Jacobs Uni bringt mit Werder Schüler in Bewegung

Friedrich Marotzke, Dr. Thorsten Thiel und Klaus-Dieter Fischer (v. li.) gaben den Startschuss für das Ballschulprojekt.
WERDER BEWEGT
Freitag, 06.09.2013 // 15:12 Uhr

Hinter der Ballschule verbirgt sich ein entwicklungsgerechtes Sportkonzept, das mit Mannschaftssport die motorischen wie sozialen Fähigkeiten von Kindern fördert. Der SV Werder Bremen setzt die Idee bereits seit mehreren Jahren sowohl im eigenen Verein als auch in Grundschulen und Kindergärten um. "Es geht darum, Kinder für die Bewegung zu begeistern und zu fördern ohne eine frühzeitige Spezialisierung", so Charlotte Schumacher, Ballschul-Koordinatorin bei Werder. Sie hat in den vergangenen Wochen interessierte Studierende der Jacobs University ausgebildet. Sie werden zukünftig in bilingualen Tandems ehrenamtlich Ballschuleinheiten an der Schule am Wasser geben. Im Rahmen einer offiziellen Auftaktveranstaltung am heutigen Freitag in der Jacobs University fand die erste Trainingseinheit statt.

In der Vegesacker Schule am Wasser hält ein neues Schulfach Einzug. Die Grundschüler haben künftig einmal pro Woche Ballschule. WERDER BEWEGT - LEBENSLANG, die CSR-Marke des SV Werder Bremen, und die Jacobs University setzen sich mit einem Gemeinschaftsprojekt dafür ein, Kinder wieder zum Ballspielen zu animieren.

"Studierende der Jacobs University haben sich in den vergangenen Jahren immer wieder in sozialen Projekten erfolgreich engagiert. Wir unterstützen dieses Engagement mit Rat und Tat. Dass wir mit Werder Bremen und der Schule am Wasser heute das Projekt Ballschule starten können, erfüllt uns mit Freude. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Schülerinnen und Studierenden durch diese ganz besondere Kombination aus Begegnung, Bewegung und Spaß eine große persönliche Bereicherung erfahren werden", erklärt Dr. Thorsten Thiel, Vizepräsident und COO Jacobs University Bremen.

Vom Konzept ist auch der SV Werder Bremen überzeugt. "Zusammen mit der Jacobs University haben wir in diesem ambitionierten Pilotprojekt sehr engagierte Studierende dafür ausgebildet, Kinder einer Inklusionsklasse im Umgang mit dem Ball zu trainieren. Heute bei der Auftaktveranstaltung haben wir gesehen, dass das sehr gut funktioniert und für alle Beteiligte ein großer Gewinn ist", so Vereinspräsident und Geschäftsführer Klaus-Dieter Fischer.

Friedrich Marotzke, Schulleiter Schule am Wasser, pflichtet dem bei: "Dieses Projekt hebt die Internationalität unsere Stadtteils hervor. Das ist eine schöne Perspektive, aus der man unsere Nachbarschaft betrachten kann. Die Zusammenarbeit und der Austausch zwischen unseren internationalen Schülern, einem international agierenden Fußballverein wie Werder Bremen und den Studierenden der Jacobs University aus aller Welt, ist eine wunderbare Bereicherung."

Die Jacobs University kooperiert seit 2012 auf verschiedenen Ebenen mit dem SV Werder Bremen. Das Ballschulprojekt wird ab sofort selbstständig durch die teilnehmenden Studierenden geführt. Jeden Freitagmorgen werden sie eine Schülergruppe an der Schule am Wasser sportlich anleiten.