Werders U 23 empfängt den Goslarer SC

Levent Aycicek könnte am Samstag im Kader von Werders U 23 dabei sein und gegen den Goslarer SC auflaufen (Foto: nordphoto).
U23
Donnerstag, 14.11.2013 // 14:27 Uhr

Der Goslarer SC ist in dieser Saison für so manche Überraschung gut und sorgt für reichlich Gesprächsstoff. Nicht zuletzt durch einen ganz prominenten Neuzugang: Kevin Pannewitz. Der 22-Jährige, der einst als eines der größten Talente in Deutschland galt, aber sich beim FC Hansa Rostock und dem VfL Wolfsburg nicht durchsetzen konnte, sucht bei den Kaiserstädtern einen Neuanfang.

In der Bundesliga ruht der Ball zwar durch die Länderspielpause, doch auf grün-weißen Fußball müssen Werders Fans dennoch nicht verzichten. Denn am Samstag, 16.11.2013, empfängt Werders U 23 in der Regionalliga Nord den Goslarer SC 8 an der Weser. Der Anstoß der Partie erfolgt um 14 Uhr im Stadion „Platz 11".

Goslar mit drei Niederlagen in Folge

Sportliche Ausrufezeichen setzten seine neuen Teamkollegen bislang reichlich. Der GSC ist das Überraschungsteam der Liga und legte einen ganz starken Start in die neue Spielzeit hin. Nach sieben Spieltagen war man die einzige Mannschaft der Liga, die noch ungeschlagen war. Die zwischenzeitliche Tabellenführung war der verdiente Lohn. Aber auch jede Serie hat einmal ein Ende, beim Aufsteiger FC Eintracht Norderstedt musste man am 8. Spieltag die erste Niederlage einstecken. Und auch aktuell läuft es für das zweitbeste Auswärtsteam der Liga (15 Punkte) nicht ganz so rund. Die letzten drei Partien gegen Oldenburg (2:4), Flensburg (2:3) und Victoria Hamburg (1:3) gingen verloren, so dass der GSC drei Punkte hinter Werder auf Platz 6 rangiert.

Dass die Saison so ordentlich laufen würde, war im vergangenen Sommer nicht zu erwarten. Wichtige Leistungsträger wie Torwart Nico Lauenstein oder die Torjäger Justin Eilers und Mazan Moslehe hatten den Verein, der die Spielzeit auf einem ordentlichen achten Platz beendet hatte, schließlich verlassen. Doch Neu-Coach Mario Block, der im Sommer die Nachfolge des im Mai entlassenen Trainers Frank Eulberg übernommen hatte, formte sich sein Erfolgsteam nach seinen Wünschen. Zu den Leistungsträgern gehören neben Kevin Kahlert (4 Tore) und Kai-Fabian Schulz auch Routinier Kasten Fischer (6 Tore) sowie Youngster Marius Kleinsorge, der sich in die Notizbücher von einigen Clubs gespielt hat. Zudem stellte Nils Pichinot seine Qualitäten im Angriff unter Beweis und netzte bereits sechs Mal im gegnerischen Tor ein. Mit Neuzugang Kevin Pannewitz gewinnt die Mannschaft nun noch weiter an Qualität.

Zuletzt hat GSC-Trainer Mario Block den Kader ein wenig verkleinert. Kamil Chmiel, Christipher Kolm und Nils Pölzing trainieren aus beruflichen Gründen vorläufig bei der Zweiten und auch Tezcan Karabulut (disziplinarische Gründe) sowie Sanel Boric (sportliche Gründe) sind bis zur Winterpause vorläufig bei der Reserve dabei.

Schoppenhauer wieder fit

Werder-Coach Viktor Skripnik muss neben den Langzeitverletzten Max Wegner, Oliver Hüsing, Lukas Fröde und Marnon Busch auch weiterhin auf Jeffrey Obst (Adukktorenprobleme) verzichten. Dazu befindet sich Martin Kobylanski derzeit bei der polnischen U 20-Nationalmannschaft und Florian Bruns sitzt seine Sperre ab, nachdem er bei der Partie gegen den FC St. Pauli II seine fünfte gelbe Karte gesehen hat. Dafür kehrt Clemens Schoppenhauer nach seiner Fußverletzung in den Kader zurück.

„Es steht ein interessanter Spieltag an. Die ersten acht Mannschaften spielen gegeneinander. Da kann in der Tabelle einiges passieren. Wir haben die letzten Partien positiv gestaltet. An diese Leistungen möchten wir anknüpfen. Aber wir gehen auch mit großem Respekt in die Begegnung. Goslar hat zuletzt drei Mal verloren. Sie wollen sicherlich eine Reaktion darauf zeigen. Und der GSC hat in dieser Saison auch schon bewiesen, dass mit ihm zu rechnen ist", blickt Werder-Coach Viktor Skripnik auf die Begegnung am Samstagnachmittag.

Werders U 23 und der Goslarer SC standen sich in der vergangenen Spielzeit das erste Mal in der Regionalliga Nord gegenüber. Beide Duelle gingen an die Bremer. An der Weser siegten die Grün-Weißen mit 4.2 und aus dem Harz kehrte man mit einem 3:1-Erfolg zurück. Diese Serie darf gerne ausgebaut werden.

Norman Ibenthal