"Unvergesslich" für alle

Werder besucht Amandla Safe Hub im Township Diepsloot
Claudio Pizarro und Co. hatten einen spannenden Besuch im Safe Hub Diepsloot (Foto: nordphoto).
Profis
Dienstag, 08.01.2019 / 18:21 Uhr

Aus Johannesburg berichten Dominik Kupilas und Yannik Cischinsky

Es war gar nicht mehr auszumachen, wer eigentlich mehr Spaß hatte und breiter grinste. Beim Besuch des Amandla Safe Hub im Johannesburger Township Diepsloot strahlten die Werder-Profis und die rund hundert Kinder, die aus schwierigen Verhältnissen des Viertels stammen, um die Wette. „Das wird ein unvergesslicher Tag bleiben, für die Kinder und für uns“, sagte Claudio Pizarro im Anschluss.

Wie seine Teamkollegen tanzte, sang, klatschte und trainierte der Peruaner mit den Kids, die im Amandla Safe Hub nicht nur eine sichere Möglichkeit Fußball zu spielen haben, sondern sich in einem geschützten Raum ohne Gewalt, Drogen und Kriminalität frei entfalten können. Bis 2030 sollen in ganz Südafrika insgesamt hundert dieser sogenannten Safe Hubs entstehen, wie CEO und Gründer des Projekts Florian Zech erklärte. „Die Idee entstand, als wir gesehen haben, wie benachteiligt viele junge Menschen in Südafrika noch heute aufwachsen müssen. Fußball als Teamsport und all mit seiner Energie lässt die Kids viele Lehren des Lebens kennenlernen“, so Zech, dessen Modell von den Vereinten Nationen ausgezeichnet wurde. 

Zum Aufwärmen gab es einen traditionellen Tanz, bei dem auch alle Grün-Weißen Riesenspaß hatten (Foto: nordphoto).

Drei Kunstrasenplätze gibt es bereits, sieben weitere befinden sich aktuell im Bau. Über den Sport aktivieren, das Bildungsniveau heben und die Kriminalitätsrate im gesamten Stadtteil senken - das ist das Konzept von Amandla, das unter anderem durch die Bundesliga und die DFL unterstützt wird. „Wir haben uns über den Fußball verständigt und hatten echt viel Spaß zusammen mit den Kindern. Als Vater macht mich dieses Lächeln glücklich. Dieser Tag heute stimmt mich glücklich und stolz“, zeigte sich Nuri Sahin, der in seiner Karriere schon viele verschiedene soziale Projekte kennengelernt hat, beeindruckt.

Für Sahin, der bei Dortmund unter anderem mit dem gebürtigen Johannesburger Steven Pienaar zusammenspielte, ist klar: „Viele dieser Jungs und Mädchen haben den Traum, dank Fußball hier herauszukommen – und sie sollten träumen. Das sage ich auch meinen Kindern. Wer keine Träume hat, kann nicht viel erreichen. Und wer weiß, vielleicht wird einer von ihnen irgendwann bei der WM für Südafrika auflaufen.“ So wie sein Ex-Teamkollege Pienaar.

Neben der Tour durch das Township Diepsloot konnten die Werderaner auf dem Platz direkt interagieren: tanzen zum Aufwärmen, verschiedene Trainingsübungen, die die Eggesteins und Co. anleiteten und zum Schluss ein paar Spielchen. „Uns hat es sehr viel bedeutet, dass Werder heute hier war, um die Zeit mit uns zu verbringen. Das war sehr wichtig für unsere Arbeit“, erklärte Wewe Sokoyi, Regional Operations Manager. 

Alle, die am Dienstagnachmittag dabei waren, könnten wohl das Fazit von Claudio Pizarro unterschreiben: „Es ist schön zu sehen, dass wir ihnen heute ein Lachen aufs Gesicht zaubern konnten. Das war eine tolle Aktion.“

 

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