U 23: Beginn einer richtungweisenden Woche

René van Eck löste im September Henning Bürger auf der Trainerbank in Jena ab.
U23
Mittwoch, 05.11.2008 // 16:59 Uhr

Werders U 23-Trainer Thomas Wolter blickt gespannt den kommenden Aufgaben in der 3. Liga entgegen: "Es liegt eine interessante Woche vor uns...

Werders U 23-Trainer Thomas Wolter blickt gespannt den kommenden Aufgaben in der 3. Liga entgegen: "Es liegt eine interessante Woche vor uns. Die Heimspiele gegen Jena und Dresden werden für uns richtungweisend sein. Nun wird sich zeigen, welchen Weg wir einschlagen werden", so der Bremer Coach. Die erste der beiden Aufgaben wartet dabei am kommenden Samstag, 08.11.2008, auf die Grün-Weißen. Um 14 empfangen Werders Talente den FC Carl-Zeiss Jena im Stadion "Platz 11". "Unser Auftritt in Braunschweig war ein guter Anfang, an den wir nun anknüpfen wollen. Für uns ist es wichtig, dass wir mutig agieren und uns gegenseitig helfen", fordert Wolter.

 

Obwohl der FC Carl-Zeiss Jena mit nur sechs Punkten Vorsprung auf die Bremer auf dem 15.Tabellenplatz verweilt, macht Thomas Wolter sehr deutlich, dass die Thüringer trotz des schlechten Tabellenstandes kein direkter Konkurrent im Abstiegskampf sind. "Jena ist seit fünf Spielen ungeschlagen und steht auch noch im DFB-Pokal. Ich schätze sie wesentlich stärker ein, als der Tabellenplatz es vermuten lässt", warnt der Fußball-Lehrer.

 

Aus den vergangenen dreizehn Spielen holte Jena drei Siege, fünf Unentschieden und musste fünf Niederlagen hinnehmen, für die Erwartungen im Umfeld des Absteigers aus der 2. Bundesliga eine recht mäßige Ausbeute. Vor allem auf eigenem Platz konnte Jena bislang noch nicht richtig überzeugen und wartet seit sechs Heimspielen auf einen Sieg. Zuletzt gab es drei Unentschieden im Ernst-Abbe-Sportfeld. Dagegen präsentiert sich der dreimalige DDR-Meister auswärts in prächtiger Form. Sowohl aus Wuppertal (1:0) als auch aus Braunschweig (2:1) trat man die Heimreise mit einem "Dreier" im Gepäck an. Vor allem vor der Offensive, um den aus Rostock zurückgeholten Sebastian Hähnge (4 Tore), ist Vorsicht geboten. Zusammen mit Salvatore Amirante (4 Tore) und André Schembri kann Trainer René van Eck auf eine äußerst torgefährliche Angriffsreihe zurückgreifen.

 

Das letzte Aufeinandertreffen in Bremen datiert aus der Saison 2005/2006. Im Oktober 2005 musste sich Werder dabei auf „Platz 11“ mit 0:2 geschlagen geben. Die Torschützen waren damals der bereits erwähnte Sebastian Hähnge und Torsten Ziegner, der dieses Mal jedoch nicht in Bremen auflaufen wird. Augrund von rassistischen Beleidigungen gegenüber dem Braunschweiger Kingsley Onuegbu wurde der Kapitän für fünf Spiele gesperrt. Naoya Kikuchi wird ebenfalls nicht zur Verfügung stehen. Der Japaner fällt mit Knieproblemen aus.

 

Aber auch Werder muss am Samstag auf einige Akteure verzichten. Toni Gänge und Hergen Gerdes fallen mit Rückenproblemen aus. Julian Grundt (Kreuzbandriss), Martin Harnik (Bänderriss), Max Kruse (Schienbeinbruch) und Alexander Hessel (Achillessehnenprobleme) stehen ebenfalls nicht zur Verfügung und hinter den Einsätzen von Pascal Testroet (Rückenprobleme) und Philipp Bargfrede, der nach seinem Bänderriss am Donnerstag wieder in das Training einsteigen soll, stehen große Fragezeichen.

 

Norman Ibenthal