Werder will Völlers Siegesserie stoppen

Jelle van Damme und seine Mitspieler wollen gegen Bayer Leverkusen wieder auf die Erfolgsspur zurückkehren.
Profis
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Ein alter Bekannter wird am Samstag, 24.09.2005, um 15.30 Uhr im Weser-Stadion auf der Trainerbank der Gäste Platz nehmen. Denn wenn Werder Bremen auf Bayer Leverkusen trifft, ist es auch das dritte und zugleich letzte Spiel von Rudi Völler als Interimstrainer der Rheinländer.

 

Mit zwei Siegen in Duisburg (3:1) und gegen Köln (2:1) hat Völler die Leverkusener nach durchwachsenem Start und der Entlassung von Trainer Klaus Augenthaler in Windeseile wieder in die Tabellenregionen geführt, wo sie ihrem Anspruch nach hingehören. Mit zehn Punkten belegt Bayer nun den fünften Platz, liegt drei Punkte hinter Werder. Völler will durch einen Sieg an seiner alten Wirkungsstätte, wo er zwischen 1982 und 1987 in 137 Bundesligaspielen sagenhafte 97 Tore erzielte, den Trainerstuhl mit einer makellosen Bilanz nach drei Spielen wieder räumen und auf seinen eigentlichen Posten als Sportdirektor zurückkehren. Als neuer Trainer unter dem Bayer-Kreuz ist Matthias Sammer im Gespräch.

 

Bayer ohne die Leistungsträger Schneider und Juan

 

Beim Kräftemessen an der Weser muss Völler indes auf zwei absolute Leistungsträger verzichten. Der deutsche Nationalspieler Bernd Schneider sah im Derby gegen Köln die rote Karte, während der brasilianische Internationale Juan sich einen Muskelfaserriss zuzog. Außerdem fehlen den Leverkusenern Jens Nowotny (Trainingsrückstand), Jacek Krzynowek (Knieverletzung), Paul Freier (Wadenzerrung) und Jan-Ingwer Callsen-Bracker (Reha nach Mittelfußbruch).

 

Werder-Cheftrainer Thomas Schaaf sieht in dem Trainerwechsel und den Ausfällen bei Bayer nicht unbedingt einen Vorteil für seine Mannschaft: "Ein Wechsel bewirkt, dass sich unzufriedene Spieler neu beweisen können, so dass wir nicht genau wissen, was auf uns zukommt. Ich rechne nach den letzten beiden Siegen mit einem Gegner, der keine Unsicherheit mitbringt, sondern der in der Pflicht steht." Schaaf zeigte sich optimistisch, dass seine Elf aus dem Dämpfer von Mönchengladbach die richtigen Lehren gezogen hat. "Wir wissen jetzt, dass wir nicht nachlassen dürfen. Außerdem hat die Mannschaft ein gutes Selbstbewusstsein und eine Sicherheit gefunden, die auch nach einer schlechten Halbzeit in Mönchengladbach noch vorhanden ist", ist sich der 44-Jährige sicher.

 

Bisher 35.000 Karten verkauft

 

Verzichten müssen die Grün-Weißen voraussichtlich noch auf Nelson Valdez (Muskelfaserriss), Petri Pasanen (Schädeltrauma) und Ümit Davala (Hüftprobleme), die jedoch am Donnerstag schon eine individuelle Einheit mit Physiotherapeut Stefan Wolters absolvierten und kurz vor der Rückkehr ins Mannschaftstraining stehen.

 

Für die Partie gegen Leverkusen sind bisher 35.000 Karten abgesetzt worden, so dass sowohl für den Heim- als auch für den Gästebereich noch jeweils 3.500 Tickets zur Verfügung stehen.

 

von Kevin Kohues