Schaaf erwartet kämpferische Wolfsburger – Klose fit

Miroslav Klose erzielte in dieser Saison bereits 20 Tore für die Grün-Weißen.
Profis
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Unterschiedlicher könnten die Ausgangspositionen für Werder Bremen und den VfL Wolfsburg vor dem 18. Nordderby in der Bundesliga kaum sein. Während sich die Hanseaten in aussichtsreicher Position im Kampf um die Champions-League-Plätze befinden, haben die "Wölfe" fünf Spieltage vor Saisonende nur zwei Punkte Abstand zu den Abstiegsrängen und müssen um den Klassenerhalt bangen. Dass die Partie für die Bremer dennoch kein Selbstläufer wird unterstreicht Cheftrainer Thomas Schaaf: "Auch wenn es beim VfL Wolfsburg in dieser Saison oft Unruhe gab und die Mannschaft immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen worden ist, haben sie viele gute Spieler, die genügend Erfahrung besitzen, mit der momentanen Situation umzugehen. Sie werden aggressiv spielen und versuchen, uns in den Zweikämpfen zu beherrschen. Sie können es sich schließlich nicht erlauben, gegen uns zu verlieren", erwartet Schaaf ein schweres Spiel gegen den Abstiegskandidaten, denen gegen Werder auch noch mit Diego Fernando Klimowicz der mit elf Treffern torgefährlichste Spieler gelb-gesperrt fehlt.

 

Ausgeglichene Bilanz zwischen Werder und Wolfsburg

 

Ausgeglichener als die Ausgangssituation ist die Bilanz zwischen den beiden Nord-Klubs. Von bisher 17 Duellen in der Bundesliga gewannen die Bremer acht und die Wolfsburger sieben, zweimal wurden die Punkte geteilt. Der 6:1-Sieg in der Hinrunde lässt die Bremer aber nicht übermütig werden: "Samstag wird es bestimmt nicht so leicht wie im Hinspiel, schließlich brauchen die Wölfe auch jeden Punkt", warnt Petri Pasanen. Auch Miroslav Klose unterschätzt die Wolfsburger keineswegs: "Sie sind ein wenig angeschlagen, aber solche Mannschaften sind immer besonders gefährlich. Außerdem haben sie sich gegen die Großen immer leichter getan als gegen die Kleinen." Nelson Valdez erwartet eine "hungrige Mannschaft, die alles versuchen wird, in der Bundesliga zu bleiben." Tim Borowski glaubt, dass sein Team eine "optimale Leistung" abrufen muss, um die "kleine Siegesserie" fortzusetzen. "Schließlich haben wir uns in dieser Saison gegen vermeintlich kleine Gegner oft schwer getan", resümiert der Nationalspieler. Abwehrspieler Christian Schulz macht sich auf einen "heißen Tanz" gefasst.

 

Mit einem Sieg könnte Werder einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Champions-League-Qualifikation machen, zumal der HSV und Schalke 04 mit den Abstiegskandidaten MSV Duisburg und 1.FC Köln auch Gegner haben, die um den Klassenverbleib bangen und alles geben werden. Thomas Schaaf möchte sich der Champions-League-Qualifikation aber trotz der sechs Punkte Vorsprung auf den Rivalen Schalke 04 nicht so sicher sein: "Wir waren schon einmal weit weg und haben sie wieder herankommen lassen. Wir müssen jetzt zusehen, dass wir unsere Aufgaben erfüllen und in 14 Tagen haben wir ja auch schon das Vergnügen, gegen Schalke zu spielen."

 

Miroslav Klose wieder fit

 

Dass Torsten Frings am Samstag auflaufen kann, hatte Cheftrainer Thomas Schaaf am Donnerstagvormittag noch gehofft, am Donnerstagnachmittag aber war klar, dass die Wadenbeinprellung einen Einsatz erneut unmöglich macht. "Es geht nicht", brachte Schaaf die Situation auf den Punkt. Des Weiteren werden dem Trainer Frank Baumann (Innenbandeinriss im linken Knie), Aaron Hunt (Patellasehnensyndrom) und Jelle van Damme (Muskelverletzung im linken Oberschenkel) fehlen, die auch am Donnerstag wieder individuelle Reha-Programme absolvierten. Aller Voraussicht nach spielen kann Torjäger Miroslav Klose (Knöchelprobleme am linken Fuß). Er trainierte nach zweitägiger Reha wieder mit der Mannschaft. Klose: "Ich war vor dem Training noch einmal beim Arzt und der hat Grünes Licht gegeben."

 

von Ole Schlabers