Freitagabend: Werders U 23 empfängt die Eintracht

Im letzten Aufeinandertreffen musste sich Onur Ayik mit Werders U 23 0:3 geschlagen geben.
U23
Mittwoch, 13.10.2010 / 13:13 Uhr

„Das sind die Spiele, warum wir in dieser Liga spielen wollen“, erklärt Werder-Coach Thomas Wolter immer, wenn der Gegner Eintracht Braunschweig heißt. Starke Mannschaft...

„Das sind die Spiele, warum wir in dieser Liga spielen wollen“, erklärt Werder-Coach Thomas Wolter immer, wenn der Gegner Eintracht Braunschweig heißt. Eine starke Mannschaft, viele Zuschauer und eine Begegnung auf hohem Niveau. Dazu gibt es am Freitagabend, 15.10.2010, beim 27. Aufeinandertreffen - gegen keine Mannschaft spielte Werder in der Regionalliga und 3. Liga bislang häufiger – um 19 Uhr im Schein des Flutlichts vom Stadion „Platz 11“ eine ganz besondere Atmosphäre.

 

„Nach dem Spiel gegen Offenbach wartet mit Braunschweig die nächste schwere Prüfung auf uns. Braunschweig hat eine sehr kompakte Mannschaft mit wenigen Verletzten und einer guten Mischung. Das macht sie derzeit so stark“, so Werder-Coach Thomas Wolter, der jedoch mehr auf die Leistung der eigenen Mannschaft schaut: „Für eine gute erste Halbzeit wie in Offenbach können wir uns nichts kaufen. Wir müssen über 90 Minuten so konstant spielen. Jeder muss gewillt sein, die nötigen Meter zu gehen, ob mit oder ohne Ball.“

 

Dass eine schwere Aufgabe auf die Bremer wartet, wird auch bei einem Blick auf die Tabelle deutlich. Denn die Eintracht legte einen richtig guten Start in die Saison hin. Nach dem 11. Spieltag standen die Braunschweiger noch nie besser seit ihrem Abstieg aus der 2. Bundesliga da. Drei Punkte beträgt der Abstand auf einen Aufstiegsplatz, zwei sind es sogar nur auf den Relegationsrang. „Sie gehören auch diese Saison sicherlich wieder zu den Topfavoriten auf die Aufstiegsränge“, weiß Werder-Coach Thomas Wolter um die Stärke der Löwen, die das letzte Duell an der Weser mit 3:0 für sich entscheiden konnten. „Da haben wir noch etwas gut zu machen“, fordert Wolter sein Team.

 

Eng verbunden ist der gute Saisonstart mit einem ehemaligen Werderaner: Karim Bellarabi. Bis zur U 14 spielte der heute 20-Jährige für die Grün-Weißen und fand anschließend über den FC Oberneuland den Weg zu den „Löwen“. Mit seinen guten Leistungen spielte sich der Angreifer, dessen Familie heute noch in Bremen lebt, bis in die deutsche U 20-Nationalmannschaft und debütierte in der vergangenen Woche beim 2:0 gegen die Schweiz.

 

Doch der derzeitige Shooting-Star, der bereits das Interesse einiger Bundesligisten geweckt hat, ist nur ein Akteur im gut besetzten Kader von Eintracht-Coach Torsten Lieberknecht, in dem sich mit Norman Theuerkauf noch ein zweiter ehemaliger Werderaner wiederfindet. Vor allem vor dem Angriff der Braunschweiger Eintracht ist Vorsicht geboten. Denn Dominick Kumbela und Dennis Kruppke erzielten mit elf Treffern die Hälfte aller Eintracht-Tore.

 

Verzichten muss Werders U 23 weiterhin auf die Dienste von Felix Kroos, der ein letztes Mal seine Rot-Sperre absitzen muss. Zudem steht hinter den Einsätzen von Alexander Hessel (Zerrung) und Stefan Ronneburg (Sprunggelenksverletzung) noch Fragezeichen. Ansonsten steht Thomas Wolter derselbe Kader wie zuletzt in Offenbach zur Verfügung. Zudem bleibt abzuwarten in welcher Verfassung die Auswahlspieler vom Länderpokal bzw. von der U 19-Nationalmannschaft zurückkehren werden.

 

Eine gute Nachricht hat Werder noch für alle Mitglieder und Dauerkarteninhaber. Für die Begegnung am Freitagabend stehen noch rund 250 Freikarten zur Verfügung.

 

Norman Ibenthal

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