"Denkmal" Zidan kommt mit dem stärksten Mainz

Auf dem besten Weg, in Mainz ein "Denkmal" zu bekommen: Werders Ex-Stürmer Mohamed Zidan. Hier wird er nach einem seiner bislang sieben Tore für die 05er von Fabian Gerber geherzt.
Profis
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Mit dem FSV Mainz 05 kommt am Sonntag, 18.03.07, eine der drei Mannschaften ins Weser-Stadion, die Werder Bremen in der Hinrunde mit einem "Sechserpack" regelrecht überrollt hat. Doch das 6:1 vom 9. Spieltag ist längst Geschichte, die Ausgangslage im Frühjahr 2007 eine völlig andere. Galt das Team von Jürgen Klopp zur Winterpause noch allerorten als heißester Abstiegskandidat, stellen die Mainzer nun sensationell die beste Rückrundenmannschaft. Mit hervorragenden 19 Punkten aus acht Spielen kletterten die Rheinhessen vom letzten Tabellenplatz auf Rang zehn und genießen inzwischen beste Chancen auf den Klassenerhalt.

 

Aufschwung mit Zidan und Andreasen

 

Im Hinspiel eine Nummer zu groß für Mainz: Diego & Co. durften am Bruchweg über sechs Tore jubeln.

In hohem Maße mitverantwortlich für den jüngsten Siegeszug der 05er sind zwei Akteure, die an der Weser bestens bekannt sind: Mohamed Zidan und Leon Andreasen. Beide wechselten in der Winterpause von Bremen nach Mainz, Andreasen im Gegensatz zu Zidan allerdings auf Leihbasis. Während Zidan in bisher sieben Einsätzen schon sieben Mal erfolgreich war und damit in Windeseile zum treffsichersten Mainzer avancierte, übernahm Andreasen ebenso schnell eine Führungsrolle im Mittelfeld – und erzielte quasi nebenbei auch schon vier Tore.

 

Auch Werders Cheftrainer Thomas Schaaf freut sich über die positive Entwicklung der beiden Dänen. "In Mainz haben sie sicher schon einige Denkmale für Mohamed Zidan aufgestellt. Er wird auch hier versuchen, erfolgreich zu sein. Und Leon zeigt, weshalb wir ihn 2005 geholt haben. Wir haben uns bewusst Gedanken gemacht, wie wir ihm Einsatzzeiten ermöglichen können, denn der Wettkampf ist ganz wichtig", betont Schaaf.

 

Schaaf: "Sie haben ihr Spiel wiedergefunden"

 

Der 45-Jährige erwartet einen sehr engagierten Gegner, der sich in allen Bereichen enorm gesteigert hat. "Sie werden sich voll einbringen, alle Qualitäten einsetzen, um uns zu ärgern. Sie haben ihr Spiel wiedergefunden, das Kombinationsspiel ist wieder sicherer, die Bewegungen sind da. Sie haben Erfolge eingefahren, die Punkte tun ihnen gut, auch der Präsentation der Mannschaft. Die Tabellenposition oder ihre Leistungen im Herbst müssen wir vergessen, wir erwarten das stärkste Mainz", ist sich Schaaf sicher.

 

Personell wird sich bei den 05ern im Vergleich zum 1:0-Heimsieg über Arminia Bielefeld nicht viel ändern. Der gelbgesperrte Marco Rose wird von Benjamin Weigelt ersetzt, die grippekranken Milorad Pekovic und Mohamed Zidan befinden sich auf dem Wege der Besserung.

 

Hunt fällt aus, Klose und Jensen fraglich

 

Trafen in Mainz doppelt: Werders Stürmer Aaron Hunt und Miro Klose. Während Hunt am Sonntag definitiv fehlen wird, kann Klose voraussichtlich spielen.

Angespannter die Lage bei Werder: Neben den Langzeitverletzten Frank Baumann, Ivan Klasnic und Tim Borowski wird auch Aaron Hunt mit muskulären Problemen definitiv ausfallen. Dazu sind die Einsätze von Miro Klose (Rückenbeschwerden) und Daniel Jensen (Pferdekuss) noch nicht vollends gesichert. Möglich also, dass Youngster Kevin Schindler oder der Schwede Markus Rosenberg eine Chance von Beginn an erhalten.

 

Beide äußerten sich im Hinblick auf einen möglichen Einsatz jedoch bescheiden. "Werder ist eine Topmannschaft. Ich werde mich eher zurückhalten und auf meine Chance warten. Ich bin ja noch jung", so der 18-jährige Schindler, der am Mittwoch im Uefa-Cup gegen Celta Vigo sein vielbeachtetes Debüt bei den Profis gefeiert hatte. Und auch Markus Rosenberg ist kein Freund von großen Tönen: "Wir werden sehen, was passiert. Man muss sich erst in eine neue Mannschaft einfinden, und das braucht Zeit."

 

von Kevin Kohues und Enrico Bach