"Das Beste, was wir bisher auf Platz 11 gezeigt haben"

Sandro Stallbaum (hier im Duell mit Addy Menga) und Werders Abwehr bekam in der zweiten Hälfte ordentlich was zu tun.
U23
Samstag, 23.09.2006 // 18:54 Uhr

Auch dem VfL Osnabrück gelang es nicht, Werders Erfolgsserie im Regionalliga-Stadion "Platz 11" zu beenden. Seit nunmehr 14 Spielen ist die Mannschaft vom Trainergespann Thomas Wolter und Frank Bender auf der heimischen Spielstätte ungeschlagen...

Auch dem VfL Osnabrück gelang es nicht, Werders Erfolgsserie im Regionalliga-Stadion "Platz 11" zu beenden. Seit nunmehr 14 Spielen ist die Mannschaft vom Trainergespann Thomas Wolter und Frank Bender auf der heimischen Spielstätte ungeschlagen. Und es bleibt ebenfalls dabei, dass sich die Gäste aus Niedersachsen ungern an die letzten Duelle mit dem Regionalliga-Team von Werder erinnern werden. Im letzten Jahr verlor der VfL mit 1:5 auf Platz 11, in Osnabrück siegte Werder mit 3:1. Und auch dieses Mal gingen die Grün-Weißen wieder als Sieger vom Platz, wodurch Bremens U 23 die Bilanz gegen den VfL ausgleichen konnte. Thiago Rockenbach da Silva versucht zu erklären, warum es besonders gegen die Osnabrücker so gut klappt: "Vielleicht liegt es daran, dass Osnabrück ebenfalls eine fußballerisch starke Mannschaft hat. Da können dann auch wir besser gegen spielen als gegen eine Mannschaft, die sich hinten reinstellt."

 

Vor allem in der ersten Halbzeit spielte sich Werder gegen den VfL in einen wahren Rausch. Mit hohem Tempo und sehenswerten Kombinationen dominierte Bremen die ersten 45 Minuten deutlich. "Die erste Halbzeit war das Beste, was wir diese Saison bislang auf Platz 11 gezeigt haben. Da war richtig Feuer und Leidenschaft in unserem Spiel drin", sagte auch Trainer Thomas Wolter, für den die Partie nach dem schwachen Auftritt in Ahlen eine Standortbestimmung war. "Ich bin froh, dass wir sie erfolgreich gestalten konnten."

 

Doch so gut Werder im ersten Durchgang auch spielte, so schwer taten sich die Bremer in den zweiten 45 Minuten. Dabei hatten die Grün-Weißen nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff die Chance, das Spiel frühzeitig zu entscheiden. "Mit dem verschossenen Elfmeter haben wir es verpasst, den Sack zuzumachen", so Wolter. Thiago Rockenbach da Silva scheiterte vom Elfmeterpunkt aus an VfL-Keeper Frederic Gößling: "Ich habe mich eigentlich sicher gefühlt, daher habe ich mir auch den Ball genommen und geschossen. Leider hat es nicht geklappt. Ich muss jetzt wohl wieder mehr üben. Das konnte ich durch einige kleinere Verletzungen in letzter Zeit leider nicht so häufig", erklärte der Brasilianer, der im Anschluss an seine vergebene Chance miterleben musste, wie Osnabrück immer besser ins Spiel fand. "Wir sind in der zweiten Hälfte nicht mehr so ein Tempo wie in der ersten gegangenen. Das darf man gegen eine Mannschaft wie Osnabrück nicht machen. Aber zum Glück haben wir ja das dritte Tor gemacht", so Rockenbach da Silva glücklich.

 

Erst nach den Einwechslungen von Marc Heider und Max Kruse kam wieder ein wenig mehr Schwung in das Werder-Spiel. Für beide Akteure war es eine ganz besondere Begegnung. Zum einen, weil Max Kruse zum ersten Mal in einem Regionalliga-Spiel für die U 23 auflief und kurz vor Schluss fast noch ein Tor erzielt hätte (siehe Spielbericht), und zum anderen, weil Marc Heider auf seinen Ex-Verein traf. "Ich bin froh, dass ich spielen durfte. Nur schade, dass mir kein Tor gelungen ist", freute sich Heider, der aufgrund der ersten Halbzeit von einem verdienten Sieg sprach.

 

Durch den Erfolg schlossen die Bremer in der Tabelle punktgleich zu Spitzenreiter Union Berlin auf. Mit 17 Punkten liegen die Grün-Weißen nun nach neun Spieltagen auf dem zweiten Tabellenplatz. So viele Punkte hatte Werder im vergangenen Jahr nach der gesamten Hinrunde nicht. Damals lagen die Grün-Weißen nach 18 Spieltagen und 16 Punkten auf Rang 16.

 

von Norman Ibenthal