Licht an: Erstes Flutlichtspiel wartet auf Werders U 23

Nach seiner gelb-Sperre am Mittwoch gegen Emden wieder dabei: Dominic Peitz.
U23
Montag, 08.10.2007 // 14:49 Uhr

Begegnungen gegen Kickers Emden sind aufgrund des Nordderby-Charakters schon immer etwas Besonders, doch am kommenden Mittwoch, 10.10.2007, erscheint die Partie...

Begegnungen gegen Kickers Emden sind aufgrund des Nordderby-Charakters schon immer etwas Besonderes, doch am kommenden Mittwoch, 10.10.2007, erscheint die Partie zwischen Werders U 23 und den Ostfriesen in einem noch helleren Licht. Und das sogar wortwörtlich, denn zum Spiel um 19.30 Uhr kommt zum ersten Mal die neue Flutlichanlage im Stadion "Platz 11" in der Regionalliga Nord zum Einsatz. "Durch das Flutlicht kann die Partie nun zu einer zuschauerfreundlichen Zeit ausgetragen werden. Ich hoffe, dass sich dadurch möglichst viele Fans dieses Spiel nicht entgehen lassen werden", freut sich Trainer Thomas Wolter auf das abendliche Aufeinandertreffen.

 

Wolter fordert mannschaftliche Geschlossenheit

 

Doch auch auf die sportliche Situation bezogen ist der Bremer Coach froh, nur wenige Tage nach der Niederlage gegen Essen bereits wieder antreten zu können. "Das 0:4 liegt uns dadurch nicht so lange im Magen." Thomas Wolter wäre gerne mit anderen Vorzeichen in die Partie gegangen. "Drei Siege in Folge wären mir natürlich lieber gewesen als drei Niederlagen. Doch es ist daher nun umso wichtiger, dass sich die Mannschaft als Einheit präsentiert. Für jeden Einzelnen kann es nur gut laufen, wenn das gesamte Team funktioniert."

 

Anlass zur Hoffnung auf Besserung verspricht die bisherige Statistik gegen die Kickers. Kein einziges der sieben Aufeinandertreffen in Bremen konnte Emden für sich entscheiden. Drei Mal siegte Werder, vier Mal trennte man sich unentschieden. Zudem sind die Emder seit drei Auswärtsspielen ohne Sieg. Ohnehin läuft es für die heimstärkste Mannschaft der Liga in der Fremde noch nicht so optimal. Erst zwei Siege konnte Emden bisher einfahren, die gelangen jedoch eindrucksvoll in Braunschweig und Essen.

 

Ohne Harnik, Bischoff und Johrden in das Nordderby

 

Seine Stärke zieht der Tabellen-Zweite aus Emden vor allem aus der Defensive, die um Neuzugang Bernd Rauw erst neun Gegentreffer hinnehmen musste. Nur Fortuna Düsseldorf musste seltener den Ball aus dem eigenen Tor holen (7). Dafür hält sich das Team von Trainer Stefan Emmerling mit dem Toreschießen noch ein wenig zurück. Erst zwölf Mal landete der Ball im gegnerischen Tor, wobei die beiden Angreifer Enrico Neitzel und Radovan Vujanovic mehr als die Hälfte aller Treffer erzielten. Auch am vergangenen Sonntag bewies Neitzel seine Torgefährlichkeit und traf gegen Lübeck zum zwischenzeitlichen 1:1. Am Ende musste sich Emden jedoch an der Lohmühle mit 1:2 geschlagen geben und verpasste somit den Sprung an die Tabellenspitze.

 

Auch in Bremen verlor Emden zuletzt mit 1:2. Der damalige Siegtorschütze Martin Harnik wird Werder jedoch am Mittwoch nicht zur Verfügung stehen, da er sich mit der österreichischen Nationalmannschaft auf die Testspiele gegen die Schweiz und die Elfenbeinküste vorbereitet. Ebenfalls nicht mit dabei werden Amaury Bischoff (Reha-Training) und Thomas Johrden (Gehirnerschütterung) sein. "Zudem macht ein Magen-Darm-Infekt einigen Spielern zu schaffen. Da müssen wir abwarten, wer bis Mittwoch wieder fit ist", so Trainer Thomas Wolter zur personellen Situation. Dafür steht neben Dominic Peitz, der seine Gelb-Sperre abgesessen hat, voraussichtlich auch Kevin Artmann nach überstandendem Muskelfaserriss wieder zur Verfügung.

 

Norman Ibenthal