Duell der aufstrebenden Mittelfeldakteure

Profis
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Nachdem der SV Werder Bremen den amtierenden Deutschen Meister FC Bayern München und den Pokalsieger FC Schalke 04 geschlagen hat, empfangen die Bremer nun am Samstag den Tabellenführer Bayer 04 Leverkusen. Die Pokalniederlage gegen den KFC Uerdingen war zwar ziemlich schmerzlich, Werder-Coach Thomas Schaaf gibt sich aber optimistisch: "Wer gegen den Tabellenführer nicht motiviert genug ist, bei dem fehlt etwas."

 

Wenn man es nüchtern betrachtet, dann spielt am Samstag der Tabellenerste gegen den Tabellenfünften. Doch schaut man genauer hin, dann treffen die beiden Mannschaften der Stunde aufeinander. Der Tabellenführer tritt mit weißer Weste bzw. ohne eine Bundesliga-Niederlage an. Die Bremer können ihrerseits auf sieben Siege aus acht Ligaspielen verweisen. Aber es wird auch das Spiel der Mittelfeldakteure. Während Michael Ballack auf Seiten der Leverkusener Deutschland zur WM geschossen hat, befindet sich Torsten Frings im Bremer Team schon seit Wochen in Hochform. "Sicherlich sind beide Spieler wichtig für die Mannschaft, aber sowohl Leverkusen als auch wir haben noch einige andere gute Spieler", relativiert Chef-Coach Thomas Schaaf das erwartete Duell. Schaaf fügte auf der Pressekonferenz am Donnerstag hinzu, dass "Leverkusen sich dadurch auszeichnet, auch nach einem Rückstand immer mutig nach vorn zu spielen. Wir haben nur dann eine Chance, wenn wir genau so entschlossen und konzentriert wie in den letzten Partien, das Spiel in Uerdingen mal ausgenommen, in die Zweikämpfe gehen."

 

Nachdem Andreas Herzog bereits am Dienstag eine Freistellung bekommen hatte, wird der Österreicher auch für das Spiel am Samstag freigestellt: "Andi kann sich in Ruhe um seine Belange kümmern", sagte der Werder-Coach Schaaf. Mladen Krstajic, der seine Rückenprobleme auskuriert hatte, erlitt einen neuen Rückschlag und musste am Donnerstag das Training abbrechen. Den 27-jährigen Jugoslawe plagen muskuläre Probleme im rechten Oberschenkel. Auch Werder-Ersatzkeeper Jakub Wierzchowski wird gegen Leverkusen wohl nicht dabei sein können. Ein Virusinfekt setzt derzeit ein großes Fragezeichen hinter einen möglichen Einsatz des polnischen Nationaltorwarts.

 

Der Pokalniederlage in Uerdingen konnte Werder-Coach Thomas Schaaf dennoch etwas Positives abgewinnen: "Man hat gesehen, dass man eben nicht mit nur 50 Prozent Einsatz ein Spiel gewinnen kann. Genau diese Erkenntnis muss man in das Spiel gegen Leverkusen mitnehmen."