Als Außenseiter aber nicht chancenlos zum SCP

"Wenn wir uns retten, dann am letzten Spieltag", sagt Thomas Wolter vor den letzten drei Spielen in der 3. Liga. Am Dienstag muss sich sein Team jedoch erst einmal in der Paderborner paragon-Arena behaupten.
U23
Montag, 11.05.2009 // 11:37 Uhr

"Die Spiele werden nun mal nicht mehr", blickt Werders U 23-Coach Thomas Wolter auf das nahende Saisonende der 3. Liga. Drei Spieltage stehen noch aus, neun Punkte sind noch zu vergeben...

"Es werden nun mal nicht mehr Spiele", blickt Werders U 23-Coach Thomas Wolter auf das nahende Saisonende der 3. Liga. Drei Spieltage stehen noch aus, neun Punkte sind noch zu vergeben. Die Grün-Weißen wollen und müssen dabei so viele wie möglich holen, um doch noch den Klassenerhalt in der 3. Liga zu erreichen. "Ich habe es bereits vor Monaten gesagt. Wenn wir uns noch retten sollten, dann am letzten Spieltag in Düsseldorf. Dafür haben wir einfach zu wenig Punkte in der Hinrunde geholt."

 

Mit der Ausbeute der Rückrunde darf der Bremer Trainer dagegen zufrieden sein. 21 Punkte konnten die Hanseaten bislang in der zweiten Saisonhälfte einfahren. "Das ist ordentlich. Dadurch haben wir ja nun auch noch die Chance auf den Klassenerhalt", erklärt Wolter. Damit man jedoch bis zum letzten Spieltag hoffen darf, müssen die Bremer in den kommenden beiden Spielen alles daran setzen, sich eine gute Ausgangslage zu verschaffen.

 

Sechs ehemalige Bremer im SCP-Team

 

Angesichts des kommenden Gegners keine leichte Aufgabe, geht es doch am Dienstagabend, 12.05.2009, um 19 Uhr gegen den Tabellenzweiten SC Paderborn. "Sie sind nun nach der Meisterschaft von Berlin der Favorit auf den zweiten Aufstiegsplatz. Paderborn hat eine gute Mannschaft, einen Großteil kennen wir ja sehr gut", spielt Wolter auf die zahlreichen ehemaligen Werderaner im Team des SCP an. Top-Torjäger Frank Löning, Florian Mohr, Daniel Brückner, der verletzte Jens Wemmer, der am Dienstagabend rot-gesperrte Kasper Jensen und Mannschaftskapitän Markus Krösche trugen alle schon einmal das "W" auf der Brust.

 

"Vom Papier her sind wir sicherlich klarer Favorit", so Florian Mohr vor der Partie. Der Paderborner Innenverteidiger weiß jedoch auch, dass der Tabellenvorletzte von der Weser, gegen den man das Hinspiel knapp mit 3:2 gewann, keinesfalls zu unterschätzen ist. "In der Rückrunde haben sie ebenso viele Punkte geholt wie wir." Zum einen ein Indiz für die doch recht ordentliche zweite Saisonhälfte der Grün-Weißen. Zum anderen jedoch auch ein Fingerzeig, warum der SCP den Aufstieg nach der souveränen Herbstmeisterschaft noch nicht unter Dach und Fach gebracht hat. "Es ist in der Rückrunde nicht so gelaufen, wie wir es uns vorgestellt haben. Es hat oftmals das Glück gefehlt, hinzu kam auch noch Verletzungspech", sucht Mohr nach Erklärungen für die unkonstanten Leistungen des SCP, durch die Präsident Wilfried Finke sich zu seinem Rücktritt gezwungen sah. "Nach dem Jena-Spiel sind wir aber wieder auf einem guten Weg und auch gegen Aalen hat man gesehen, dass bei uns die Moral stimmt."

 

Überraschung in der paragon-Arena?

 

Die stimmt jedoch derzeit auch bei den Bremern, die sich in den vergangenen Wochen den Anschluss an die rettenden Tabellenplätze hart erkämpft haben. "Wir haben oft gezeigt, wozu die Mannschaft in der Lage ist, waren oft nah dran, für eine Überraschung zu sorgen. Aber kurz vor Schluss haben wir den Sieg dann doch noch vergeben. Ich hoffe, dass wir dieses Pech und Unvermögen nun endgültig abgeschüttelt haben und in den letzten drei Spielen für den hohen Aufwand belohnen", ist Thomas Wolter davon überzeugt, dass sein Team auch in der Paderborner "paragon-Arena" bestehen kann. Vielleicht bleibt die Überraschung dieses Mal ja nicht aus.

 

von Norman Ibenthal