60plus meets Willi Lemke

Willi Lemke zeigte einen "Juala"-Ball, der aus Zeitungspapier und Plastiktüten gebastelt wird und vor allem in Afrika oft als Fußballersatz dient.
WERDER BEWEGT
Donnerstag, 11.06.2015 // 16:58 Uhr

Der Name Willi Lemke ist unter Werderanern gut bekannt. 18 Jahre lang war der 69-Jährige Manager bei den Grün-Weißen und noch heute ist er Mitglied im Aufsichtsrat. Dass Willi Lemke soziales Engagement am Herzen liegt, zeigt sich nicht nur durch seinen Einsatz als "Lebenslang hilfsbereit"-Botschafter für Werders CSR-Marke WERDER BEWEGT - LEBENSLANG, sondern auch durch seine Funktion als UN-Sonderberater für Sport im Dienst von Entwicklung und Frieden. Über diese Tätigkeit berichtete er Anfang der Woche rund 40 interessierten 60plus-Mitgliedern im Weser-Stadion.

Nachdem alle Teilnehmer im VIP-Bereich der Westkurve versammelt waren, begann Willi Lemke seinen Vortrag damit, über seine Berufung als Sonderberater der UN durch die Bundesregierung zu berichten. Interessiert lauschten die 60plusler als er seine Erfahrungen von den ersten Treffen mit Ban Ki-moon, dem UN-Generalsekretär, schilderte. Danach erzählte er von den Aufgaben, die die Position des UN-Sonderberaters mit sich bringen und vor allem in der Rolle eines Vermittlers zwischen Nationen, Nichtregierungsorganisationen und Verbänden in Fragen des Sports liegen.

Der Fokus seiner Präsentation lag jedoch auf den Projekten, die er im Dienste der UN unterstützt und besucht. So berichtete er von verschiedenen Projektbesuchen in Afrika und Asien, wo die Kraft des Sports genutzt wird, um Frieden und Gleichberechtigung unter den Menschen zu fördern. Je länger die Teilnehmer Willi Lemke zuhörten, desto mehr spürten sie, dass ihm die Position als UN-Sonderberater eine Herzensangelegenheit ist. Denn obwohl die Einblicke auf seinen Reisen viel Armut, Ungerechtigkeit und Elend bedeuten, so berichtete er doch auch von den vielen Lichtblicken, die man durch die Arbeit erwirken kann.

Besonders seine Anekdoten machten deutlich, welche Kraft der Sport haben kann, um das Leben von Menschen zu ändern bzw. zu verbessern. Entsprechend beeindruckt hakten Werders 60plusler am Ende der Präsentation nach. Auch beim anschließenden Kaffeetrinken wurde noch fleißig weiter diskutiert bevor um 17:30 Uhr die letzten Teilnehmer den Heimweg antraten.

Besonderer Dank gilt Willi Lemke für die interessanten und umfangreichen Einblicke in seine Aufgabengebiete bei den Vereinten Nationen.

Sebastian Reiter