Baumann: "Barca ist abgehakt, jetzt zählt Gladbach"

Guckt nur auf das Gladbach-Spiel: Werder-Kapitän Frank Baumann.
Profis
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Nach dem "Bonus" in der Champions League gegen den FC Barcelona, so formulierte es Torsten Frings, geht es am Samstag, 30.09.2006, ab 15.30 Uhr für Werder Bremen in der Bundesliga weiter, "dem wichtigsten Wettbewerb." Gegner der Grün-Weißen wird im Weser-Stadion der derzeitige Tabellenfünfte, Borussia Mönchengladbach, sein, für den es in der Vergangenheit an der Weser wenig zu holen gab. Das letzte Spiel gewannen sie in der Hansestadt vor über 19 Jahren (21.03.1987). Dazwischen lagen 17 Duelle der beiden Bundesligisten.

 

Gegen auswärtsschwache Gladbacher Schwung mitnehmen

 

In die aktuelle Saison starteten die von Rückkehrer Jupp Heynckes trainierten Gladbacher mit drei Siegen aus fünf Spielen ordentlich, präsentierten sich aber wie in der vergangenen Spielzeit auswärtsschwach. Beide Begegnungen in der Fremde gegen den 1. FC Nürnberg (0:1) und Alemannia Aachen (2:4) gingen verloren. "Dabei soll es auch bleiben", so Werder-Cheftrainer Thomas Schaaf trocken.

 

Um zu gewinnen, muss Werder "den Schwung aus dem Champions-League-Spiel gegen den FC Barcelona mitnehmen", erklärte Clemens Fritz. Thomas Schaafs Taktik lautet: "Wir müssen den Gegner zu Fehlern zwingen sowie das Kombinieren und die Geschlossenheit weiter in Gang bringen. Zusätzlich müssen wir im Torabschluss besser abschneiden." Der Cheftrainer der Werderaner möchte, dass seine Mannschaft den Gegner nicht zur Ruhe kommen lässt. Er weiß aber auch, "dass es ein völlig anderes Spiel wird, als gegen den spanischen Meister." Ähnlich sieht es Kapitän Frank Baumann: "Barcelona ist abgehakt, jetzt zählt nur noch Gladbach." WM-Torschützenkönig Miroslav Klose fordert: "Drei Punkte, egal wie." Sollten sie so spielen, wie gegen die Katalanen, wird ihm bei diesem Ziel nicht "Angst und Bange".

 

Verletzungssorgen auf beiden Seiten

 

Gewinnen möchte auch die Borussia um den argentinischen Neuzugang Federico Insúa: "Wenn wir in der oberen Tabellenregion bleiben wollen, dann müssen wir unbedingt punkten", erklärte Sportdirektor Peter Pander. Verzichten müssen die "Fohlen" bei diesem Vorhaben aber auf ihren Torjäger Oliver Neuville. Den Nationalspieler plagen Achillessehnenprobleme. Außerdem fehlen Trainer Jupp Heynckes Nando Rafael (Leistenprobleme) und Filip Daems (Achillessehnenprobleme). Doch auch die Werderaner haben Verletzungssorgen. So wird Schaaf mit Sicherheit auf Tim Borowski (Außenbandverletzung im linken Knie) und Patrick Owomoyela (Knöchelverletzung) verzichten müssen. Ob Per Mertesacker spielen kann, ist noch nicht klar: "Die Ferse ist nach dem Barcelona-Einsatz gereizt. Es ist aber im Bereich des Möglichen, dass er spielt."

 

von Ole Schlabers