glaube, dass ich einen schwierigen Start hier hatte, ein paar Spiele nicht im Kader stand. Das war ich so nicht gewohnt - da bin ich ganz ehrlich. Irgendwann konnte ich dann den richtigen Weg finden, weil ich immer Gas gegeben und an mich geglaubt habe.

... seine Position: Ich fühle mich im Zentrum am Wohlsten und glaube, dass meine Fähigkeiten am besten auf der Acht aufgehoben sind. Ich glaube, dass ich gerade in der Defensivarbeit noch viel Entwicklungspotential habe.

Die grün-weiße Nummer sechs jubelt über seinen ersten Treffer für den SVW (Foto: nordphoto).

... sein schönstes Werder-Erlebins: Das ist mein erstes Bundesliga-Tor gewesen - beim Heimspiel gegen Düsseldorf, als ich erstmals von Beginn an ran durfte. Da war ich natürlich ein bisschen nervös. Spätestens mit dem Tor ist die Nervosität dann abgefallen. Zusammen mit dem ersten Bundesliga-Einsatz in Augsburg war das schon das schönste Erlebnis. Der Pokalsieg in Dortmund, der Einzug ins Viertelfinale, das war ebenfalls besonders. Es gab einige gute Momente.

... seine Vorfreude auf die Bundesliga-Kontrahenten: Ich freue mich auf alle Gegner. Gerade auf die Heimspiele freue ich mich. Das war im letzten Jahr, alle zwei Wochen, ein absolutes Fest. Die Stimmung zuhause ist unglaublich. Da habe ich schon wieder Bock drauf, diese überragende Stimmung zu genießen. Wer am Ende kommt, ist mir egal.

... seine persönlichen Erwartungen: Das wir daran anknüpfen, wo wir aufgehört haben und uns noch weiterentwickeln. Deswegen geben wir jetzt im Zillertal so viel Gas, um die Grundlagen zu verinnerlichen. Letztes Jahr haben wir eine gute Basis gelegt, leider ohne das große Ziel zu erreichen. Wir hoffen, dass wir unsere Ziele, die wir uns in diesem Jahr stecken, erreichen können.

... die erste Runde des DFB-Pokals: Ich glaube, das ist ein gutes Los für uns - vor allem, dass wir zuhause spielen können. Das ist für uns quasi wie ein Heimspiel. Es ist Pflicht für uns, in die zweite Runde einzuziehen. Da brauchen wir nicht weiter darüber reden.

Florian Kohfeldt wurde in der vergangenen Saison zum "Trainer des Jahres" gekürt (Foto: nordphoto).

... Florian Kohfeldts Art, zu coachen: Sehr gut! Er ist immer aktiv. Er gibt einem Lösungen oder Hilfen mit an die Hand. Ich finde es sehr gut, wenn man einen Trainer hat, der draußen an der Linie aktiv coacht. Damit bleibt man selbst auch aktiv im Spiel. Er hat einfach eine angenehme Art im Umgang mit den Spielern. Das passt sehr gut, wie man letztes Jahr schon gesehen hat.

... Niclas Füllkrug: Mit 'Lücke' habe ich schon in Nürnberg und bei der U 20-Nationalmannschaft zusammengespielt. Wir haben uns immer gut verstanden. Er ist ein guter Typ und ein sehr guter Spieler. Wir hoffen natürlich, dass er verletzungsfrei bleibt und dass er seine Qualitäten einbringen kann. Ich glaube, dass er dann einen Mehrwert für uns haben wird.

... den größten Spaßvogel in der Mannschaft: 'Herr Kapino' ist da weit vorne dabei. Das Schöne ist, er kann auch noch sehr sehr gut halten. Das ist ein guter Mix.

... seinen Lieblingsspieler: Für mich gibt es einen Spieler, der alle anderen auf der Welt überragt und das ist Lionel Messi. Cristiano Ronaldo ist natürlich auch sehr gut, aber vom Spielstil her finde ich Lionel doch noch ein bisschen besser. Das sind lediglich Nuancen.

... seine Heimat: Erfurt ist meine Heimatstadt, da lebt meine Familie. An freien Tagen genieße ich zwar auch mal die Zeit in Bremen, aber wenn es die Zeit zulässt, fahre ich gerne nach Erfurt.

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