Gelebte Inklusion: Teilhabe am Arbeitsplatz

Erfahrungsbericht Teil drei

Inklusionsspieltag des SVW
Inklusion ist ein fester Bestandteil des SV Werder Bremen (Foto: Soller).
WERDER BEWEGT
Montag, 21.06.2021 / 10:30 Uhr

Von Marie Berner

Das „SV“ im Namen steht neben „Sportverein“ auch für „soziale Verantwortung“. Der SV Werder Bremen ist mehr als Profifußball. Ob am Arbeitsplatz, an Spieltagen im wohninvest WESERSTADION oder beim Amateursport – für alle Bereiche gilt: Teilhabe und Inklusion haben Priorität. Für Werder-Anhänger:innen mit Handicap bringt dabei jeder Teilbereich unterschiedliche Herausforderungen mit sich, die bewältigt werden.

In drei verschiedenen Erfahrungsberichten geben eine erprobte Stadiongängerin, ein Spieler des inklusiven Fußballteams „Werder Youngstars“ und ein Mitarbeiter der Außenstelle vom Martinshof am wohninvest WESERSTADION einen Einblick in ihre persönlichen Geschichten und erzählen, wie sie Inklusion beim SVW erleben.

Im letzten Teil der Erfahrungsberichtreihe erzählt Oliver Neddermann von seiner Arbeit am Osterdeich und beschreibt, wie es sich anfühlt, regelmäßig im leeren wohninvest WESERSTADION zu sein und die 42.000 Sitzplätze zu reinigen.

Außenstelle Martinshof am wohninvest WESERSTADION

Oliver Neddermann beim Reinigen
Oliver Neddermann während seiner Arbeit im Stadion (Foto: privat).

Erfahrungsbericht von Oliver Neddermann

Ich bin Oliver, 42 Jahre alt und arbeite seit 12 Jahren am wohninvest WESERSTADION in der inklusiven Außenstelle vom Martinshof. Der Martinshof ist eine Werkstatt für Menschen mit Beeinträchtigung. In der Außengruppe am Osterdeich sind wir derzeit eine Gruppe von mehreren Mitarbeitern und unsere Hauptaufgabe besteht darin, die rund 42.000 Sitzplätze des wohninvest WESERSTADIONS zu reinigen.

Ich komme jeden Morgen zu meinem Arbeitsplatz, der sich direkt am Stadion befindet und treffe dort meine Kollegen. Wir setzen uns dann alle zusammen und besprechen gemeinsam mit unserer Chefin die Aufgaben für den anstehenden Tag.

Das Stadion reinigen wir immer vor den Heimspielen, meistens also alle zwei Wochen. In der anderen Woche machen wir dann auf Platz 11 alles, was so ansteht. Zum Beispiel Fugen kratzen, Rasen mähen oder Zweige abschneiden. Mir machen diese Aufgaben großen Spaß.

"Nach vielen Jahre spüre ich immer noch einen "Wow-Effekt"

Außerdem ist es jedes Mal wieder aufregend, in dieses riesige, leere Stadion zu gehen und den Moment auf sich wirken zu lassen. Auch nach vielen Jahren spüre ich immer noch einen „Wow-Effekt“.

Ich arbeite fast immer sehr gerne, die einzige Ausnahme ist, wenn es regnet. Da würde ich am liebsten im Trockenen bleiben, aber auch dann müssen wir raus. Bei jeder Witterung arbeiten wir draußen im Stadion. Natürlich gibt es dabei auch anstrengende Tage. Aber selbst wenn ein Tag mal besonders hart ist, macht mir die Arbeit Spaß. Ich würde sagen, das gleicht sich immer irgendwie aus.

Außerdem ist unsere Gruppe super. Mit zwei oder drei Kollegen treffe ich mich manchmal sogar privat, und die anderen sehe ich ja sowieso fast jeden Tag. Andere Menschen mit Handicap möchte ich deswegen dazu ermutigen, sich bei der Werkstatt Bremen zu melden und vielleicht auch zu uns zu kommen.

In Bezug auf Werder würde ich mir für die Zukunft wünschen, dass die Mannschaft wieder aufsteigt. Ich fände ich es toll, wenn sich das Team an dem Doublejahr 2004 orientiert und einfach ein bisschen so Fußball spielt wie damals…

Die CSR-Arbeit des SV Werder Bremen wird mit Unterstützung unserer CSR-Partner umgesetzt. Seit Jahren fördern sie die Projekte und Programme von WERDER BEWEGT-LEBENSLANG und leisten so einen wertvollen Beitrag zur Umsetzung des sozialen und gesellschaftlichen Engagements der Grün-Weißen. Informationen zu unseren Sponsoren finden Sie hier.

 

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