"Die Hilfe soll nachhaltig sein"

Werder-Profis besuchen Flüchtlingsunterkunft

Zwischen dem Training: Die Werder-Profis besuchten die Flüchtlingsunterkunft in Walle (Foto: WERDER.DE).
WERDER BEWEGT
Dienstag, 30.08.2016 // 15:26 Uhr

Von Marcel Kuhnt

Soziale Verantwortung – beim SV Werder Bremen wird dieses

Wort nicht nur benutzt, sondern auch gelebt. Ein Schwerpunkt liegt dabei auch bei der Integration von Flüchtlingen. Auch die

Profis der Grün-Weißen sind sich dieser Verantwortung bewusst, was sie am

Dienstagmittag mit dem Besuch der Flüchtlingsunterkunft in Walle unter Beweis

stellten.

Für Werder-Kapitän Clemens Fritz, Felix Wiedwald und Janek Sternberg war die Führung durch die Flüchtlingsunterkunft kein alltäglicher Termin. Stellvertretend für die Mannschaft schauten sich die drei Profis die Begebenheiten in der Unterkunft an. Vom Gemeinschaftsraum, über die Wohnräume bis hin zum Sportkeller – das Trio bekam einen kleinen Einblick vom Leben der Flüchtlinge. „Im Kraftraum haben die Jungs die Möglichkeit sich mal richtig auszupowern. Zudem ist immer jemand vor Ort, der ihnen helfen kann und sie unterstützt. Von daher ist es einfach eine tolle Sache, die hier entstanden ist“, sagt Janek Sternberg.

Sportkoordinator Mansur Faquiryar führte die Profis durch die Unterkunft (Foto: WERDER.DE).

Geführt wurden sie dabei von Mansur Faquiryar. Der 30-Jährige ist der zuständige Sportkoordinator vor Ort und arbeitet seit Juni in der Unterkunft. Die Besonderheit: Seine Anstellung machten erst die Werder-Profis möglich. „Wir haben uns intensiv mit der Flüchtlingsthematik beschäftigt. Für uns als Mannschaft war es wichtig, dass die Hilfe nachhaltig ist. Deshalb haben wir uns dafür entschieden diese Koordinatorenstelle mitzufinanzieren“, sagt Clemens Fritz.

In Zusammenarbeit mit WERDER BEWEGT – LEBENSLANG sowie der Stadt Bremen entstand die Idee, Mansur Faquiryar als Sportkoordinator in der Flüchtlingsunterkunft in Walle anzustellen. Durch die Spende der Grün-Weißen ist es möglich, dass die Stelle für ein Jahr finanziert wird. Im Anschluss übernimmt die Stadt Bremen die Kosten für die Weiterbeschäftigung.

Es ist wirklich schön zu sehen, dass das Geld in der Einrichtung dazu beiträgt, den Jugendlichen ein strukturiertes Leben zu schenken und der Sport dabei hilft ihre Situation besser zu verarbeiten. Mit Mansur Faquiryar ist eine Person vor Ort, der eine hohe Akzeptanz bei den Jugendlichen hat und somit Positives bewirken kann“, sagt Dr. Hubertus Hess-Grunewald, der sich ebenfalls vor Ort ein Bild von der Unterkunft machte.

Bereits seit 2012 arbeitet der SV Werder Bremen gezielt an der Integration von Flüchtlingen. Dabei versuchen die Grün-Weißen Strukturen zu schaffen, die die Eingewöhnung der Geflüchteten in Bremen erleichtert. Hierbei wird der Sport genutzt, um den Prozess voranzutreiben. Eines dieser Projekte ist das SPIELRAUM-Projekt. In mehreren Bremer Stadtteilen ist Werder Bremen aktiv und bietet Fußballtrainingseinheiten sowie weitere Sportangebote für geflüchtete Menschen an.

Impressionen vom Rundgang