Aufstieg, Neues und Konstanz

Birte Brüggemann im Interview

Sollen in diesem Jahr den Wiederaufstieg feiern: die 1.Frauenmannschaft (Foto: hansepixx).
Frauen
Mittwoch, 07.08.2019 // 17:20 Uhr

Von Marcel Kuhnt & Felicitas Hartmann

Am Samstag beginnt für die 1. Frauenmannschaft des SV Werder Bremen die Mission Wiederaufstieg. Die erste Hürde heißt dabei 1. FC Saarbrücken. Doch auch die übrigen Teams aus der Frauen- und Mädchenfußballabteilung stehen vor einer spannenden Saison. Birte Brüggemann, Leiterin der Abteilung Frauen- und Mädchenfußball beim SVW, sprach mit WERDER.DE über die Erwartungen an die neue Saison, die kommenden Herausforderungen und die Entwicklungen im Frauenfußball.

WERDER.DE: Am Samstag startet die 1.Frauen in die neue Saison. Was sind deine Erwartungen an die Mannschaft und das neue Trainerteam?

Birte Brüggemann: "Der Abstieg aus der 1. Liga tut immer noch etwas weh, weil wir eine viel zu schwache Hinserie gespielt haben. Entsprechend setzen wir uns klar das Ziel: Wiederaufstieg. Zusätzlich zu diesem Mannschaftsziel setzen wir einen Fokus auf die Talentförderung und, im Fall des Aufstiegs, auch auf außersportliche Herausforderungen, wie die Etablierung im Oberhaus des Frauenfußballs. Das ist für das Trainerteam um Alexander Kluge, die gesamte Abteilung und den Verein eine riesige Herausforderung."

Brüggemann: "Wir gehören sicherlich zu den Favoriten"

Hofft auf eine erfolgreiche Saison: Birte Brüggemann (Foto: WERDER.DE).

WERDER.DE: Wie gut ist es, dass der Kader größtenteils zusammengeblieben ist?

Birte Brüggemann: "Wir haben uns aus verschiedenen Gründen von vier Spielerinnen getrennt. Dass alle anderen Spielerinnen und der Großteil des Funktionsteams geblieben sind, ist sicherlich einmalig. Es macht uns auch ein wenig stolz, dass das Rundumpaket bei Werder passt und wertgeschätzt wird."

WERDER.DE: Wie schwer wird es, das Ziel Wiederaufstieg zu erreichen?

Birte Brüggemann: "Wir gehören sicherlich zu den Favoriten. Man darf aber nicht unterschätzen, dass wir in der Rolle nun einen anderen Fußball spielen müssen als in der 1. Liga. Das beginnt beim Spielaufbau und endet in der Verwertung von Torchancen. Außerdem werden wahrscheinlich viele Gegner mit einer defensiveren Einstellung gegen uns agieren."

WERDER.DE: Auch im Jugendbereich hat sich in der Sommerpause etwas getan. Mit Phillip Portwich haben Werders U17-Juniorinnen einen neuen Trainer. Wie macht er sich in seinen ersten Wochen?

Birte Brüggemann: "Phillip passt in der Art seines Handelns hervorragend in unser Team und die Werder-Philosophie. Seine Erfahrung und sein Fremdblick helfen uns sicherlich auch weiter, um uns zu entwickeln."

Portwich neu, Gudegast & Schneider weiter dabei

Seit Sommer beim SV Werder: Phillip Portwich (Foto: WERDER.DE).

WERDER.DE: Sowohl bei Werders 2. Frauen als auch bei den U15-Juniorinnen bleibt das Trainerteam unverändert. Wie wichtig ist es, dass man dort Verlässlichkeit hat?

Birte Brüggemann: "Sehr. Diese Traineraufgaben sind nicht immer leicht zu meistern, weil sie im Schatten der ersten Mannschaft und des Leistungszentrums stehen. Wenn wir es weiter schaffen als Verein ein Wohlfühlgefühl zu erreichen, dann können wir auch in diesen wichtigen Teams auf Kontinuität und Stabilität bauen."

WERDER.DE: Wie ordnest du insgesamt den aktuellen Stand im Frauenfußball ein?

Birte Brüggemann: "Das Ausscheiden der Nationalmannschaft im Viertelfinale bei der WM war sicherlich enttäuschend, aber in einem Prozess mit vielen personellen Veränderungen auch ein Entwicklungsschritt, der zeitnah erfolgreich sein wird. Die Basis für das Flaggschiff liegt in den Vereinen. Man sieht, wenn man aktuell nach England, Spanien oder Frankreich schaut, was Profivereine alles bewegen können, wenn Frauenfußball zur DNA der Clubs gehört."

WERDER.DE: Und die Entwicklung bei Werder?

Birte Brüggemann: "Frauenfußball ist zu einem festen Teil der Marke SV Werder Bremen gewachsen und hat sich rasant positiv entwickelt. Wir sind uns aber auch dessen bewusst, dass wir weiter an einigen Strukturen arbeiten müssen, um mit anderen Erstligaclubs, die Frauenfußball haben oder aktuell aufbauen, konkurrenzfähig zu sein. Dazu gehört zum Beispiel die Verbesserung der Trainingsbedingungen, da hoffen wir natürlich auf das Bauvorhaben auf unserer Anlage, sowie das Reduzieren von Mehrfachbelastungen der Spielerinnen durch Unterstützung in ihrer dualen Karriere mit Beruf und Fußball."

 

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