Antrag des SV Werder bei DFL-Vollversammlung abgelehnt

Dr. Hess-Grunewald: "Werden hundertprozentige Weitergabe nicht akzeptieren"
Der SV Werder war mit dem Antrag bei der DFL nicht erfolgreich (Foto: DFL).
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Dienstag, 03.12.2019 / 14:04 Uhr

Der Antrag des SV Werder Bremen auf eine angemessene Teilung der sogenannten „Polizeikosten“, die durch die Gebührenbescheide des Bundeslandes Bremen entstehen, wurde am Dienstagmittag auf der Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball-Liga (DFL) abgelehnt. 32 der 34 anwesenden Klubvertreter stimmten bei einer Dafür-Stimme und einer Enthaltung gegen den Antrag der Grün-Weißen, der VfL Osnabrück und Hannover 96 nahmen nicht teil.

Klaus Filbry, Werders Vorsitzender der Geschäftsführung, betonte nach der Abstimmung in Frankfurt: „Der Ausgang der Abstimmung war absehbar. Jetzt sind wir auf die nächsten Schritte der DFL gespannt, wie der finanzielle Transfer vollzogen werden soll. Um die Interessen von Werder zu vertreten wird uns wohl nichts anderes übrig bleiben, als den Rechtsweg zu beschreiten. Wir hätten diese Situation gerne vermieden. Aber wir müssen alles dafür tun, dass der Schaden, den das Land Bremen uns aufbürdet, so gering wie möglich ausfällt.“

Werder-Präsident und Geschäftsführer Dr. Hubertus Hess-Grunewald, der gemeinsam mit Filbry an der Vollversammlung teilgenommen hat, erklärte nach der Abstimmung: „Wir haben heute gegenüber Werder Bremen von dem Solidarprinzip, das viele Klubs in den letzten Monaten immer wieder gepredigt haben, nicht viel gesehen“, so Dr. Hess-Grunewald. „Dennoch war es uns wichtig, unsere Standpunkte und unsere Sorgen hinsichtlich der Auswirkungen einer so einseitigen Belastung eines Klubs nochmal deutlich zu machen. Wir können und werden eine hundertprozentige Weitergabe der Kosten nicht akzeptieren. Der faire Wettbewerb bekommt hier einige Kratzer, außerdem wird die Entscheidung negative Auswirkungen auf das Binnenverhältnis der Klubs in der Bundesliga haben.“

 

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