Brummender Schädel nach hart erkämpften Punkt

Starker Einsatz: Florian Mohr rettete gegen Osnabrück gleich zweimal auf der Linie.
U23
Mittwoch, 28.03.2007 // 01:19 Uhr

So kann es manchmal kommen. In der Vorberichterstattung war noch von einem Spiel mit Tor-Garantie zu lesen. Schließlich lag das letzte torlose Unentschieden zwischen Werders U 23 und dem VfL Osnabrück immerhin schon zwölf Jahre zurück! Doch seit Dienstagabend hat diese torreiche Serie ein Ende. 0:0 trennten sich beiden Teams in der "osnatel-Arena." Das lag zum einen an der starken Abwehrarbeit der Bremer, die den VfL-Angriffen bis zum Schluss stand hielt, und zum anderen aber auch an der harmlosen grün-weißen Offensive, die kaum gefährlich vor das Osnabrücker Tor kam. "Wir haben heute sicherlich ein Spiel gesehen, das von der Spannung und Dramatik gelebt hat und in dem vor allem wir keine echte Chance verzeichnen konnten. Wir sind nicht gut in das Spiel gekommen und haben auch nicht gut gespielt. Daher bin ich mit dem Ergebnis zufrieden, mit dem Spiel natürlich nicht. Aber man muss sich auch mal durch so ein Spiel 'durchlügen'", sagte Werder-Coach Thomas Wolter nach dem Schlusspfiff.

 

Spielerisch hat sein Team die 9.500 Zuschauer in Osnabrück nicht überzeugt, kämpferisch umso mehr. Bezeichnend dafür war die 29. Spielminute, als Florian Mohr den Ball nach einem wuchtigen Schuss aus kurzer Distanz von Daniel Cartus spektakulär auf der Linie rettete. "Leichte Kopfschmerzen hab ich immer noch", so Mohr im Anschluss an die Partie. Ein wenig benommen blieb der 22-Jährige daher auch nach der Aktion einige Sekunden im Bremer Tor liegen. Dabei war die Kopfabwehr gar nicht so richtig beabsichtigt: "Den Ball hab ich überhaupt nicht gesehen. Ich wollte eigentlich nur auf die Linie laufen, um den Schuss vielleicht noch abzuwehren und dann prallte der Ball auch schon an meinen Kopf", erklärte Mohr, der sich mit dem Punktgewinn zufrieden zeigte: "Es war klar, dass Osnabrück Druck machen würde. Aber wir haben super dagegen gehalten. Es war wichtig, dass wir mal wieder zu null gespielt haben." Ähnlich sah es auch Mannschaftskapitän Sandro Stallbaum: "Nach der Niederlage gegen Ahlen war das der richtige Schritt nach vorne. Wir haben hinten keinen Treffer zugelassen, waren aber in der Offensive leider nicht so durchschlagskräftig. Daher ist das 0:0 völlig gerechtfertigt."

 

Profi-Leihgabe Patrick Owomoyela gestand dagegen ein: "Der Punktgewinn ist sicherlich ein wenig glücklich, auch wenn das Unentschieden hart umkämpft war." Der 27-Jährige kam in Osnabrück zum ersten Mal nach seiner Verletzung (Knöchelödem) und seinen Magen-Darm-Problemen bei einem Pflichtspiel über die volle Distanz zum Einsatz: "Dieses Spiel war sehr wichtig für mich. Ich brauche die Spielpraxis, um wieder den Anschluss zum Bundesliga-Team herzustellen", erklärte "Owo", der sein "Startelf-Comeback´" - wenn auch nur in der Regionalliga - fast vor der eigenen Haustür seiner alten Heimat feierte. 2005 war Owomoyela aus dem von Osnabrück aus rund 50 Kilometer entfernten Bielefeld an die Weser gewechselt.

 

Direkt an alte Wirkungsstätte kehrte dagegen Marc Heider zurück. Im vergangenen Sommer führte ihn sein Weg vom VfL Osnabrück nach Bremen. Doch trotz des Punktgewinns, zeigte sich der 19-Jährige, der zur Pause ausgewechselt wurde, nicht zufrieden: "Sicher war es schön hier zu spielen. Aber ich hatte mir das schon ein wenig anders vorgestellt und hatte mir, gerade hier in meinem alten zu Hause, eigentlich viel mehr vorgenommen", so der Angreifer enttäuscht, der wie seine Teamkollgen in der Offensive glücklos blieb.

 

Norman Ibenthal

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