U 23 verliert mit 0:1 zum Jahresauftakt

Würzburg gewinnt an der Weser

Marc Pfitzner und Co. mussten sich den Würzburger Kickers knapp mit 0:1 geschlagen geben (Foto: hansepixx).
U23
Sonntag, 21.01.2018 // 15:53 Uhr

Von David Steinkuhl

Die U 23 des SV Werder verliert den Jahresauftakt im heimischen Stadion ‚Platz 11‘ mit 0:1 (0:0) gegen die Würzburger Kickers. Nach einer ersten Halbzeit ohne großartige Highlights kam Werder nach der Pause immer besser ins Spiel. Mitten in die grün-weiße Drangphase trafen die Unterfranken dann in Person von Ioannis Nikolaou (71.) im Anschluss an einen Freistoß zur Führung. Die Grün-Weißen steckten in der Folge nicht auf und versuchten, die Niederlage noch abzuwenden, zu gefährlichen Gelegenheiten kamen Kazior, Manneh und Co. aber nicht mehr. Würzburg feiert so den siebten Sieg in Folge, während Werder den Sprung aus der Abstiegszone verpasst.

Aufstellung und Formation: Das erste Spiel im neuen Jahr geht Werder taktisch im 3-4-3 an. Eric Oelschlägel feiert sein Jubiläum und steht zum 50. Mal in der 3. Liga für den SVW auf dem Platz. Vor ihm bilden Vollert, Verlaat und Volkmer die defensive Dreierkette. Im Mittelfeld bekleiden Eggersglüß und Bünning die Außenpositionen, zentral agieren Pfitzner und Rosin. Neben Manneh und Kapitän Kazior gibt Boubacar Barry im Angriff sein Pflichtspieldebüt in Grün-Weiß. Der unter der Woche vom FSV Zwickau verpflichtete Fridolin Wagner steht schon im Kader von Oliver Zapel, nimmt aber erstmal auf der Bank Platz. Nicht dabei ist  Linksaußen Thore Jacobsen, der erstmals im Aufgebot der Werder-Profis steht.

Höhepunkte der 1. Halbzeit

7. Minute: Würzburg macht viel Druck in der Anfangsphase. Die Grün-Weißen müssen sich immer wieder Standardsituationen der Gäste erwehren, weil sie oft noch einen Schritt zu spät an den Gegenspielern sind. Boubacar Barry muss jetzt in der Defensive aushelfen und klärt gleich zweimal gegen Skarlatidis und Nikolaou.

16. Minute: Nächster Freistoß für den FWK. Göbel versucht es aus halblinker Position direkt, aber zu zentral, um Oelschlägel vor Probleme zu stellen.

27. Minute: Der Gäste-Schwung aus der Anfangsphase hat mittlerweile nachgelassen, es tut sich recht wenig auf dem Rasen im Stadion ‚Platz 11‘. Werder hat ins Spiel gefunden und das Geschehen ganz gut im Griff, nennenswerte Offensivaktionen fehlen allerdings noch.

44. Minute: Kurz vor der Halbzeit nochmal eine der ganz seltenen Torraumszenen – natürlich nach einem ruhenden Ball. Müller flankt einen Freistoß zwischen Fünfmeterraum und Strafstoßpunkt. Nikolaou kommt mit dem Kopf dran, kriegt aber keinen Druck hinter die Kugel. Oelschlägel hat keine Schwierigkeiten.

45. Minute: Halbzeit auf Platz 11. In der Anfangsviertelstunde machte Würzburg viel Alarm, danach bekam der SVW die stürmischen Gäste in den Griff. In der Folge entwickelte sich ein höhepunktarmes Spiel, dem die Pause möglicherweise gut tut, um wieder etwas Fahrt aufzunehmen.

Höhepunkte der 2. Halbzeit

Boubacar Barry gab gegen die Kickers sein Pflichtspieldebüt für Werder (Foto: nordphoto).

55. Minute: Kazior wird von Barry bedient und haut das Leder aus der Drehung in die lange Ecke. Das Netz wackelt, aber Schiedsrichter Bläser hat den Werder-Kapitän im Abseits stehen sehen. Es lässt sich dennoch festhalten, dass das Tempo jetzt etwas zugenommen hat und sich die Grün-Weißen keineswegs verstecken.

60. Minute: Stark von Manneh! Mit einer simplen Körpertäuschung schickt der 20-Jährige Nikolaou und Göbel ins Leere, fackelt dann nicht lange und zieht von der Strafraumkante ab. Neumann wirft sich noch in den Schuss und lenkt das Leder so über die Latte. Beste Werder-Chance der Partie!

69. Minute: Gute Freistoßposition für den immer besser werdenden SVW. Kazior versucht es direkt, scheitert aber an der Kickers-Mauer. Der zweite Ball fällt dem Kapitän wieder vor die Füße, der wieder den Kasten anvisiert – leider zu hoch.

71. Minute: Tor für Würzburg, 0:1, Ioannis Nikolaou. In einer Phase, in der Werder langsam Fahrt aufnahm, trifft der Gast nach einem Freistoß. Der Ball segelt hoch und weit in den Sechzehner, wo erst Schuppan verlängert und Nikolaou dann frei vor Oelschlägel keine Schwierigkeiten mehr hat, aus kürzester Distanz zu vollstrecken.

84. Minute: Die Grün-Weißen versuchen es weiter in Richtung Gästetor, im Abschluss fehlt aber oft die Präzision und die Entschlossenheit. So auch jetzt, wo Verlaat einen Eckball nicht richtig drücken kann und Patrick Drewes im FWK-Tor sicher zupackt.

90. Minute: Schluss auf Platz 11. Werder unterliegt den Würzburger Kickers mit 0:1. Trotz Leistungssteigerung im zweiten Durchgang fehlten offensive Durchschlagskraft und Torgefahr. Nach dem Führungstor durch Nikolaou spielten die Gäste clever weiter und verwalteten den knappen Vorsprung.

Stimmen zum Spiel

Oliver Zapel: „Der Unterschied heute war, dass Würzburg aus der einen Standardsituation ihr Tor gemacht hat. Ansonsten habe ich keine großen Unterschiede gesehen. Jeder Einzelne wird aus diesem Spiel was mitnehmen, was zum Entwicklungsprozess dazugehört. Trotzdem gehört es auch dazu, dass man sich für vernünftige Leistungen belohnt. Immer nur gut zu spielen, bringt uns tabellarisch nicht nach vorne.“

Rafael Kazior: „Wir haben es Defensiv richtig gut gemacht und bekommen dann ein doofes Gegentor nach einem Standard. Der Gegner hat heute hinten gut verteidigt, weshalb es schwierig war vorne Akzente zu setzen. Der Auftritt gibt uns aber Mut für die kommenden Aufgaben.“

Boubacar Barry: Es war eine bittere Niederlage, gerade wenn man die zweite Hälfte gesehen hat. Letztendlich wurden wir nicht belohnt, weil wir in einer Situation zu nachlässig waren.“

Die Statistik

Werder U 23: Oelschlägel - Vollert, Verlaat, Volkmer (77. Jensen) - Eggersglüß, Rosin, Pfitzner (77. Touré), Bünning - Manneh, Kazior, Barry (66. Young)

Würzburger Kickers:  Drewes - Ahlschwede, Neumann, Schuppan - Nikolaou - Göbel, Müller (89. Bytyqi), Skarlatidis (65. Baumann), Mast - Königs (84. Taffertshofer), Ademi

Tor: 0:1 Nikolaou (71.)

Gelbe Karten: Pfitzner, Eggersglüß, Touré - Neumann, Ahlschwede

Schiedsrichter: Benjamin Bläser

Stadion 'Platz 11': 328 Zuschauer