Handeln ist die Devise

Philipp Strutz vom Deutschen Roten Kreuz gab den Windel-Liga Familien Tipps zum richtigen Handeln in Notfällen.
WERDER BEWEGT
Freitag, 18.02.2011 // 10:26 Uhr

Kleine Kinder sind neugierig, voller Tatendrang und immer abenteuerlustig. Alles Neue ist spannend und muss ausprobiert werden. Die Folgen dabei sind nicht selten kleinere Blessuren, aber auch mal größere Wunden. Viele Kleinteile müssen genauer unter die Lupe genommen werden, wobei auch schnell mal etwas im Mund verschwindet. Wenn es dann zu Atemnot kommt, ist schnelles Handeln die Devise. Doch wie handelt man in solchen Unglückssituationen als Eltern oder unbeteiligter Ersthelfer richtig?

Um dies zu verdeutlichen, fand am 10.02.2011 zum zweiten Mal ein 1. Hilfekurs bei Kindernotfällen im Rahmen der Windel-Liga im Weser-Stadion statt. Familien, die im 2. Windel-Liga Jahr sind, konnten sich für den Kurs anmelden. An beiden Terminen führte Philipp Strutz, Rettungssanitäter und erfahrener Ausbilder vom Deutschen Roten Kreuz, mit Humor und dem nötigen Fingerspitzengefühl durch so manches schwierige Thema. Mit den Schwerpunkten Notruf, Vergiftungen, Stürze, Verbrennungen sowie Atemnot oder Atemwegsverlegungen bei Kindern beschäftigten sich die Werderaner Familien über drei Stunden.

Neben dem lebendigen Vortrag, gefüllt mit Alltagssituationen eines Rettungssanitäters des DRKs, wurden praktische Übungen vollzogen, um die Scheu vor dem beherzten Handeln zu nehmen. Gerade bei diesen Handgriffen bestehe noch eine zu große Zurückhaltung und die Sorge falsch zu handeln, so Philipp Strutz.

An Ort und Stelle wurden die stabile Seitenlage und Herz-Lungen-Wiederbelebung geübt. Jeder Teilnehmer konnte die Reanimationsabläufe an Säuglings- und Kinderdummys durchführen. Nach anfänglicher Zurückhaltung der Teilnehmer herrschte zum Schluss der Übungen eine rege Beteiligung, um die erlernten Handgriffe praktisch nachzuvollziehen.

Als Fazit der Stunden stand für die Teilnehmer beider Kurse fest: die Hemmungen vor der Ersthilfe sind unbegründet, denn man kann nur falsch handeln, indem man nicht handelt.

Ilka Warnke