"Die Mutter des Korbballs"

Aktion "Danke ans Ehrenamt 2018"

Conny Dehne engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich im Breitensport des SV Werder (Foto: WERDER.DE).
WERDER BEWEGT
Donnerstag, 06.12.2018 // 15:55 Uhr

Von Malik Scherz

Ohne den vorbildlichen Einsatz von Ehrenamtlichen wäre der Sport in Deutschland ein ganz anderer. Cornelia "Conny" Dehne ist eine der vielen Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler, ohne die es auch beim SV Werder Bremen nicht funktionieren würde. „Mir macht es einfach Spaß, mit den Leuten zusammen zu sein und etwas zu bewegen“, sagt Dehne. Anlässlich der Aktion „Danke ans Ehrenamt 2018“ portraitiert WERDER.DE ehrenamtlich Tätige bei den Grün-Weißen.

Jugendwartin der Abteilung Turnspiele und Gymnastik, Trainerin der weiblichen Korbballmannschaft, Organisatorin der Jugendfahrt im Sommer und des Brommy-Festes, Helferin beim Pfingstturnier der Handballer – die Liste ließe sich noch beliebig weiterführen. „Wenn ich gerufen werde, gehe ich hin“, sagt Conny Dehne und lacht. Sie ist seit Jahren für ganz unterschiedliche Aufgaben verantwortlich, obwohl sie selbstständig mit einem Friseursalon ist.

Die Sportgruppe "Korbball" trainiert regelmäßig in der Werder-Halle (Foto: WERDER.DE).

Ihre sportliche Heimat liegt im Korbball: „Ich habe mit sechs Jahren mit dem Korbballspielen begonnen und lediglich eine kurze Auszeit in der Lehre begonnen. Wenn Not am Mann wäre, könnte ich auch heute spielen, konzentriere mich aber auf meine Trainertätigkeiten.“ Sie kennt den „harten Kern“ seit ihrer Kindheit und fühlt sich bei ihrer Mannschaft wie zu Hause. Nicht ohne Grund bezeichnete Dr. Hubertus Hess-Grunewald sie auf der Mitgliederversammlung wertschätzend als „Mutter des Korbballs“.

In der größten Abteilung des eingetragenen Vereins SV Werder, Turnspiele und Gymnastik, ist sie zudem Jugendwartin. „Ich bin da einfach so reingerutscht und komme da auch ehrlich gesagt nicht mehr raus“, gibt sie mit einem Lächeln zu. Natürlich gäbe es auch Momente, in denen sie sich frage, wozu sie das Ganze mache, aber wenn sie dann die Kinder sehe, dann sei jeder Frust vergessen. „Die Kinder geben einem so viel und sind unglaublich dankbar. Das ist wunderschön.“

Im letzten Jahr wurde Dehne für zehn Jahre ununterbrochene ehrenamtliche Arbeit ausgezeichnet, viele bei Werder kennt sie schon weitaus länger. „Es ist schön, so viele Leute im Verein zu kennen, die einen seit Jahren begleiten.“ Trotzdem würde sie sich freuen, wenn es noch mehr Menschen geben würde, die sich engagieren. „Denn im Team macht es einfach viel mehr Spaß.“