"Frauenfußball muss noch selbstverständlicher werden"

"50 Jahre Frauenfußball" in Deutschland – Werder-Präsident und Geschäftsführer Dr. Hubertus Hess-Grunewald gratuliert
Präsident Hubertus Hess-Grunewald gratuliert zu 50 Jahren Frauenfußball (Foto: WERDER.DE).
Frauen
Samstag, 31.10.2020 / 10:00 Uhr

Liebe Fußballfreunde, liebe Werder-Fans, wir feiern heute „50 Jahre Frauenfußball“ in Deutschland, und im Namen des SV Werder Bremen sage ich: „Herzlichen Glückwunsch!“ Dieser Glückwunsch geht natürlich zunächst an den Deutschen Fußball-Bund, der den Frauenfußball am 31. Oktober 1970 – nach vorherigem ausdrücklichem Verbot (!) – offiziell in seine Satzung aufgenommen hat. Er geht aber auch an alle, die Pionierarbeit geleistet oder in den vergangenen fünf Jahrzehnten für den Frauenfußball und seine zunehmende Etablierung im deutschen Sport und in der Gesellschaft gekämpft haben.

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums darf festgestellt werden: Dieser Kampf war erfolgreich. Zu Beginn bestehende und aus heutiger Sicht absurd anmutende Vorurteile konnten abgebaut und Widerstände gebrochen werden. Der gesellschaftliche Stellenwert des Frauenfußballs und seine Akzeptanz und Wertschätzung in der Bevölkerung sind mittlerweile enorm. Es herrscht fußballerische Gleichberechtigung: Mädchen und Frauen spielen heute genauso selbstverständlich Fußball wie ihre männlichen Kollegen.

Überreichung der Schale: Die Werderfrauen steigen in die Bundesliga auf (Foto: W.DE).

Diesem gesellschaftlichen Stellenwert haben wir schon 2007 Rechnung getragen und den Frauen- und Mädchenfußball beim SV Werder Bremen wieder eingeführt. Schnell war klar: Es wird eine großartige Erfolgsgeschichte. Mittlerweile ist der Frauenfußball beim SV Werder eine echte Marke und identitätsstiftend für unseren Verein. Und dass wir zum Zeitpunkt dieses besonderen Jubiläums zu den zwölf Clubs der FLYERALARM Frauen-Bundesliga gehören, ist das Ergebnis harter Arbeit sowie des herausragenden Engagements und der Leidenschaft der Verantwortlichen – mit unserer Leiterin Mädchen- und Frauenfußball Birte Brüggemann an der Spitze.

Klar ist: Wir wollen den Frauenfußball beim SV Werder weiter stärken. Denn die tägliche Arbeit zeigt immer wieder, dass es bei aller Akzeptanz noch immer ein Ungleichgewicht gibt. Niemand möchte unsere Bundesliga-Fußballerinnen mit ihrem männlichen Pendant, dem Flaggschiff und Motor unseres Vereins, gleichstellen. Aber es muss noch selbstverständlicher werden, dass Mädchen und Frauen beim SV Werder Fußball spielen. Dass sie erstklassigen Leistungssport betreiben – mit großem zeitlichem Aufwand, neben Schule, Studium oder Beruf. Dass sie dafür eine angemessene Infrastruktur, Betreuung und Finanzierung benötigen. Und dass sie ein wertvoller fester Teil des SV Werder Bremen sind.

Immer mehr Clubs der Fußball-Bundesliga der Männer haben in den vergangenen Jahren das Potenzial und die Bedeutung des Frauenfußballs erkannt. Vor kurzem hat zum Beispiel Borussia Dortmund die Gründung einer Abteilung für Frauen- und Mädchenfußball bekanntgegeben. Aus meiner Sicht ist das ein ausgesprochen positives Signal für den Frauenfußball und zeigt, wohin der Weg in den kommenden Jahren führen kann. Wir werden versuchen, uns im zunehmenden Wettbewerb zu behaupten und mit unserer Zugehörigkeit zur FLYERALARM Frauen-Bundesliga sowie unserer anerkannten Nachwuchsarbeit weiterhin zu den bundesweiten Aushängeschildern dieser Sportart zu gehören.

„50 Jahre Frauenfußball“ in Deutschland – das ist ein Feiertag für alle Spielerinnen, alle Verantwortlichen, alle Ehrenamtlichen, die diesen Sport mit ihrem herausragenden Engagement und ihrer Leidenschaft stützen und fördern. Ich bin sicher, dass die Erfolgsgeschichte des Frauenfußballs in Deutschland auch in den nächsten 50 Jahren weitergehen wird.

Dr. Hubertus Hess-Grunewald
Präsident des Sport-Verein „Werder“ v. 1899 e. V.
Geschäftsführer Organisation & Sport der SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA

 

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