Werder in Dortmund: Ring frei zur dritten Runde

Claudio Pizarro erzielte im Achtelfinale des DFB-Pokals das 2:1-Siegtor für Werder.
Profis
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Ein Schlitzohr vor dem Tor: BVB-Angreifer Alexander Frei.

Am Samstag, 21.03.2009, um 15.30 Uhr trifft Werder Bremen bereits zum dritten Mal in dieser Saison auf Borussia Dortmund. Während die Begegnung am achten Spieltag im Weser-Stadion noch einem offenen Schlagabtausch glich (3:3), versesetzten die Grün-Weißen dem BVB im Achtelfinale des DFB-Pokals mit einem 2:1-Auswärtssieg den vorzeitigen K.O. Am Samstag gilt es für Werder einen Punktesieg zu landen. Mit einem „Dreier“ im „Signal Iduna Park“ würden die Bremer (Tabellenplatz zehn) an den derzeit besser positionieren Borussen (Rang neun) vorbeiziehen.

 

„Müssen unsere Leistung bestätigen“

 

„Wir wollen uns verbessern und natürlich geht es auch darum, in der Tabelle etwas darstellen zu können. Die Vorraussetzungen dafür sind aber in erster Linie gute Leistungen. Dieses Ziel müssen wir wie in den letzten Wochen, mit dem Nachdruck etwas erreichen zu wollen, intensiv verfolgen“, sagt Werders Cheftrainer Thomas Schaaf, der zugleich betont, auch gegen den Letzten der Rückrunden-Tabelle keinesfalls fahrlässig agieren zu wollen: „Davon halte ich nichts“, will Schaaf der Statistik nicht trauen. „Wir müssen unsere Leistung bestätigen. Wir werden keinen aus der Pflicht nehmen, die Dinge intensiv anzugehen.“

 

Taumelnde Dortmunder hoffen auf den ersten Sieg im Jahr 2009

 

Ebenso in der Pflicht steht der BVB. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp hat in der Rückrunde bislang kräftig einstecken müssen und wartet noch immer auf den ersten Bundesliga-Sieg im Jahr 2009. Zuletzt teilten die Schwarz-Gelben zwar mächtig aus und erzielten vier Treffer in Hannover, bekamen im Gegenzug aber auch vier Tore eingeschenkt. „Sie haben in Hannover zwei Mal mit zwei Toren in Führung gelegen, das ist stark. Das Negative ist, dass sie sich haben wieder einholen lassen“, analysiert Schaaf. „Trotzdem müssen wir aufpassen. Auf der anderen Seite müssen wir mit Mut und Selbstvertrauen in die Aktionen gehen und die Dortmunder zu Fehlern zwingen“, so der Coach weiter.

 

Ex-Werderaner Patrick Owomoyela und BVB-Coch Jürgen Klopp.

Klopp: „Es muss wieder ein Kampf auf hohem Niveau werden“

 

Jenes Selbstvertrauen schöpfen die Werderaner aus den Erfolgen der letzten Wochen. Seit nunmehr sieben Spielen haben die Grün-Weißen wettbewerbsübergreifend nicht verloren, in Dortmund soll diese Serie freilich nicht einreißen. Doch der BVB wird gewiss nicht frühzeitig das Handtuch werfen, im Gegenteil: „Es muss wieder ein Kampf auf hohem Niveau werden. Wenn wir gegen Werder nicht an die Leistungsgrenze gehen, wird es schwer“, appelliert BVB-Trainer Klopp an die Einstellung seiner Elf.

 

Ausfälle auf beiden Seiten

 

Für den „Fight“ am Samstagnachmittag muss Klopp allerdings auf Kevin-Prince Boateng (Sehnenteilriss im Knie), Mats Hummels (Sprunggelenk) und Bajram Sadrijaj (Patellasehne) verzichten. Bei Werder stehen neben Naldo (Rot-Sperre) auch Torsten Frings (Knöchelprobleme), Markus Rosenberg (muskuläre Probleme) sowie Frank Baumann (Zerrung) nicht zur Verfügung. „Natürlich fehlen uns diese Spieler, aber dafür haben wir einen großen Kader. Jetzt haben andere die Chance auf sich aufmerksam zu machen“, ist Schaaf zuversichtlich, trotz der fehlenden Spieler eine schlagkräftige Mannschaft aufbieten zu können.

 

von Timo Strömer