Mit Pokal-Selbstvertrauen zum Rückrundenauftakt

Markus Rosenberg erzielte im Hinspiel zwei Tore gegen Bielefeld.
Profis
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Werder hat nichts zu verschenken. Torsten Frings und Co. werden gegen die Arminia keinen Zweikampf scheuen.

Die Generalprobe ist geglückt. Werder hat sich am Mittwochabend eindrucksvoll mit 2:1 gegen Borussia Dortmund durchgesetzt und ist ins Viertelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Nun wollen sich die Grün-Weißen auch im Ligaalltag behaupten und sich wieder an die oberen Tabellenplätze herantasten. Werders erster Bundesliga-Prüfstein im Jahr 2009 heißt DSC Arminia Bielefeld. Die Ostwestfalen gastieren zum Rückrundenauftakt am Sonntag, 01.02.2009, ab 17 Uhr im Bremer Weser-Stadion und dürfen vor einer wiedererstarkten, selbstbewussten Schaaf-Elf gewarnt sein.

 

Pokalsieg gibt Werder Rückenwind

 

„Es war nur ein Spiel“, will Werders Cheftrainer Thomas Schaaf den Sieg gegen Dortmund nicht überbewerten. Er weiß aber auch, dass es „ein gutes Spiel“ war, in dem die Bremer aufgezeigt haben, „dass sich die Arbeit der Vorbereitung auszahlt, das Trainingslager eine Wirkung hat und sich der positive Trend aus den Testspielen bestätigt“, wie es der Coach formuliert. „So ein Erfolgserlebnis gibt der Mannschaft Stärke und Selbstvertrauen, es gibt den Spielern eine Bestätigung für den Aufwand, den man betreibt.“ Werder wird sich freilich nicht auf diesem Erfolgserlebnis ausruhen wollen, im Gegenteil: „Das Spiel hat uns gezeigt, wie es zu gehen hat. Diese Leistung wollen wir jetzt konstant aufbieten. Die Sicherheit und Konzentration, die unser Spiel gegen Dortmund ausgezeichnet hat, gilt es dauerhaft abzurufen“, fordert Schaaf.

 

Vorsicht Werder! Die Arminia ist konterstark

 

Diego (re.) ist ebenso wie Mannschaftskollge Claudio Pizarro rot-gesperrt und steht gegen Bielefeld nicht zur Verfügung.

Werders erste Alltags-Hürde im jungen Jahr, Arminia Bielefeld, sieht sich dagegen mit einem ungemein existenzielleren Vorhaben konfrontiert: Die Blauen stehen aktuell auf Platz 14 der Tabelle, haben nur drei Punkte Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz und werden gewiss um jeden Preis die Klasse halten wollen. Drei Zähler gegen Werder kämen der Mannschaft von Trainer Michael Frontzeck da gerade recht. Ein Offensivfeuerwerk werden die Gäste aller Voraussicht nach aber dennoch nicht entfachen, vielmehr das effektive Konterspiel der Arminen nötigt auch Schaaf Respekt ab: „Bielefeld hat in der Vorbereitung sehr gut agiert. Im Konterspiel sind sie sehr gefährlich. Sie schalten schnell um und kommen dann ebenso schnell zum Abschluss. Da müssen wir aufpassen“, warnt der Bremer Coach und hat sogleich das taktische „Gegengift“ parat: „Wir wissen, dass wir sie mit unserem Angriffsspiel in Verlegenheit bringen können. Wir dürfen Bielefeld nicht zur Entfaltung kommen lassen.“

 

Bielefelds Gefahrenquelle: Katongo und Munteanu

 

Werders Cheftrainer Thomas Schaaf warnt vor dem Konterspiel der Gäste.

Die Ergebnisse der „sehr guten“ Bielefelder Vorbereitung sind, wie so oft nach Testspielen, nur bedingt aussagekräftig. Gegen die Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth und VfL Osnabrück setzten sich die Blauen mit 1:0 und 5:0 durch, gegen Werders U23 kamen die Arminen nicht über ein 2:2-Unentschieden hinaus. Gewinner der Vorbereitung ist Angreifer Christopher Katongo, der im Zusammenspiel mit Neuzugang Vlad Munteanu schon ansehnlich und effektiv harmonierte. Vier Treffer erzielte Katongo in den Testpartien und hat nun auch für das Spiel gegen Werder beste Karten für die Startformation.

 

Werder hat nichts zu verschenken

 

Beste Karten für drei Punkte, schenkt man der Statistik bedingungslos Vertrauen, hat dagegen allenfalls Werder. 15 Bundesligaspiele bestritten die Ostwestfalen im Weser-Stadion, nur einen winzigen Punkt konnten sie aus der Hansestadt entführen. Der letzte Vergleich zwischen Bremen und Bielefeld in der „Schüco-Arena“ endete allerdings im August 2008 2:2-Unentscheiden. „In dem Spiel lagen wir zwei Mal in Führung. Da haben wir Punkte verschenkt, keine Frage. Diesmal wollen wir es besser machen, wir werden Bielefeld auf keinen Fall unterschätzen“, unterstreicht Schaaf.

 

von Timo Strömer