"Alle wollen das Gefühl erleben"

Alexander Nouri im Interview vor dem Saisonstart

Alexander Nouri fordert in jeder Einheit höchste Konzentration von seinen Spielern (Foto: nordphoto).
U23
Donnerstag, 28.07.2016 // 17:55 Uhr

das Interview führte Marcel Kuhnt

Wenn am Freitagabend die neue 3. Liga-Saison beginnt, sind es auch für die Werder U 23 keine 48 Stunden mehr bis zum ersten Pflichtspiel. Am Sonntag, 31.07.2016, um 14 Uhr ertönt im Weser-Stadion gegen die Sportfreunde Lotte der erste Anpfiff der Saison 2016/2017. Für U 23-Coach Alexander Nouri und sein Team wird es dann zum ersten Mal ernst. "Auch dieses Jahr wird es ein harter Kampf. Wir haben den jüngsten Kader der Liga und werden daher immer der Herausforderer sein", sagt Nouri.

Mit WERDER.DE sprach Werders U 23-Trainer über die Sommervorbereitung, die bevorstehenden Aufgaben und über die Lust an der neuen Saison.

WERDER.DE: Sonntag geht es endlich los. Mit dem Spiel gegen Lotte endet die lange Phase der Sommervorbereitung. Welches Fazit ziehst du?

Alexander Nouri: „Wir sind zufrieden. Die Spieler waren alle hochmotiviert und haben in jeder Trainingseinheit ein hohes Maß an Lernbereitschaft gezeigt. Sie haben die Dinge angenommen, die wir ihnen vermitteln wollten. Dennoch müssen wir Geduld haben, damit sich Abläufe und Verhaltensweisen auf dem Platz richtig einschleifen. Das ist uns bewusst. Doch diese Zeit geben wir der Mannschaft.“

Feinschliff: Beim Training kommt es Alexander Nouri auf das Detail an (Foto: WERDER.DE).

WERDER.DE: War der Ablauf der diesjährigen Vorbereitung wie im letzten Jahr?

Alexander Nouri: „Der gleiche Ablauf war es auf keinen Fall. Wir haben die Erkenntnisse, die wir letzte Saison sammeln konnten, in die Planung der Sommervorbereitung miteinbezogen. Gerade um Verhaltensweisen innerhalb der Mannschaft zu festigen, war es wichtig, dass wir auf diese Erfahrungswerte zurückgegriffen haben.“

WERDER.DE: Hat sich ein Spieler in der Vorbereitung besonders hervorgetan?

Alexander Nouri: „Ich würde da keinen Spieler herausgreifen wollen. Die gesamte Mannschaft ist in kürzester Zeit zu einer Einheit zusammengewachsen. Alle Spieler waren in den Trainingseinheiten gefordert, ihre beste Leistung auf dem Platz zu bringen. Das haben sie getan. Deshalb war auch eine Gesamtentwicklung im Team zu erkennen. Trotzdem müssen wir abwarten. Erst unter Wettkampfbedingungen wird man sehen, welche Akteure in der Lage sind, ihre Top-Leistungen abzurufen.“

Die Mannschaft ist zu einer Einheit zusammengewachsen.
Alexander Nouri

WERDER.DE: Es gab eine Vielzahl von Neuzugängen im Team. Neben sechs Spielern aus der Werder U 19 kamen mit Leon Jensen, Dominic Volkmer und Marc Pfitzner drei weitere Akteure hinzu. Wie machen sich die Neuen?

Alexander Nouri: „Gerade bei den jungen Spielern müssen wir die angesprochene Geduld mitbringen. Eine überzogene Erwartungshaltung wäre falsch. Gerade bei den Talenten ist es ein längerer Prozess. Doch die Einstellung, die von den Jungs vorgelebt wird, stellt mich zufrieden.“

WERDER.DE: Und wie ist das bei Marc Pfitzner?

Alexander Nouri: „Ein Spieler wie Marc Pfitzner soll den jungen Spielern auf und neben dem Platz als Orientierung dienen. Mit seiner Erfahrung ist er natürlich eine absolute Verstärkung für das Team. Gemeinsam mit Rafael Kazior und Tobias Duffner soll er die Mannschaft anführen.“

Jugend forscht: Die U 23 stellt erneut das jüngste Team der 3. Liga (Foto: nordphoto).

WERDER.DE: Die letzte Saison war ein wahres Herzschlagfinale. Das Team musste in jedem Spiel an seine Grenzen gehen. Wird die neue Spielzeit genauso schwierig?

Alexander Nouri: „Auch dieses Jahr wird es ein harter Kampf. Wir haben den jüngsten Kader der Liga und werden daher immer der Herausforderer sein. Es wird mit Sicherheit Partien geben, indem wir einfach nur Erkenntnisse sammeln werden. Doch auch diese Spiele sind wichtig für die Mannschaft. Nur so kann sie sich weiterentwickeln.“

WERDER.DE: So eine Herausforderung weckt mit Sicherheit eine große Vorfreude?

Alexander Nouri: „Die Vorfreude ist auf jeden Fall vorhanden. Jeder einzelne Spieler will endlich auf dem Platz um Punkte kämpfen und das Gefühl 3. Liga erleben. Ab Sonntag werden wieder die Erfahrungen gesammelt, die durch kein Training ersetzbar sind. Deshalb freuen wir uns alle darauf, dass die Saison endlich beginnt.“