Es zählen nur noch Siege für Werders U 23

Thomas Wolter hat im Abstiegkampf noch lange nicht aufgegeben.
U23
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Drei Spieltage haben Werders Talente noch, um aus dem Kampf um den Klassenerhalt erfolgreich hervorzugehen. Vier Punkte gilt es aufzuholen, wenn man die Abstiegsränge noch verlassen will. „Wir müssen versuchen, alle unsere Spiele zu gewinnen und dadurch den Druck auf die anderen Teams hochhalten", weiß U 23-Coach Thomas Wolter um die Wichtigkeit der kommenden Partie. Am Samstag, 30.04.2011, empfängt sein Team den SV Sandhausen im Stadion „Platz 11".

Aufgegeben hat der Fußball-Lehrer noch lange nicht: „In meinem Job muss man jedes Spiel positiv angehen. Wir hatten die Woche den gesamten Kader zusammen, das haben wir versucht zu nutzen. So lange rechnerisch noch alles möglich ist, bleibe ich auch optimistisch", erklärt Wolter.

An das Hinspiel haben Werders U 23-Talente alles andere als gute Erinnerungen. Pascal Testroet gelang zwar die frühe Führung, anschließend wurden die Grün-Weißen jedoch mit fünf Gegentoren aus dem Hartwaldstadion geschossen. Nur Liga-Primus Braunschweig gelangen genauso viele Treffer gegen die Bremer. „Das Hinspiel ist abgehakt. Am Samstag stehen andere Spieler auf beiden Seiten auf dem Platz, das wird ein ganz anderes Spiel", so Wolter, der gegen Sandhausen auf Felix Schiller (Oberschenkelprobleme), Timmy Thiele (Außenbandriss im Sprunggelenk) und Clemens Schoppenhauer (Gelb-Sperre) verzichten muss. Dafür steht Pascal Testroet nach seiner Blinddarm-OP wieder zur Verfügung.

Der deutliche Sieg aus dem Hinspiel ist jedoch alles andere als repräsentativ für die Saison des SVS, die bislang ziemlich turbulent verlief. Dabei gelang den Kurpfälzern ein Auftakt nach Maß, nach einem 4:1 in Burghausen durfte man sich sogar einen Spieltag lang Spitzenreiter nennen. Danach ging es jedoch rapide bergab, am 24. und 25. Spieltag zierte man sogar das Tabellenende. Dazwischen: zehn Niederlagen, magere drei Siege und zwei entlassene Trainer. Übungsleiter ist nun wieder Gerd Dais, der Sandhausen bereits von 2005 bis 2010 betreut hatte. Ein Wechsel der sich auszahlen sollte - nach einer Niederlage gegen Dynamo Dresden verabschiedeten sich die Schwarz-Weißen mit zehn ungeschlagenen Spielen in Folge aus den Abstiegsrängen, der Klassenerhalt ist so gut wie sicher. Unmittelbarer Nutznießer des alten und neuen Trainers ist dabei Kristjan Glibo. Seitdem der Abwehrspieler wieder aufläuft, kassiert Sandhausen kaum noch Gegentore, darüber hinaus erzielte der 29-Jährige in zwei Partien den Siegtreffer.

Ansonsten sucht man herausragende Akteure im ältesten Team der Liga vergebens. So kann etwa Stürmer Regis Dorn (6 Tore) in dieser Saison nicht annähernd an die Form des Vorjahres anschließen. Mit 22 Treffern war der Franzose 2009/10 noch bester Torschütze der Liga, in diesem Jahr wurde er hingegen meist ein- bzw. ausgewechselt. In seine Fußstapfen als bester Torschütze des Teams ist inzwischen Frank Löning (13 Treffer) getreten - für Werder-Fans kein Unbekannter. Zwischen 2006 und 2008 schnürte der Angreifer seine Fußballschuhe für die Grün-Weißen und durfte für Werders Profis sogar im Liga-Pokal ran.

Was kann man nun vom Rückspiel erwarten? Aller Voraussicht nach Tore, Tore und noch mehr Tore, zumindest wenn man der Statistik glaubt. In bislang fünf Aufeinandertreffen fielen im Durchschnitt 4,8 Treffer! Die Heimbilanz indes spricht für die Werderaner, die zuhause bislang immer gegen Sandhausen gewinnen konnten. Also, Hinspiel vergessen und drei Punkte holen.

Eine gute Nachricht hat Werder noch für seine Mitglieder. Am Spieltag stehen noch rund 280 Mitgliederfreikarten zur Verfügung.

Norman Ibenthal und Jörn Lange