"Es ist cool, Mutter zu sein"

Was macht eigentlich… Daniela Bräuer
Daniela Bräuer kam 91 Mal für den SV Werder zum Einsatz (Foto: Haß).
Frauen
Sonntag, 10.05.2020 / 10:30 Uhr

Von Marcel Kuhnt

Im Büro, in der Schule, auf dem Sportplatz oder einfach zu Hause: Ehemalige Werder-Spielerinnen sind nach ihrer aktiven Laufbahn in die verschiedensten Berufe gewechselt. In der neuen Serie „Was macht eigentlich…“ schaut WERDER.DE auf die aktuellen Lebenssituationen verdienter Grün-Weißer. Den Beginn macht Daniela Bräuer, Selbstständige und Mutter.

91 Mal lief Daniela Bräuer zwischen 2012 und 2016 für den SVW auf. Hierbei trugt sie das W auf dem Trikot nicht nur in der 2. Frauen-Bundesliga oder im DFB-Pokal, sondern war auch Teil der Werder-Elf, die in der Saison 2015/2016 erstmals in der 1. Frauen-Bundesliga antrat. Eine Erfahrung, die sie bis heute im Herzen trägt. „Trotz des späteren Abstiegs war es eine tolle Saison. Vor allem das Heimspiel am 1. Spieltag war phänomenal. So einen Adrenalinstoß habe ich noch nie erlebt,“ so Bräuer, die zusammen mit ihren Teamkolleginnen aus einem 0:2-Rückstand ein 6:2-Sieg machte: „Im zweiten Durchgang haben wir aufgedreht und gemeinsam mit den Fans Köln auseinandergenommen“ (zum WERDER.TV-Video).

Fußballbegeisterter Nachwuchs

Daniela Bräuer war in der Abwehr zu Hause (Foto: Haß).

Doch nicht nur der Sieg sollte ein Highlight für die ehemalige Außenverteidigerin in der damaligen Spielzeit bleiben. Auch ihren Namenswechsel zu Rückrundenbeginn zählt die heute 35-Jährige zu den besonderen Momenten: „Für mich war früh klar, dass die Saison 2015/2016 meine letzte sein wird. Meine Karriere in der 1. Liga abzuschließen war schön. Zudem war mir wichtig, dass ich sowohl meinem Geburtsnamen Schacher, als auch den Namen meines Mannes auf dem Trikot trage.“ Ihre ersten Erfahrungen im deutschen Oberhaus sammelte die gebürtige Fränkin allerdings nicht an der Weser, sondern an der Elbe, wo sie sich auch wohlfühlte, vor allem da sie dort „meine allerbeste Freundin kennenlernte.“

Nach über 26 Jahren als aktive Fußballerin zog sie letztlich im Jahr 2016 einen Schlussstrich. Auch um das Leben endlich mal in vollen Zügen genießen zu können. „Als Leistungssportlerin war mein Leben immer nach dem Sport ausgerichtet. Keine Feiern, keine Partys, es gab immer nur Fußball“, denkt sie zurück und sollte schnell eine ganz andere Aufgabe erhalten. Seit knapp zweieinhalb Jahren ist sie nämlich Mutter. „Für meinen Mann Jonas und mich war sehr schnell klar, dass wir bei der Familienplanung nicht warten müssen. Und ich finde es auch cool, Mutter zu sein“, so Daniela Bräuer.

Und so befindet sich die gelernte Erzieherin aktuell noch in Elternzeit und kümmert sich um ihre Tochter, für die sie selbst Kinder-Fashion designet und mit einem Augenzwinkern die Fußballkarriere plant: „Man merkt bei ihr, dass sie Freude daran hat gegen den Ball zu treten. Ich persönlich fände es super, wenn sie später mal Fußball spielen sollte, da ich auch auf dem Fußballplatz aufgewachsen bin. Aber ich werde sie nicht dazu zwingen.“ Die richtigen Gene sind auf jeden Fall vorhanden.

 

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