Doreen Nabwire Omondi besucht Partnerschulen

In einer Fragerunde beantwortete Doreen Nabwire Omondi Fragen rund um ihre Person und ihre Heimat.
WERDER BEWEGT
Mittwoch, 10.02.2010 // 17:31 Uhr

Zu einem internationalen Austausch besuchte diese Woche Doreen Nabwire Omondi zwei Partnerschulen von Werder Bremen. Die Kenianerin, die für ein Jahr im grün-weißen Frauenteam spielt und als Botschafterin Kenias in der Abteilung Sozialmanagement tätig ist, erzählte den Schülergruppen von ihrer Heimat.

 

Den Start machte ein Besuch im Schulzentrum Obervieland am Mittwoch. Der Wahlpflichtkurs Politik / Naturwissenschaften des neunten Jahrgangs hatte die 22-Jährige zu einer Gesprächsrunde eingeladen. Nachdem alle gemeinsam den Filmbeitrag "Zwischen Wellblech und Weltbühne", eine kurze Dokumentation über die junge Afrikanerin, angesehen hatten, nutzten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, ihre Fragen loszuwerden. Was ihr an Deutschland gefällt, wie viele Sprachen sie spricht und wie ihre Zukunftspläne aussehen, waren nur einige der interessierten Nachfragen.

 

Ähnlich neugierig zeigte sich einen Tag später auch die Klasse 7s der Wilhelm-Olbers-Schule. Die Sportklasse vertritt beim bundesweiten Schulwettbewerb "Lebensweltmeisterschaft" das Team Kenia und freute sich, in Vorbereitung auf das Turnier von einer Einheimischen Wissenswertes über das Land zu erfahren. Doreen Nabwire Omondi nahm sich viel Zeit, ihre Heimat und ihr Leben vorzustellen. Anschaulich erzählte sie, wie sie in den Slums von Nairobi aufgewachsen ist

und zwischen Wellblechhäusern und Holzhütten mit selbstgemachten Lumpenbällen anfing zu kicken. Schnell wurde sie zu einer der besten Spielerinnen ihres Landes. Ihre steigende Bekanntheit nutzte sich, um sich sozial zu engagieren und ihr Wissen weiterzugeben. Gebannt lauschten die Schülerinnen und Schüler dem Lebensweg der talentierten Fußballerin. Interessiert hakten sie nach und ließen es sich nicht nehmen, mit der Werderanerin spontan ein bisschen zu kicken. Sogar zu einer kleinen Kisuaheli-Lektion konnten die Siebtklässler ihren Gast überreden.

 

Anja Kelterborn