An den Weg glauben

Davy Klaassen in der Mixed-Zone
Davy Klaassen will mit Werder endlich wieder einen Dreier holen (Foto: nordphoto).
Profis
Dienstag, 19.11.2019 / 14:57 Uhr

Von Philipp Burde

Die Situation des SV Werder Bremen ist seit Wochen nahezu unverändert. Das Team von Cheftrainer Florian Kohfeldt weiß auf dem Platz phasenweise zu überzeugen, belohnt sich aber nicht für die harte Arbeit und muss umso öfter mit einem oder gar keinem Punkt leben. Ein leidiges Thema für Davy Klaassen & Co. Der Kapitän betonte bei der Mixed-Zone am Dienstagnachmittag einmal mehr die Wichtigkeit der „Kleinigkeiten“ im Werder-Spiel und legte zum wiederholten Mal den Finger in die Wunde von sieben sieglosen Spielen in Serie.

Hinter den Werderanern liegt ein freies Wochenende, an dem sie Kraft für die kommenden Aufgaben sammeln konnten. Es war die letzte Länderspielpause für dieses Jahr. Trotz des ausgesprochenen Reiseverbots von Florian Kohfeldt antwortete Davy Klaassen auf Nachfrage trocken: „Ich war in Dubai.“ Erst Sekunden später löste der 26-jährige Holländer lachend seinen Scherz auf. Trotz der angespannten Situation bleibt Klaassen gelassen. Er sieht dem Endspurt vor der Winterpause optimistisch entgegen - genau wie seine Mannschaft: „Die Atmosphäre ist immer noch gut, dass ist eigentlich unsere Stärke.“

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Eben auch, weil allen klar ist: Es sind nur „Kleinigkeiten“, die über Wohl oder Weh entscheiden. Egal ob Standardschwäche oder individuelle Fehler - alles ist Teil eines Lernprozesses, der das Team am Ende „hoffentlich besser macht“, so Klaassen. Es sei wichtig, die Fehler anzusprechen, aber auch die Mitspieler zu unterstützen. Auch Klaassen nimmt sich nicht außen vor: „Ich erwarte von mir und den anderen, dass wir diese Kleinigkeiten korrigieren. Ich denke, dass wir dann sehr viel erreichen können.“

Wenn das in den kommenden Wochen gelingt, sieht er Werder weiterhin auf dem richtigen Weg. „Wir kreieren pro Spiel fünf bis zehn Chancen, dass muss eigentlich für einen Sieg reichen. Wir verlieren den Glauben nicht und stehen alle hinter unserem Plan.“

Neu planen muss der Werder-Anführer eventuell bald bei den Elfmeter-Situationen. Nach zwei verschossenen Strafstößen in dieser Spielzeit legt sich beim nächsten Foul im gegnerischen 'Sechzehner' möglicherweise ein anderer Schütze den Ball zurecht. Konkret äußern wollte sich Klaassen aber nicht: „Vielleicht schießt nächstes Mal ein anderer. Hauptsache er ist drin.“ Es sind eben auch diese kleinen Dinge, die über einen Sieg am Samstag, 15.30 Uhr (ab 14.30 Uhr im betway Live-Ticker auf WERDER.DE) gegen Schalke entscheiden können. 

 

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