Werders 23 verliert 2:3 in Regensburg

Niclas Füllkrug hatte einige gute Aktionen in der Offensive, zwei Mal hätte man sogar Elfmeter für ihn pfeifen können.
U23
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

„Wer hier unsere Anfangsphase gesehen hat, dem musste angst und bange werden. Da haben wir grob fahrlässig agiert. So darf man nicht in ein Spiel gehen", schaute Werder-Coach Thomas Wolter nach dem Schlusspfiff zurück. Denn kaum war das Spiel angepfiffen, lagen die Werderaner auch schon zurück. Nach gerade einmal 32 Sekunden versenkte Jim-Patrick Müller den Ball nach einer Flanke auf den langen Pfosten im Tor (1.). Der frühe Treffer zeigte bei den Grün-Weißen Wirkung, nur ganz schwer fanden die Bremer in die Partie und hatten Glück, dass die Hausherren die schwache Anfangsphase nicht konsequenter ausnutzen. So ging ein Schuss von Michael Klauß aus vollem Lauf am Tor vorbei (8.) und Tobias Schlauderer hämmerte das Leder aus 18 Metern an das Lattenkreuz (13.).

Werders U 23-Talente mussten eine weitere Niederlage in der 3. Liga einstecken. Die Grün-Weißen unterlagen am Samstagnachmittag beim SSV Jahn Regensburg mit 2:3 (1:1).

„Anschließend haben wir aber ein anderes Gesicht gezeigt", erlebte Thomas Wolter bis zum Pausenpfiff eine Werder-Mannschaft, die versuchte, die Kräfteverhältnisse neu zu ordnen. Die Hanseaten stabilisierten sich und hatten „gute Ballpassagen dabei, die wir leider nicht ausgenutzt haben", so der Bremer Trainer. Sein Team drückte auf den Ausgleich. Ein Kopfball von Leon Balogun ging noch vorbei (26.) und gleich zwei Mal hätte man einen Strafstoß an Niclas Füllkrug durchaus pfeifen können (35./38.), doch der erwartete Pfiff blieb vom insgesamt schwachen Schiedsrichter Arno Blos aus. Fast mit dem Pausenpfiff wurde Bremen aber belohnt: Nach einem Freistoß von Florian Hartherz netzte Max Wegner per Kopf zum 1:1 ein (45.).

Im zweiten Durchgang versuchten die U 23-Talente an die letzten Minuten aus Halbzeit Eins anzuknüpfen und erspielten sich auch ein leichtes Übergewicht. Das Tor machten aber die Hausherren: Zwar traf Tobias Schweinsteiger nur das Außennetz (49.), doch nach etwas mehr als einer Stunde brachte der eingewechselte Selcuk Alibaz den SSV erneut in Führung (62.). Und Regensburg setzte nach: Vander parierte glänzend gegen den Flachschuss von Rony Philp (65.) und ein weiterer Schuss von Selcuk Alibaz ging knapp vorbei (71.).

Auf der Gegenseite hatte der eingewechselte Niklas Hörber die Möglichkeit zum Ausgleich. Nach einem feinen Zuspiel von Max Wegner wurde für ihn jedoch der Winkel zu spitz, so dass er nur das Außennetz traf (80.). Regensburg machte es besser: Nach einem Freistoß war Andreas Laurito eher als Werder-Schlussmann Christian Vander am Ball und köpfte zum 3:1 ein (83.). Die Partie war gelaufen, einen Treffer gab es aber noch. Nachdem Max Wegner im Strafraum etwas unsanft beim Schuss gehindert wurde, zeigte Schiedsrichter Arno Blos auf den Punkt und Felix Kroos verkürzte auf 2:3 (90.+3).

„Wir haben uns einfach nicht genug Torchancen erarbeitet. Nach dem 1:3 waren wir dann nicht mehr in der Lage, das Spiel zu drehen", so das Fazit von Trainer Thomas Wolter, dessen Team mit 14 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz rangiert.

Norman Ibenthal

SSV Jahn Regensburg: Hofmann - Philp (85. Binder), Laurito, Neunaber, Nachreiner - Hein, Schlauderer, Jim-Patrick Müller, Temür (59. Alibaz), Klauß (77. Kasal) - Schweinsteiger

Werder Bremen: Vander - Schmude, Balogun, Schoppenhauer, Hartherz - Alexander Hahn (73. Hörber), Grashoff, Nagel - Kroos, Wegner, Füllkrug

Tore: 1:0 Jim-Patrick Müller (1.), 1:1 Wegner (45.), 2:1 Alibaz (62.), 3:1 Laurito (83.), 3:2 Kroos (90.+3 FE)

Gelbe Karten: Schlauderer, Laurito (beide Regensburg) - Kroos (Werder)

Schiedsrichter: Arno Blos (Deizisau)
Jahnstadion: 2.930 Zuschauer