Einfach Double

Björn Dreyer zieht Bilanz

Kann stolz auf sein Team sein: Trainer Björn Dreyer (Foto: WERDER.DE).
Junioren
Mittwoch, 13.06.2018 // 12:14 Uhr

Das Interview führten Marcel Kuhnt und David Steinkuhl

Die Saison der U 15 des SV Werder kann mit einem Wort beschrieben werden: meisterlich. Frühzeitig sicherte sich das Team von Björn Dreyer den Titel in der Regionalliga Nord, erstmals seit sechs Jahren. Mit acht Punkten vor dem Hamburger SV und nur einer einzigen Niederlage in 22 Partien schlossen die Grün-Weißen die Spielzeit ab. Dem nicht genug, holte Werders U 15 mit dem Erfolg im Bremer Landespokal sogar das Double. Bei WERDER.DE blickt Björn Dreyer zurück.

WERDER.DE: Wie bewertest du die Saison?

Björn Dreyer: „Zu Beginn sind wir demütig an die neue Spielzeit herangegangen. Wenn wir Vierter oder Fünfter werden, hätten wir eine ordentliche Runde gespielt, haben wir uns gedacht. Darüber hinaus haben wir den Jungs auch vermittelt, dass man über Mentalität, Einsatz und Teamgeist sehr viel erreichen kann. Das hat meine Mannschaft komplett durchgezogen. So konnten wir die Meisterschaft und den Sieg im Landepokal feiern. Darauf sind wir sehr stolz und dementsprechend auch glücklich, wie die Saison gelaufen ist.“

Die Werder U 15 holten den Titel in der Regionalliga (Foto: WERDER.DE).

WERDER.DE: Den Faktor Mentalität hast du schon angesprochen, sehr oft habt ihr Spiele, in denen ihr zurücklagt, noch umbiegen können. Ist das etwas Besonderes, dass solch junge Spieler mental schon so stark sind und immer wieder aufstehen?

Björn Dreyer: „Absolut, vor allem weil das nicht nur einmal der Fall war, sondern wirklich in einer Vielzahl von Spielen vorgekommen ist. Am dritten Spieltag gegen Niendorf haben wir erst in der Nachspielzeit gewonnen oder zuhause gegen den HSV das 2:1 in der vierten Minute der Nachspielzeit erzielt. Auch in den letzten Wochen lagen wir oft hinten und konnten uns immer wieder aufraffen. Die Krönung war natürlich das 6:5 gegen den FC St. Pauli…“

WERDER.DE: …was man ja durchaus als „Wunder von der Weser“ bezeichnen kann.

Björn Dreyer: „Das werde ich in meiner Trainerlaufbahn wohl nicht mehr so oft erleben. Wir lagen nach 39 Minuten mit 0:5 hinten und haben das Ding in einer halben Stunde noch gewonnen. Ich habe noch nie davon gehört oder gelesen, dass es so eine Aufholjagd im Jugendfußball gegeben hat. Vielleicht ist es das kleine „U 15-Wunder von der Weser“, weil man zugeben muss, dass im älteren Jugend- oder Seniorenbereich so ein Spielverlauf wohl nie vorkommen wird.“

Die Spiele gegen den HSV waren U 15-Fußball auf allerhöchstem Niveau.
Björn Dreyer

WERDER.DE: Ist das auch das Highlight der Saison gewesen?

Björn Dreyer: „Für mich gab es zwei oder sogar drei Highlights. Natürlich das St.Pauli-Spiel, was einfach einmalig war, und dazu beide Duelle gegen den HSV, auch wenn wir eines davon in der Schlussphase verloren haben und es unsere einzige Saisonniederlage war. Beide Partien waren U 15-Fußball auf allerhöchstem Niveau.“

WERDER.DE: Trotz dieser herausragenden Saison mit einer tollen Bilanz: Gab es auch schwierige Phasen im Laufe dieser Spielzeit?

Björn Dreyer: „Eigentlich kaum, allerhöchstens als es jetzt auf das Ende zuging und die Jungs sich selber mehr Druck gemacht haben, weil sie diesen Titel unbedingt gewinnen wollten. Man hat ihnen angemerkt, dass ihnen die Situation nicht so vertraut vorkam. Dieser Jahrgang hat zuvor noch nicht so viel gewonnen, für die Werder U 15 ist es dazu die erste Meisterschaft in dieser Liga nach sechs Jahren. Da war es die Aufgabe von uns Trainern, den Jungs beizubringen, dass die sie sich nicht zu viele Gedanken machen, sondern sich darauf konzentrieren sollen, mit der gleichen Leichtigkeit weiterzuspielen. Ein paar Spiele waren dabei, in denen das nicht geklappt hat, aber da wurde die Punkte dann eben aufgrund dieses beeindruckenden Willens und dieser Mentalität geholt.“

 

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