Nicolas Feldhahn: "Nicht in Panik verfallen!"

Erfahren im Abstiegskampf: Nicolas Feldhahn.
U23
Donnerstag, 23.04.2009 // 17:05 Uhr

Sechs Spiele bleiben Werders U 23 noch, um die nötigen Punkte für den Klassenerhalt in der 3. Liga zu schaffen. Wie man in der Endphase der Saison an die Partien heran geht, weiß Nicolas Feldhahn zur Genüge. Denn sowohl mit der SpVgg Unterhaching als auch mit dem FC Erzgebirge Aue hat er den Abstiegskampf hautnah miterlebt. "Ich habe diese Situation schon zwei Mal mitgemacht. Wichtig ist es, nicht in Panik zu verfallen und den Teufel an die Wand zu malen. Pessimismus ist fehl am Platz. Man darf sich nicht mit Gedankenspielen beschäftigen. Was wäre wenn die gewinnen? Wie spielen die anderen? Wie viele Punkte können wir noch holen? Es geht vielmehr darum, sich gut auf die Spiele vorzubereiten", versucht der 22-Jährige die Ruhe zu behalten, weiß aber auch um die Bedeutung der anstehenden Begegnung beim FC Carl-Zeiss Jena am Samstag, 25.04.2009.

 

Wolter fordert engagierten Auftritt seines Teams

 

Schließlich geht es im Ernst-Abbe-Sportfeld gegen einen direkten Konkurrenten. "Die Luft im Abstiegskampf wird immer dünner. Wenn wir das Spiel nicht gewinnen, ist es nicht mehr fünf vor zwölf, sondern nur noch eins von zwölf. Daher wollen wir die Partie auch unbedingt gewinnen“, erklärt der Mittelfeldspieler, gibt sich aber auch bei einer möglichen Niederlage noch nicht geschlagen. „Es wären dann immer noch einige Punkte zu holen."

 

Ähnlich sieht auch sein Trainer Thomas Wolter die anstehende Partie gegen die Thüringer, die mit drei Punkten vor Bremen auf dem ersten Nicht-Abstiegsplatz (17) rangieren: "In Jena haben wir das erste von sechs 'Pokalendspielen', in denen es um alles geht. Das muss in die Köpfe der Spieler rein. Wir haben bislang eine gute Rückrunde gespielt, dafür aber eine schlechte Hinrunde und deshalb sind wir noch nicht im Soll. Wir haben alles noch selbst in der Hand. Das können wir aber nur alle zusammen packen. Jeder muss nun seine Eigeninteressen zurückstellen", fordert Wolter ein ähnliches Auftreten seiner Mannschaft wie gegen Offenbach oder in Berlin. "Da haben wir richtig Gas gegeben. Wir haben miteinander gespielt und miteinander gearbeitet!"

 

Jena will mit neuem Trainer den Klassenerhalt sichern

 

Einen vergleichbar couragierten Auftritt erwartet der Bremer Coach jedoch auch von den Gastgebern, die mit Sebastian Hähnge einen ganz gefährlichen Mann in der Offensive aufweisen können (9 Treffer): "Für Jena steht ebenso viel auf dem Spiel wie für uns. Dementsprechend aggressiv und energisch werden sie zu Werke gehen!" Durch zehn aufeinanderfolgende Spiele ohne einen Sieg wurde Jena in den Abstiegstrudel gerissen. Ende März zogen die Thüringer die Notbremse und beurlaubten Trainer René van Eck. Der ehemalige Emden-Coach Marc Fascher soll nun versuchen, den FC zum Klassenerhalt zu führen.

 

Sowohl der letzte Auftritt der Bremer in Jena als auch das Hinspiel an der Weser endeten mit einem torlosen Unentschieden. Ein Ergebnis, das beiden Mannschaften am kommenden Wochenende kaum genügen wird. Einen kleinen Blick werden beide Teams auch auf die anderen Partien des 33. Spieltages riskieren, denn unter anderem treffen in Burghausen mit Wacker und dem VfR Aalen zwei weitere Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt direkt aufeinander.

 

Während Jena am Samstag auf dem gelbgesperrten Ralf Schmidt verzichten muss, stehen Coach Thomas Wolter die Verletzten Kevin Artmann, Julian Grundt (beide Kreuzzbandriss), Marc Heider (Achillessehnen-OP), Philipp Bargfrede (Meniskusriss) und Alexander Hessel (Oberschenkelprobleme) nicht zur Verfügung. Hinter den Einsätzen von Dominik Schmidt (Oberschenkelprobleme), Fabrice Begeorgi (Adduktorenprobleme) sowie Felix Schiller (Abiturvorbereitungen) stehen zudem große Fragezeichen.

 

Norman Ibenthal