Nordderby: Nur mit Fairplay ein Fußballfest möglich

Die Nordderbys können nur echte Fußballfeste werden, wenn es friedlich auf den Rängen und um das Stadion bleibt.
WERDER BEWEGT
Donnerstag, 06.05.2010 // 18:57 Uhr

Letztes Heimspiel! Kampf um die Champions League! Mehr Zuschauer im Weser-Stadion als in allen Saisonspielen zuvor! 41.150 Fußballs-Fans, darunter 4.000 aus Hamburg! Ein Fußballfesttag, wenn es friedlich bleibt! Deshalb haben beide Vereine im Vorfeld wieder alles getan, um das Motto "Seid fair zueinander!" in die eigene Anhängerschaft zu tragen.

 

Neben dem offenen Brief an die Werder-Anhänger am Donnerstag mit dem Aufruf "Seid fair zueinander!" und dem entsprechenden Spielankündigungsplakat, liefen in den letzten Wochen weitere Aktionen. So trafen sich Fanvertreter der Hamburger mit ihren Bremer Kollegen, Treffen zwischen den Fußball-Anhängern beider Lager und der Polizei fanden statt. "Eine Hamburger Fan-Delegation bekam sogar die Möglichkeit speziell mit Bremer Sicherheitsvertretern ihre Interessen vorzubringen", berichtet Werders Fanbeauftragter Dieter Zeiffer von den Aktivitäten, die bereits seit Mitte April laufen. "Vor so einem Spiel kann es nicht nur bei einem oder zwei Treffen bleiben. Wir sind auch darüber hinaus in ständigem Kontakt mit den Hamburger Kollegen", unterstrich der engagierte Werderaner.

 

Auch in anderen Bereichen liefen Aktivitäten. So wird erneut der Kids-Club des Hamburger SV mit 20 jungen Fans von der Alster im Weser-Stadion begrüßt.

 

"Wir arbeiten in allen Bereichen daran, Werte wie Respekt und Fairplay zu vermitteln, egal wie groß die sportliche Rivalität ist. Spiele können nur dann zu Fußballfesten werden, wenn es möglich ist friedlich mitzufiebern. Wir sind zuversichtlich, dass es beide Fangruppen genau so sehen", so Klaus-Dieter Fischer, Geschäftsführer der Werder Bremen GmbH & Co KG aA und Präsident des Sport-Verein "Werder" v. 1899 e.V.