Keine Zeit zum Verschnaufen: Jetzt kommt Stuttgart!

Der letzte Vergleich zwischen Werder und dem VfB endete am 7. Spieltag der aktuellen Saison mit 1:4 aus Bremer Sicht. Nun soll wieder ein "Dreier" her.
Profis
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Nur schwer zu stoppen: VfB-Stürmer Mario Gomez erzielte in dieser Spielzeit schon 14 Bundesliga-Treffer.

Die englischen Wochen haben es in sich. Für Werder Bremen bleibt in diesen Tagen keine Zeit zum Verschnaufen. Der AS St-Etienne wurde just mit 1:0 gen Heimat geschickt, da steht auch schon die nächste Aufgabe ins Haus. Am Sonntag, 15.03.2009, gastiert ab 17 Uhr der VfB Stuttgart im Weser-Stadion und die Grün-Weißen haben einen „klaren Auftrag“, wie Cheftrainer Thomas Schaaf verrät: „Das was jetzt ansteht, wollen wir bestens bewältigen. Wir wollen gute Leistungen gepaart mit guten Ergebnissen liefern. Die Leistung kann man am besten abrufen, wenn man immer im Rhythmus bleibt.“

 

Schwerfälligkeit? „Das ist eher eine Kopfsache“

 

Über mangelnden Rhythmus kann sich Werder derzeit allerdings kaum beschweren. Vielmehr reift die Sorge, dass die Doppelbelastung der englischen Wochen ihren Tribut einfordern könnte. „Gegen St.-Etienne waren wir in der zweiten Halbzeit ein bisschen schwerfälliger, aber ich glaube, das ist eher eine Kopfsache, als eine Frage der Fitness“, widerspricht Schaaf der Ermüdungs-These. „Wenn die Klarheit in den Aktionen fehlt, so wie in der zweiten Spielhälfte, dann macht man eher einen Schritt zurück“, so der Coach weiter.

 

“Wir machen nicht den Fehler, die Wettbewerbe unterschiedlich zu gewichten“

 

Am Sonntag will Werder freilich wieder einen Schritt nach vorne machen. Die Grün-Weißen warten im Jahr 2009 noch immer auf den ersten Bundesliga-„Dreier“, gegen Stuttgart soll der Knoten endgültig platzen. Die Gefahr, dass die Mannschaft den verhältnismäßig „tristen“ Bundesligaalltag – Werder steht auf Platz zehn der Tabelle - im Vergleich zum prickelnden internationalen Geschäft auf die leichte Schulter nehmen könnte, sieht der Trainer indes nicht: „Wir machen nicht den Fehler, die Wettbewerbe unterschiedlich zu gewichten. Wir halten die Spannung aufrecht und nehmen die Mannschaft in die Pflicht, die Leistung abzurufen.“

 

Stuttgart auf UEFA-Cup-Kurs

 

Will mit dem VfB in den internationalen Wettbewerb einziehen: Teamchef Markus Babbel.

Nicht minder in der Pflicht steht der VfB Stuttgart. Der Deutsche Meister von 2007 hat den Anspruch, sich für die internationalen Plätze zu qualifizieren und scheint für dieses Vorhaben auf einem guten Weg. Die Schwaben befinden sich im Aufwärtstrend, rangieren auf Platz sechs der Tabelle und schnuppern bereits an den UEFA-Cup-Rängen. Unter der Leitung von Teamchef Markus Babbel (Nachfolger des entlassenen Meister-Trainers Armin Veh) ging in der Bundesliga noch kein Spiel verloren, zuletzt landete der VfB zwei Siege in Folge. „Der Erfolg ist da. Babbel bewirkt etwas in Stuttgart. Ich hoffe aber, dass er am Sonntag nicht so viel bewegen kann“, gibt Schaaf schmunzelnd zu verstehen und findet lobende Worte für die Konkurrenz aus dem Schwabenländle: „Mit Stuttgart erwartet uns ein schwerer Gegner. Wir können sicher sein, dass sie eine gute Mannschaft auf den Platz bringen werden. Wir müssen dagegen halten und unseren Weg gehen.“

 

Naldo und Jensen stehen nicht zur Verfügung

 

Für diesen Weg wird der Coach aber auf wichtige Personalien verzichten müssen. Naldo (Rot-Sperre) sowie Daniel Jensen (Nasenbeinbruch) werden definitiv ausfallen und hinter den Einsätzen von Mesut Özil (Kapselverletzung im Knie) und Per Mertesacker (Erkältung) stehen noch Fragezeichen. „Es ist sehr fraglich, ob es bei Mesut für Sonntag reicht. Per könnte vielleicht schon am Samstag wieder ins Training einsteigen, das müssen wir noch abwarten“, sagt Schaaf.

 

von Timo Strömer