Zu Ehren eines großen Werderaners

Pico-Schütz-Platz im Bremer Stadtteil Walle eingeweiht
Standesgemäß wurde das Schild mit einer grün-weißen Fahne enthüllt (Foto: WERDER.DE).
Sonstiges
Montag, 10.02.2020 / 16:28 Uhr

Von Sophia Ahrens

Mit Werder holte er den Meistertitel und den Pokal an die Weser. Angefangen hat allerdings alles im Stadtteil Walle: Dort schlüpfte Ex-Bundesligaprofi Arnold „Pico“ und Ehrenspielführer Schütz beim TUS Walle zum ersten Mal in die Stollenschuhe. Nun hat der 2015 verstorbene Fußballer einen Ehrenplatz in seinem Heimat-Stadtteil bekommen.

Nur 100 Meter entfernt von Schütz‘ früherem Grundstück lag jahrelang ein größerer Platz. Der war zuletzt namenlos – bis der Initiator und Werder-Fan Thorsten Jahn nach Walle zog. „Ich bin vor fünf Jahren hergezogen und bei einer Stadtführung wurde mir erzählt, dass Pico hier wohnte – da habe ich gedacht, dieser Platz wäre ja ideal für einen der größten Werder-Spieler überhaupt.“ Bis alle Instanzen durch waren, dauerte es ein Jahr. Am vergangenen Wochenende war es endlich soweit: Der „Pico-Schütz-Platz“ wurde eingeweiht. Die Nachbarschaft fand sich zur feierlichen Zeremonie ein und bekundete viel Zuspruch. „Ich habe mich natürlich umgehört hier. Die Leute die hier wohnen, waren alle sehr begeistert“, berichtet Jahn, wie seine Idee bei den Wallern angenommen wurde.

Unter den Gästen fanden sich auch einige Werderaner und bekannte Persönlichkeiten, die dem Ausnahmespieler Schütz noch einmal die Ehre erweisen wollten. „Leider hat er es nicht mehr mitkriegen können, aber das hier hat er auf jeden Fall verdient. Er war ein großartiger Sportler“, so Meisterspieler und Freund Max Lorenz auf der Einweihung in Walle.

Auch Werder-Präsident und Geschäftsführer Dr. Hubertus Hess-Grunewald hat es sich nicht nehmen lassen, zur Feier des Tages noch einige Wort über Schütz an die Anwesenden zu richten: „Mit Pico verbinden wir beides: sportlichen Erfolg und Bodenständigkeit, Nähe zu den Menschen. Dafür wird er immer stehen, für die Identifikation, die Werder-Spieler mit der Stadt und den Menschen in der Stadt haben.“ Dr. Hess-Grunewald selbst traf Pico in seiner Funktion als Geschäftsführer an seinem 80. Geburtstag. Seinen Humor bewahrte er sich bis dahin, denn als ihm der Umschlag der Geschäftsführung überreicht wurde, stellte er lediglich die Frage: „Ist da mein neuer Vertrag drin?“

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