Duell der Nationaltorhüter: Wiese freuten nur die Punkte

Tim Wiese bekam beim Spiel gegen Hannover zwar mehr zu tun als bei den beiden letzten Länderspielen, oft musste sich der Bremer Keeper am Sonntag aber nicht auszeichnen.
WERDER Fußballschule
Sonntag, 05.04.2009 // 22:03 Uhr

"Schießbunden-Enke!", skandierten die Bremer Fans im Weser-Stadion und stellten mit "Wiese für Deutschland!"-Rufen gleich noch ihren Favoriten für das Tor der Nationalmannschaft lautstark vor ...

"Schießbunden-Enke!", skandierten die Bremer Fans im Weser-Stadion und stellten mit "Wiese für Deutschland!"-Rufen gleich noch ihren Favoriten für das Tor der Nationalmannschaft lautstark vor. Die Reaktionen der Werder-Fans machten deutlich, dass auf dieses Fernduell der beiden gegenwärtig besten Torhüter Deutschlands mit großem Interesse geschaut wurde.

 

Tim Wiese allerdings berührte diese Wahrnehmung der Fußballfans nach eigenen Aussagen überhaupt nicht, er wollte von einem Fernduell im Derby gegen Hannover 96 nichts wissen. "Auch wenn das von einigen heute so gesehen wurde, mache ich mir gar keine Gedanken, wer im anderen Tor steht. Ich konzentriere mich nur auf meine Leistung. Ich will mich ja weiter anbieten. Denn natürlich wäre ich auch bei den letzten beiden Länderspielen lieber im Einsatz gewesen", so der Werder-Keeper.

 

Wo kein Duell, da auch kein Gewinner! So sah es dann folgerichtig auch Tim Wiese, der die Fan-Gesänge der grün-weißen Anhänger dementsprechend relativierte. "Klar ist es für jeden Torhüter bitter, wenn er vier Gegentreffer bekommt. Aber Vergleiche der Torhüter bringen in so einem Spiel nichts. Bei den vier Gegentreffern war auch einiges Pech dabei und auf der anderen Seite bekam ich fast nichts zu tun."

 

Robert Enke konnte zudem seine persönliche Bilanz mit einem gehaltenen Elfmeter aufpeppen, doch Trost war das für den Nationaltorhüter keineswegs. "Wir haben in der Situation vor dem 1:2 nicht aufgepasst, aber dass wir dann gleich wieder vier Treffer kassieren, das darfst du keinem erzählen", so Enke, der sichtlich verärgert war. Details zu seiner Gemütsstimmung wollte er aber nicht preisgeben. "Mein Seelenleben bespreche ich mit meiner Frau, aber sicher nicht in der Öffentlichkeit", so der 96-Keeper.