Werder engagiert sich gegen Homophobie im Fußball

Gemeinsam mit Thomas Hitzlsperger zeigt der SV Werder Bremen Flagge gegen Homophobie im Fußball.
WERDER BEWEGT
Freitag, 12.06.2015 // 19:50 Uhr

Die Grün-Weißen engagieren sich seit Jahren für Vielfalt, Toleranz und Antidiskriminierung. Dazu gehört auch die Zusammenarbeit mit dem Rat und Tat Zentrum für Schwule und Lesben sowie mit der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, dessen Forschungs- und Bildungsprojekt "Fußball für Vielfalt" der SV Werder Bremen finanziell unterstützt.

Vor rund einem Jahr sorgte Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger für Schlagzeilen. Als erster Profifußballer bekannte er sich öffentlich dazu, schwul zu sein. Seitdem hat sich einiges getan, doch enttabuisiert ist das Thema Homosexualität im Fußball noch lange nicht. Als Bundesligist setzt sich der SV Werder Bremen aktiv dafür ein, einen positiven und offenen Umgang mit Homosexualität voranzutreiben.

"Es ist uns ein Anliegen, in die Offensive zu gehen und eine öffentliche Diskussion über das Thema Homosexualität im Profisport anzuregen, um Vorurteile abzubauen", sagt Werders Direktorin für CSR-Management und Fan- und Mitgliederbetreuung Anne-Kathrin Laufmann. Sie arbeitet in der "AG Vielfalt" des Deutschen Fußballbundes (DFB) mit und nimmt an zahlreichen Podiumsdiskussionen teil. Zuletzt folgte sie einer Einladung des Fare Netzwerks nach Berlin, um unter dem Motto "Taten statt Worte. Homophobie im Fußball nachhaltig bekämpfen, aber wie?" zu diskutieren. Neben Thomas Hitzlsperger gehörten auch Vertreter der UEFA, des belgischen Fußballverbands sowie Faninitiativen zu der Runde.

Zusätzlich zum eigenen Engagement unterstützt der SV Werder Bremen auch externe Initiativen. So förderten die Grün-Weißen den Verein Startschuss SLSV Hamburg mit 4.500 Euro zur Ausrichtung der schwul-lesbischen Fußball-Europameisterschaft. Das Turnier findet derzeit in Hamburg statt. Über 30 Teams - darunter auch Mannschaften aus Russland und Serbien - kämpfen um den Pokal der International Gay And Lesbian Football Association (IGLFA), aber vor allem auch um Akzeptanz.

Darum geht es auch am 20. Juni 2015 in Oldenburg. Dort wird der SV Werder mit seiner CSR-Marke WERDER BEWEGT - LEBENSLANG am Christopher Street Day teilnehmen und für die Rechte von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgendern demonstrieren.