Werder Bremen spricht Stadionverbote aus

Kein Zugang: Werder Bremen wird den auffällig gewordenen Neonazis den Zugang zum Weser-Stadion verbieten.
WERDER BEWEGT
Montag, 10.11.2008 // 15:05 Uhr

Werder Bremen reagiert mit aller Konsequenz auf Neonazis, die am Samstagabend von der Polizei in Bochum aus dem Rewirpower-Stadion geführt worden sind. Gegen acht Personen, deren Personalien ...

Werder Bremen reagiert mit aller Konsequenz gegen Neonazis, die am Samstagabend von der Polizei in Bochum aus dem Rewirpower-Stadion geführt worden sind. Gegen acht Personen, deren Personalien von der Polizei ermittelt wurden, soll ein lokales Stadionverbot für das Bremer Weser-Stadion ausgesprochen werden.

 

Auch der VfL Bochum will gegen die betreffenden Personen ein lokales Stadionverbot verhängen. Darüber hinaus wird vom VfL in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Fußball-Bund die Möglichkeit eines bundesweiten Stadionverbotes geprüft. Dieses kann nur vom gastgebenden Verein beantragt werden.

 

Die Geschäftsführung von Werder Bremen erklärte am Montag: "Solche Stadionbesucher brauchen wir nicht. Wir nehmen diesen Vorfall sehr ernst und werden wie bisher alles in unserer Macht stehende umsetzen, um solche Szenen zu verhindern. Wir sind stolz auf die wachsame Reaktion unserer Fans und sehen uns in unserer präventiven Arbeit gegen Diskriminierung und Rassismus bestätigt. Wir werden darin nicht nachlassen."

 

Rechtsradikale der Gruppe "Nordsturm Brema" hatten am Ende des Spiels VfL Bochum gegen Werder Bremen im Bremer Fanblock eine Banderole mit der Aufschrift "NS HB Sport frei" gezeigt. Nach Spielschluss hatte sich die Bremer Fanszene geschlossen mit "Nazis raus!"-Rufen gegen die Provokateure gewandt. Der Einsatz von Polizisten und Ordnern verhinderte massive handgreifliche Auseinandersetzungen.