Bundesverdienstkreuz für Werderaner Peter Logemann

Peter Logemann (Mitte) mit Bürgermeister Jens Böhrnsen (2.von links) und den Geschäftsführern Klaus-Dieter Fischer, Manfred Müller und Jürgen L. Born.
WERDER Fußballschule
Donnerstag, 19.06.2008 // 23:34 Uhr

Große Ehre für einen Werderaner! Jugendreferent Peter Logemann wurde von Bundespräsident Köhler das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Die Übergabe der Auszeichnung erfolgte am Donnerstagnachmittag ...

Große Ehre für einen Werderaner! Jugendreferent Peter Logemann wurde von Bundespräsident Köhler das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Die Übergabe der Auszeichnung erfolgte am Donnerstagnachmittag mit einem Festakt im Kaminsaal des Bremer Rathauses durch Jens Böhrnsen, Präsident des Senats und Bürgermeister der Freien Hansestadt Bremen. Zur Ehrung waren zahlreiche Freunde der Familie Logemann, langjährige Weggefährten und Vertreter des Präsidiums und der Geschäftsführung von Werder Bremen geladen.

 

In seiner Ansprache schwärmte Böhrnsen von einer "hoch beeindruckenden Vita" Logemanns, der die Ehrung für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement bei Werder und seine Aktivitäten speziell für die Jugend der Grün-Weißen erhielt. Böhrnsen unterstrich aber auch die Vielseitigkeit Logemanns. "Wenn man liest, dass Peter Logemann seit 1957 bei Werder Bremen ist und dort seit 1961 ehrenamtlich unter anderem als Mannschaftsleiter, Betreuer, Obmann, Sportwart, Jugendreferent aktiv war und ist, dann ist das so ein breites Wirkungsfeld, dass man den Hut ziehen muss. Durch sein Wirken im sportlichen und sozialen Bereich ist er ein Vorbild und vermittelt Werte, die wichtig für ein faires, friedliches Miteinander wichtig sind. Man sagt, das Ehrenamt ist der Kitt, der die Gesellschaft zusammenhält, das gleiche gilt aber auch für einen großen Verein. Peter Logemann gilt ein ganz herzliches Dankeschön."

 

Klaus-Dieter Fischer, Präsident des Sport-Vereins "Werder" v. 1899 und Geschäftsführer der Werder Bremen GmbH & Co KG aA, gehörte auch im Namen aller Grün-Weißen mit seinem anschließenden Grußwort zu den ersten Gratulanten an diesem Nachmittag. "Ich überbringe die Glückwünsche aller Werderaner. Wir freuen uns über die Auszeichnung für einen von uns. Es ist gleichzeitig eine Anerkennung der Arbeit aller Ehrenamtlichen unseres Vereins. Insgesamt wirken etwa 300 Frauen und Männer ehrenamtlich am Vereinsleben mit, ein riesige Zahl für einen Bundesligaverein und Anhaltspunkt dafür, wie wichtig diese Tätigkeiten für den Verein sind. Es ist Ausdruck dafür, dass wir das SV in unserem Vereinsnamen nicht nur als 'Sportverein' interpretieren, sondern auch als 'soziale Verantwortung' verstehen." Fischer nutzte aber auch die Gelegenheiten, die ganz besonderen Ergebnisse der Arbeit Logemanns hervorzuheben. "Es ist vor allem sein Verdienst, dass sich bei Werder die Durchführung von Jugendfreizeiten und eine Vereinsjugendvertretung etabliert haben."

 

Peter Logemann, auch Ehrenmitglied bei Werder und von 2003 bis 2004 im Aufsichtsrat der Grün-Weißen aktiv, zeigte sich gerührt von den Lobreden und Glückwünschen. "Ich danke allen dafür, die mitgewirkt haben, dass ich vorgeschlagen und nach eingehender Prüfung für würdig befunden wurde. Ich weiß, dass auch viele andere diese Ehrung verdient hätten. Ich sehe sie aber auch als Anerkennung meines Lebenswerkes, die Jugendarbeit in Schule und Verein. Diese Arbeit hält mich fit, macht frisch und ich habe sehr viel Spaß dabei", sagte Logemann, der sich bei Werder aber auch dafür bedankte ein Umfeld vorzufinden, in dem dieses Engagement auch gewürdigt wird. "Ich fühle mich in der Werder-Familie sehr wohl und bin stolz ein Werderaner zu sein."

 

Wie groß die Freude im Hause Logemann tatsächlich war, beschrieb der 66-Jährige mit folgenden Worten: "Als ich den Anruf bekam, dass ich für diese Auszeichnung vorgeschlagen wurde, musste ich mich erstmal hinsetzen. Ich habe niemandem außer meiner Frau davon erzählt, weil man nicht weiß, ob man dann tatsächlich zu den Geehrten zählt. Als dann im Frühjahr das entscheidende Telefonat folgte, werde ich die empfundene Freude nie vergessen. Richtig begreifen werde ich Ehrung aber erst ab morgen."