An alter Wirkungsstätte

Alexander Nouri vor dem Duell in Osnabrück

Vier Jahre in Lila-Weiß: Alexander Nouri kehrt am Samstag zurück nach Osnabrück (Foto: nordphoto).
U23
Mittwoch, 27.04.2016 // 17:09 Uhr

Von Marcel Kuhnt

Vier Jahre lang schnürte Alexander Nouri die Schuhe für den

VfL Osnabrück. Vom Pokalspiel gegen den FC Bayern München bis hin zum Aufstieg

in die zweite Bundesliga – bei den Lila-Weißen hat er viel erlebt. Am Samstag

kehrt Werders U 23-Coach nun erstmals zurück an die Bremer Brücke. 

Aus der Tatsache, dass Alexander Nouri gerne an die vier Jahre beim kommenden Gegner zurückdenkt, macht er kein Geheimnis. „Ich habe viele positive Erinnerungen, wenn ich daran denke. Osnabrück ist eine absolute Fußball-Stadt. Die Identifikation der Menschen, die dort leben, mit dem Verein ist spürbar. Zudem habe ich in Osnabrück geheiratet und mein Sohn ist dort geboren. Daher verbinde ich mit der Zeit einiges“, gibt Nouri offen zu. 

Nouri: „An der Bremer Brücke muss du den Kampf annehmen.“

Erwartet einen Fight: Alexander Nouri will mit der U 23 punkten (Foto: WERDER.DE).

Dennoch unterstreicht er, dass am Samstag in erster Linie ein Erfolg der U 23 bei seinem Ex-Klub zählt: „Die Rückkehr wird bei mir in den Hintergrund rücken, da ich mich voll auf unsere Situation konzentriere. Der Fokus liegt auf der Partie. Da werden sich keine nostalgischen Gedanken einschleichen.“ Der 36-Jährige lebt damit die Mentalität vor, die er von seinen Spielern sowohl gegen den VfL Osnabrück als auch gegen die Stuttgarter Kickers und den VfR Aalen erwartet. „Die Jungs werden sich in den letzten Spielen nochmal voll reinhauen, um das Ziel Klassenerhalt zu erreichen. Da bin ich mir absolut sicher“, so Nouri.

An der Vorbereitung wird es auf jeden Fall nicht liegen. Der Fußball-Lehrer der Grün-Weißen weiß genau, was seine Mannschaft an der Bremer Brücke erwartet. „Wenn du in Osnabrück spielst, musst du von der ersten Minute an den Kampf annehmen. Der VfL wird versuchen das Publikum sofort mitzunehmen und sich in jeden Ball reinzuhauen. Daher musst du ständig hellwach sein und die Ärmel hochkrempeln“, beschreibt Nouri das Flair, das im Stadion an der Bremer Brücke aufkommen kann.

Joe war schon immer ein Fighter!
Alexander Nouri

Dass der VfL Osnabrück eine Spielweise an den Tag legt, die geprägt ist von Kampf, Einsatz und Laufbereitschaft, ist nicht verwunderlich. Seit Anfang September des letzten Jahres steht nämlich Joe Enochs an der Seitenlinie bei den Lila-Weißen. „Joe kam schon immer über seine Mentalität und den Einsatz. Er war ein echter Fighter“, erinnert sich Alexander Nouri an seinen ehemaligen Mitspieler.

Genau solch einen Fight wird es auch am Samstagnachmittag geben. Denn sowohl für den VfL Osnabrück, der noch in Richtung Aufstieg schielt, als auch für die Werder U 23 geht es - im Kampf um den Klassenerhalt - um wichtige Zähler. „Wir haben auswärts gegen Gegner wie Dresden, Würzburg oder Großaspach gezeigt, dass wir mithalten können. An diese Spiele müssen sich die Jungs erinnern. Wenn uns das gelingt, bin ich guter Dinge, dass wir aufgrund unserer individuellen Klasse was mitnehmen“, gibt sich Alexander Nouri optimistisch. Verbunden mit der Hoffnung, dass eine weitere positive Osnabrück-Erinnerung hinzukommt. In diesem Fall ein Sieg mit der Werder U 23.