FC kütt:Werder empfängt die zweitbeste Defensive der Liga

So feiern sie mit ihren Fans: Der 1. FC Köln gewann am vergangenen Spieltag mit 2:1 gegen Hannover 96.
Profis
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Will gegen Werder nicht büßen müssen: Kölns Cheftrainer Christoph Daum.

Keine Champions-League-Partien, keine DFB-Pokal-Spiele, keine nationalmannschaftlichen Verpflichtungen – mit Ruhe und Konzentration durfte sich Werder Bremen in dieser Woche auf das Bundesliga-Duell gegen den 1. FC Köln vorbereiten. Am Sonntag, 16.11.2008, ab 17 Uhr gastieren die Rheinländer im Rahmen des 13.Spieltages im ausverkauften Bremer Weser-Stadion. Werders Cheftrainer Thomas Schaaf wertet die Spielpause unter der Woche als eine willkommene Abwechslung und womöglich kleines Plus im Kampf um ganz wichtige drei Punkte: „Man weiß wie wichtig es ist, eine Woche mit der gesamten Mannschaft trainieren zu können. Ich hoffe, dass uns das am Sonntag weiterbringt.“

 

Köln hat einen Lauf

 

Ein Blick auf die Tabelle verrät indes: Die Kölner sind gut drauf. Fünf Siege aus den letzten sieben Bundesliga-Spielen – für den Aufsteiger eine bemerkenswerte Bilanz, die aktuell mit Platz acht belohnt wird. „Die Defensivleistung ist die Basis, die überragende Seite in unserem Spiel“, gibt FC-Coach Christoph Daum das Erfolgsrezept preis. In der Tat musste Köln in der laufenden Saison nur 14 Gegentreffer hinnehmen, nach Schalke 04 die zweitwenigsten. Für Pizarro und Co. dürfte es folglich schwierig werden, die kompakte Defensive der Gäste zu durchbrechen. Zumal Werders Offensivabteilung am vergangenen Spieltag beim 0:0-Unentschieden in Bochum nicht unbedingt Kaltschnäuzigkeit attestiert werden konnte. Daum will dem „Braten“ aber nicht so recht trauen: „Vielleicht sollen wir für das büßen, was bislang bei Bremen nicht so geklappt hat.“

 

Özil fehlt gegen den auswärtsstarken FC

 

Pierre Wome wechselte zu Beginn der Saison von Werder zum FC.

Buße tun muss auf Bremer Seite vorerst Mesut Özil. Werders quirliger Mittelfeldflitzer wurde vom DFB-Sportgericht wegen eines Vergehens an Bochums Mannschaftskapitän Thomas Zdebel für drei Spiele gesperrt und steht am Sonntag nicht zur Verfügung. „Natürlich fehlt uns Mesut mit seinen kreativen Momenten, aber wir haben einen guten Kader, mit dem wir unseren Weg gehen werden“, so Schaaf, der im gleichen Atemzug vor der Klasse der Gäste warnt: „Köln hat eine auffällige Saison gespielt, vor allem auswärts sind sie gut aufgetreten. Sie sind viel unterwegs, sehr laufstark und spielen schnell und mutig nach vorne. Sie haben jedem Gegner das Leben schwer gemacht, wir sind gespannt, wie sie sich am Sonntag präsentieren werden.“

 

FC-Manager Meier bremst die Kölner Euphorie

 

Während Werder die Woche für intensive Trainingsarbeit genutzt hat, tankten die „Geißböcke“ zusätzliches Selbstvertrauen. Die Rot-Weißen testeten am Mittwoch gegen Fortuna Köln, der FC entschied das Stadtderby mit 5:1 für sich. Die Kölner scheinen für das Gastspiel an der Weser also bestens gewappnet. Traut man der Tabelle – Werder rangiert derzeit auf Platz zehn – startet die Daum-Elf sogar als Favorit in die Partie. FC-Manager Michael Meier will von solchen Zahlenspielen aber nichts hören: „Es ist ein Trugschluss, dass wir vor Bremen stehen. Das wird sich wieder korrigieren.“ Hoffentlich schon am Sonntagabend. Mit einem Sieg könnte Werder an den Rheinländern vorbeiziehen. An dieser Stelle noch eine kleine Randnotiz als Mutmacher: Das letzte Aufeinandertreffen zwischen Werder und Köln endete am 33. Spieltag der Saison 2005/2006 mit 6:0 aus Bremer Sicht. Also: Macht`s noch einmal Jungs!

 

von Timo Strömer