"Die Konkurrenz ist riesengroß"

Werder-Cheftrainer Viktor Skripnik blickt im WERDER MAGAZIN spezial auf die Bundesliga-Saison 2015/2016 voraus.

Zum ersten Mal bereitet Cheftrainer Viktor Skripnik eine Bundesliga-Mannschaft auf die Saison vor. Im Interview spricht der Ukrainer über die neuen Spieler, hohe Erwartungen, die U 23 und körperliche Fitness.

WERDER MAGAZIN: Haben Sie sich in der Sommerpause Zeit genommen, um auf Ihre ersten Monate als Bundesliga-Trainer zurückzublicken?

VIKTOR SKRIPNIK: Der Beginn des Urlaubs war für mich einfach pure Erleichterung, dass wir unser Ziel erreicht hatten. Ich habe die freien Tage genossen. Allerdings nur am Anfang (lacht). Dann kamen schnell die Gedanken daran, wie wir in Zukunft arbeiten müssen. Und auch daran, welche Erwartungen es an mich persönlich geben wird. Am Ende des Urlaubs stieg dann immer mehr die Vorfreude auf den Trainingsstart. Ich habe wenig zurückgeschaut.

Freie Tage ohne Gedanken an Fußball...

... gab es höchstens zwei oder drei (lacht).

Es ist nun Ihre erste komplette Saisonvorbereitung mit einer Bundesliga-Mannschaft. Was ist der Unterschied zu den Vorbereitungen mit anderen Teams?

Ich war selbst gespannt, ob es sich anders für mich anfühlt, aber Fußball ist Fußball... Eines ist jedoch gerade in der Bundesliga ganz besonders: der extrem harte Konkurrenzkampf unter den Clubs und auch innerhalb der Mannschaft. Alles muss bis ins Detail stimmen, um erfolgreich zu sein, denn manchmal entscheiden Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage. Keine schöne Aufgabe ist es, die Entscheidung zu treffen, welche Spieler mit ins Trainingslager fahren oder ob jemand spielt oder nicht. Wir haben mehr als 30 Profis, die alle schon ihre Fähigkeiten unter Beweis gestellt und zu Recht einen Vertrag bei Werder bekommen haben. Ich versuche, auch bei harten Entscheidungen immer fair und ehrlich zu sein.

Was ist Ihnen besonders wichtig?

Respekt und Disziplin haben für mich eine große Bedeutung. Das versuche ich gleich zu Beginn einer Vorbereitung allen klarzumachen. Es geht um den Umgang miteinander in der Kabine, im Training, im Spiel. Jeder muss verstehen, dass er die Aufgabe hat, die Geschichte von Werder Bremen mitzuschreiben. Ich erwarte, dass jeder jeden Tag das Team und den Verein weiterbringen will. Die Spieler sollen Achtung vor ihren Kollegen haben, vor den Mitarbeitern, den Zeugwarten, den Reinigungskräften. Und sie müssen die Regeln respektieren. Denn nicht der Spieler macht die Regeln, sondern sie werden vorgegeben, von den Trainern, von der Geschäftsführung. Mit unserem Trainerteam versuchen wir, eine Verlässlichkeit im Umgang vorzuleben. Die Spieler müssen wissen, was von ihnen erwartet wird und was sie dafür von uns bekommen. Weicht jemand von der vereinbarten Linie ab, dann haben auch wir als Trainer einen Grund, etwas zu verändern. Respekt und Disziplin sind eng miteinander verbunden. Auf beides achte ich in meiner Arbeit ganz besonders.

Zur aktuellen Mannschaft: Warum ist Neuzugang Anthony Ujah der richtige Mann für Werder?

Seine Spielweise ist einfach klasse. Er spielt aggressiv, hat eine starke Technik, ein gutes Spielverständnis und ist immer gefährlich. Ich wünsche mir,...

Das komplette Interview gibt es im aktuellen WERDER MAGAZIN spezial zur Saison 2015/2016 (Nr. 326), das ab sofort in der 'WERDER Fan-Welt', im Zeitschriftenhandel in Bremen und umzu sowie am 'Tag der Fans' rund um das Weser-Stadion erhältlich ist.

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